B51 bei Diepholz wird ab Montag für mehrere Wochen gesperrt

Münster sperrt Kanalpromenade an der Warendorfer Straße
Symbolfoto

Teilen:

Ab Montag, 26. Oktober 2026, müssen sich Autofahrer im Landkreis Diepholz auf eine längere Vollsperrung einstellen. Auf der Bundesstraße 51 zwischen Diepholz und Lembruch beginnt der nächste Abschnitt umfangreicher Sanierungsarbeiten. Rund 2,3 Kilometer werden vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Dezember dauern. Für beide Fahrtrichtungen sind unterschiedliche, großräumige Umleitungen vorgesehen. Auch zwei Buslinien sind von Einschränkungen betroffen.

Anzeige

B51-Sperrung beginnt am 26. Oktober bei Diepholz

Die B51-Sperrung bei Diepholz betrifft den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle der Bundesstraßen 214 und 51 an der Steinfelder Straße und dem Bereich Diepholz-Graftlage. Der nördliche beziehungsweise stadtnähere Ausgangspunkt liegt auf Höhe eines McDonald’s-Restaurants. Die Sperrstrecke reicht bis zum Bereich des Unternehmens Albert Berg.

Nach Angaben des Geschäftsbereichs Nienburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beginnen die Bauarbeiten am Montag, 26. Oktober. Die Bundesstraße wird während der Arbeiten in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt.

Die Baustrecke ist rund 2,3 Kilometer lang. Einen genauen Zeitpunkt für die Einrichtung der Vollsperrung hat die Landesbehörde nicht genannt. Ebenso gibt es bislang keinen verbindlichen Tag für die Wiederfreigabe. Vorgesehen ist der Abschluss im Dezember 2026. Da Straßenbauarbeiten witterungsabhängig sind, können sich die Termine noch verändern.

Anzeige

Diese Umleitungen gelten Richtung Osnabrück und Diepholz

Während der Bauarbeiten wird der Durchgangsverkehr großräumig um den gesperrten Abschnitt geführt. Die ausgeschilderten Strecken unterscheiden sich je nach Fahrtrichtung.

Autofahrer aus nördlicher Richtung, die über Diepholz weiter nach Osnabrück fahren möchten, werden zunächst über die B214 nach Steinfeld umgeleitet. Anschließend führt die Strecke über die Kreisstraße 271 und die Landesstraße 853 zurück nach Lembruch. Die Umleitung verläuft dabei durch den Bereich Osterfeine und Dümmerlohhausen.

Für den Verkehr aus südlicher Richtung gilt eine andere Route. Ab Lembruch führt sie zunächst über die Landesstraße 345 nach Wagenfeld. Anschließend geht es über die Bundesstraße 239 sowie über Rehden zur B214 und schließlich zurück auf die B51 bei Diepholz.

Die südliche Umleitungsstrecke führt nach der veröffentlichten Beschreibung außerdem durch den Bereich Burlage, Hemsloh und Wetschen.

Damit müssen Autofahrer auf beiden Fahrtrichtungen deutlich längere Strecken zurücklegen als auf der direkten Bundesstraße. Besonders für Menschen, die regelmäßig zwischen Diepholz, Lembruch und den umliegenden Orten unterwegs sind, verändert sich die gewohnte Verkehrsführung über mehrere Wochen.

Konkrete Angaben zu zusätzlichen Fahrminuten oder zur Länge der Umleitungen liegen von der Straßenbaubehörde nicht vor.

Buslinien 129 und 140 fahren teilweise anders

Auch der öffentliche Nahverkehr ist von der Vollsperrung betroffen. Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) hat Einschränkungen für die Buslinien 129 und 140 angekündigt.

Vom 26. Oktober bis zum 20. November 2026 können die beiden Linien die Haltestellen Zwickertstraße und Soldatenheim in Diepholz nicht bedienen. Als Ersatzhaltestelle ist die Lüderstraße vorgesehen.

Der vom VBN genannte Zeitraum bis zum 20. November bezieht sich auf die veröffentlichten Einschränkungen im Busverkehr. Er ist nicht mit dem geplanten Abschluss der gesamten Straßenbaumaßnahme gleichzusetzen. Die Landesbehörde geht weiterhin von einer Fertigstellung im Dezember aus.

Für den Bahnverkehr wurden im Zusammenhang mit dieser B51-Sperrung zunächst keine konkreten Fahrplanänderungen veröffentlicht.

Warum die Fahrbahn vollständig gesperrt werden muss

Grund für die Bauarbeiten sind altersbedingte Schäden am Straßenbelag. Die Landesbehörde erneuert deshalb die Asphaltdeckschicht auf insgesamt rund 9,5 Kilometern der Bundesstraßen B51 und B214 zwischen Diepholz und Lembruch.

Die Sanierung erfolgt in drei größeren Bauabschnitten. Für das Gesamtprojekt wurden im September Kosten von rund drei Millionen Euro angegeben.

Eine halbseitige Verkehrsführung während der Arbeiten ist nach Angaben der NLStBV nicht möglich. Die geltenden Arbeitsschutzvorschriften schreiben Mindestbreiten und Sicherheitsabstände zwischen dem fließenden Verkehr und den Beschäftigten auf der Baustelle vor.

Aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite lassen sich diese Anforderungen bei laufendem Verkehr nicht erfüllen. Durch die Vollsperrung kann die Straßenbauverwaltung zugleich schneller arbeiten und die Bauzeit verkürzen.

Die großräumigen Umleitungen werden mit Polizei, Kommunen und den zuständigen Verkehrsbehörden abgestimmt. Für den überörtlichen Verkehr nutzt die Landesbehörde ausschließlich Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen. Die Organisation des innerörtlichen Verkehrs liegt dagegen bei den jeweiligen Kommunen.

Für den lokalen Verkehr bleibt nach Angaben der Kreiszeitung die Graftlage aus Richtung Lembruch die letzte Zufahrtsmöglichkeit nach Diepholz.

Erster Bauabschnitt bereits abgeschlossen

Die Sanierungsarbeiten begannen bereits am 21. September 2026. Zunächst wurde ein knapp 300 Meter langer Abschnitt an der B214 im Bereich der Steinfelder Straße erneuert.

Die Baustelle befand sich zwischen den Unternehmen Leymann Baustoffe und McDonald’s in der Nähe der Anschlussstelle zur B51. Dort wurden sowohl die Asphaltdeckschicht als auch die darunterliegende Asphaltbinderschicht erneuert.

Dieser erste Bauabschnitt wurde nach Angaben der Landesbehörde planmäßig abgeschlossen und bereits wieder für den Verkehr freigegeben. Mit der Sperrung ab dem 26. Oktober verlagern sich die Arbeiten nun auf die B51 in Richtung Lembruch.

Weitere sieben Kilometer der B51 folgen im Frühjahr 2027

Mit dem Abschluss der aktuellen Arbeiten endet die Sanierung zwischen Diepholz und Lembruch noch nicht. Ein weiterer Abschnitt von etwa sieben Kilometern soll voraussichtlich im Frühjahr 2027 erneuert werden.

Dieser dritte Bauabschnitt beginnt im Bereich des Unternehmens Albert Berg in der Graftlage und reicht bis nach Lembruch auf Höhe von Lykke Land.

Anders als beim jetzt beginnenden Abschnitt sollen die Arbeiten dort in mehrere kleinere Bauabschnitte aufgeteilt werden. Damit will die Landesbehörde die Erreichbarkeit entlang der Strecke gewährleisten.

Konkrete Sperrtermine, einzelne Verkehrsführungen und Zeitfenster für das Frühjahr 2027 wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Straßenbauverwaltung will darüber vor Beginn der jeweiligen Arbeiten gesondert informieren.

Für die bevorstehende Sperrung ab dem 26. Oktober bittet die NLStBV die Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht im Baustellenbereich. Der genaue Zeitpunkt der Wiederfreigabe hängt vom weiteren Bauverlauf und den Witterungsbedingungen ab.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu