Badé wieder ansprechbar: Bayer Leverkusen mit neuen Personalsorgen

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Bayer Leverkusen muss nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim gleich zwei Verletzungen aufarbeiten. Abwehrspieler Loïc Badé wurde nach einem heftigen Kopfzusammenstoß vom Platz getragen, während Moussa Diaby bereits in der ersten Halbzeit wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste. Trainer Carles Martínez gab am Sonntagabend zumindest bei Badé eine erste Entwarnung. Ob beide Profis für die kommenden Pflichtspiele zur Verfügung stehen, ist allerdings noch offen.

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Loïc Badé nach Kopfzusammenstoß zunächst bewusstlos

Die Verletzung von Loïc Badé sorgte in der Schlussphase der Bundesligapartie am Sonntag (25. Oktober) für große Besorgnis. Der französische Innenverteidiger war nahe der Mittellinie mit Hoffenheims Angreifer Max Moerstedt zusammengeprallt. Beide Spieler blieben zunächst am Boden liegen. Während Moerstedt später weiterspielen konnte, musste Badé auf dem Rasen medizinisch behandelt und anschließend mit einer Trage vom Spielfeld gebracht werden.

Nach dem Abpfiff schilderte Leverkusens Trainer Carles Martínez bei DAZN den Zustand seines Spielers. Der 26-Jährige sei nach der Kollision ungefähr eineinhalb Minuten nicht bei Bewusstsein gewesen und habe sich zunächst nicht an den Vorfall erinnern können.

Anschließend habe sich sein Zustand jedoch deutlich verbessert. Badé sei wieder ansprechbar gewesen, habe mit den Verantwortlichen kommuniziert und sich bereits in der Kabine aufgehalten. Martínez stellte besonders heraus, dass es seinem Verteidiger inzwischen besser gehe.

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Eine konkrete medizinische Diagnose veröffentlichte Bayer Leverkusen zunächst nicht. Auch zu möglichen weiteren Untersuchungen oder einer Ausfallzeit gab es am Sonntagabend keine bestätigten Angaben. Die Entwarnung des Trainers bezog sich damit auf den unmittelbaren Gesundheitszustand, nicht auf eine bereits feststehende Rückkehr in den Spielbetrieb.

Moussa Diaby muss mit Oberschenkelverletzung vom Platz

Schon vor dem Zusammenstoß von Badé hatte Bayer Leverkusen einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen müssen. Moussa Diaby musste in der 42. Spielminute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für den französischen Offensivspieler kam Malik Tillman in die Begegnung.

Der Verein bestätigte in seinem Spielbericht eine Verletzung am Oberschenkel. Wie schwer diese ist, blieb zunächst offen. Eine genaue Diagnose oder eine Prognose für die Rückkehr ins Mannschaftstraining lag unmittelbar nach dem Spiel nicht vor.

Der 27-jährige Diaby gehört nach seiner Rückkehr nach Leverkusen im Sommer 2026 wieder zum Offensivkader. In der laufenden Bundesligasaison kam der Flügelspieler bislang fünfmal zum Einsatz und erzielte einen Treffer. Für Martínez ist er insbesondere wegen seiner Geschwindigkeit und seiner Einsatzmöglichkeiten auf den Außenpositionen eine zusätzliche Option.

Auch Badé gehört zum Kader der Leverkusener Defensive. Der 26-Jährige wechselte im Sommer 2025 von Sevilla nach Deutschland und verzeichnet in der aktuellen Bundesligasaison drei Einsätze.

Bayer Leverkusen hat bereits mehrere Verletzte

Die möglichen Ausfälle von Badé und Diaby treffen die Mannschaft in einer Phase, in der Trainer Carles Martínez ohnehin auf mehrere Profis verzichten muss.

Beim Auswärtsspiel in Hoffenheim fehlten bereits Eliesse Ben Seghir, Christian Kofane, Martin Terrier, Guéla Doué und Kennet Eichhorn. Auch Montrell Culbreath stand wegen Fußproblemen nicht im Spieltagskader. Ben Seghir und Kofane haben mit muskulären Verletzungen beziehungsweise Oberschenkelproblemen zu kämpfen, während Doué wegen Wadenbeschwerden fehlte. Terrier war ebenfalls muskulär angeschlagen, Eichhorn erkrankt.

Damit sind insbesondere die Möglichkeiten in der Offensive eingeschränkt. Bereits vor der Partie hatte Geschäftsführer Sport Simon Rolfes erklärt, dass Jonas Hofmann aufgrund der Verletzung von Terrier zusätzliche Aufgaben übernehmen könne. Der erfahrene Offensivspieler war für die Europa League nachgemeldet worden.

Im Abwehrzentrum verfügt Martínez unter anderem über Edmond Tapsoba, Jarell Quansah und Facundo Medina. Auch Tim Oermann gehört zum Kader. Badé war in Hoffenheim zunächst Ersatzspieler und wurde erst in der 65. Minute für Quansah eingewechselt.

Bei einem möglichen Ausfall von Diaby könnten unter anderem Nathan Tella, Afonso Moreira, Malik Tillman und Jonas Hofmann zusätzliche Einsatzzeiten erhalten. Welche personellen Veränderungen tatsächlich notwendig werden, hängt von den medizinischen Befunden und dem Zustand der bereits verletzten Spieler ab.

DFB-Pokal gegen Nürnberg schon am Mittwoch

Viel Zeit für die Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben bleibt Bayer Leverkusen nicht. Bereits am Mittwoch, 28. Oktober, steht das nächste Pflichtspiel an. In der zweiten Runde des DFB-Pokals empfängt die Werkself den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Anstoß in der BayArena ist um 20.45 Uhr.

Nur drei Tage später folgt am Samstag, 31. Oktober, um 15.30 Uhr das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Anschließend geht es auch international weiter. Am 5. November trifft Leverkusen in der Europa League auf Olympique Marseille.

Der enge Spielplan erhöht die Bedeutung einer ausreichenden personellen Besetzung. Schon vor dem Hoffenheim-Spiel hatte Martínez angesichts der Belastung durch den Europapokal seine Startelf auf sechs Positionen verändert.

Nach sechs Pflichtspielsiegen in Serie endete die Erfolgsphase mit dem 0:3 in Sinsheim. Zuvor hatte Leverkusen am Donnerstag noch mit 2:0 beim griechischen Klub OFI Kreta gewonnen.

Gesundheitszustand und Einsatzfähigkeit bleiben entscheidend

Für Bayer Leverkusen stehen nach dem Wochenende vor allem zwei unterschiedliche medizinische Fragen im Mittelpunkt. Bei Badé geht es nach dem Kopfzusammenstoß zunächst um die gesundheitliche Erholung und die erforderliche medizinische Beurteilung. Die positiven Aussagen von Martínez bedeuten nicht automatisch, dass der Innenverteidiger schon beim nächsten Pflichtspiel wieder eingesetzt werden kann.

Bei Diaby hängt die weitere Planung davon ab, welche Verletzung am Oberschenkel vorliegt. Zwischen leichteren Beschwerden und einer längerfristigen Verletzung kann ein erheblicher Unterschied bestehen. Eine entsprechende Einordnung durch den Verein gab es zunächst nicht.

Für Trainer Martínez ist die Ausgangslage damit anspruchsvoll. Während die Entwarnung bei Badé zumindest die unmittelbaren Sorgen um seinen Gesundheitszustand verringerte, bleibt die Einsatzfähigkeit beider Spieler offen. Bereits am Mittwoch steht im DFB-Pokal die erste Entscheidung über die weitere personelle Aufstellung an. Badé und Diaby könnten dabei fehlen, eine entsprechende Ausfallmeldung des Vereins lag am Sonntagabend jedoch nicht vor.

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