Bares für Rares heute: Goldarmreif trifft auf kuriose Brille

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Bei „Bares für Rares“ stehen am Freitag, 28. August 2026, wieder ungewöhnliche Fundstücke und mögliche Wertgegenstände im Mittelpunkt. Das ZDF zeigt die neue Ausgabe der Trödelshow mit Horst Lichter ab 15.05 Uhr. Die Sendung trägt den Titel „Irrwege der Brillenentwicklung“ und hat eine Laufzeit von 53 Minuten. Im Zentrum stehen fünf sehr unterschiedliche Objekte, vom schweren Goldschmuck über eine Jugendstil-Vase und eine Pferdebronze bis zu einer ungewöhnlichen Sonnenbrille und einem mehr als 120 Jahre alten Taschenkalender.

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Besonders auffällig ist ein massiver Armreif aus Gold, den Hedwig gemeinsam mit ihrer Tochter Katja in die Sendung bringt. Schon das Gewicht des Schmuckstücks macht deutlich, dass es sich nicht um gewöhnlichen Modeschmuck handelt. Daneben sorgt ein technisches Kuriosum aus den Niederlanden für Aufmerksamkeit. Eine Brille mit schwarzen Lamellen sollte einst die Augen vor hellem Licht schützen. ZDF-Experte Sven Deutschmanek nimmt das ungewöhnliche Stück genauer unter die Lupe.

Schwerer Goldarmreif erreicht fünfstellige Schätzung

Das finanziell wertvollste Objekt der Freitagsausgabe dürfte der Armreif von Hedwig sein. Das Schmuckstück wiegt rund 175 Gramm und besteht aus 585er-Gold. Zusätzlich ist es mit acht Amethyst-Cabochons besetzt. Nach den veröffentlichten Angaben wurde der Armreif von Hand gefertigt. Als Vorbild diente demnach ein silbernes Schmuckstück, das Hedwigs Schwiegermutter von einer Reise nach Marokko mitgebracht hatte.

Hedwig erhielt die goldene Variante zu ihrem 50. Geburtstag. Besonders häufig getragen wurde sie offenbar nicht. Das hohe Gewicht machte den Armreif für den Alltag wenig praktisch.

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Entsprechend groß fällt jedoch der materielle Wert aus. Allein der Goldwert wird in der Expertise mit ungefähr 12.000 Euro angesetzt. Für den kompletten Armreif einschließlich Verarbeitung und Steinen liegt die Schätzung bei 12.500 bis 13.000 Euro. Damit hebt sich das Schmuckstück deutlich von den übrigen Gegenständen der heutigen Ausgabe ab.

Lamellenbrille gibt der Folge ihren Titel

Namensgeber der Ausgabe ist allerdings ein ganz anderes Objekt. Die Folge heißt „Irrwege der Brillenentwicklung“ und nimmt damit eine ungewöhnliche Lamellenbrille in den Blick.

Das Modell stammt aus den Niederlanden und wird der Marke Safelight zugerechnet. Statt herkömmlicher getönter Sonnengläser besitzt die Brille schwarze Lamellen. Diese sollten einfallendes Licht reduzieren und damit einen Sonnenschutz für die Augen bieten. Das Stück wird in die 1950er oder 1960er Jahre datiert.

Das ZDF zeigt Sven Deutschmanek beim Test der ungewöhnlichen Konstruktion. Die Expertenschätzung fällt im Vergleich zum Goldarmreif deutlich bescheidener aus. Für die Lamellenbrille werden 50 bis 80 Euro angesetzt. Ihr Reiz liegt damit weniger in einem hohen Materialwert als in ihrer ungewöhnlichen Gestaltung und der Geschichte der Brillenentwicklung.

Jugendstil-Vase aus Nürnberg kommt auf den Tisch

Auch Keramik gehört am Freitag zum Angebot. Präsentiert wird eine farbenfrohe Fayence-Vase von Norica, die um 1900 entstanden sein soll. Das Stück wird dem Jugendstil und dem Nürnberger Künstler und Keramiker Carl Sigmund Luber zugeschrieben.

Die Schätzung bewegt sich zwischen 480 und 680 Euro. Damit liegt die Vase deutlich oberhalb der kleinen Sammlerobjekte der Folge, bleibt aber weit unter dem Wert des Goldarmreifs.

Gerade bei historischen Keramiken spielen neben Alter und Hersteller auch Zustand, Seltenheit, Gestaltung und eine möglichst klare Zuordnung eine wichtige Rolle. In „Bares für Rares“ wird deshalb zunächst die fachliche Einschätzung vorgenommen, bevor ein Objekt mit Händlerkarte überhaupt in den Verkaufsraum gelangen kann.

Pferdebronze wird vierstellig eingeschätzt

Zu den höher bewerteten Objekten der Ausgabe zählt außerdem eine Pferdebronze. Dargestellt ist ein Hengst an einer Barriere. Das Motiv wird mit dem französischen Bildhauer Pierre-Jules Mêne verbunden und dem 19. Jahrhundert zugeordnet.

Die Expertise sieht einen Wert von 1.000 bis 1.200 Euro. Damit ist die Bronze nach dem Goldschmuck eines der wertvolleren Stücke der heutigen Sendung.

Mêne wurde insbesondere für Tierplastiken bekannt. Pferde gehörten zu den Motiven, die in seinem Werk immer wieder auftauchten. Für den konkreten Wert eines einzelnen Stücks sind allerdings unter anderem Ausführung, Alter, Gussqualität und Zuschreibung entscheidend.

Kalender von 1905 ist das günstigste Objekt

Deutlich kleiner fällt die Schätzung für einen Portemonnaie-Kalender aus dem Jahr 1905 aus. Das kompakte Büchlein enthält unter anderem Namenstage und historische Werbeanzeigen. Sein geschätzter Wert liegt bei 30 bis 50 Euro.

Der Kalender zeigt damit eine andere Seite des Formats. Nicht jedes Objekt muss mehrere Hundert oder Tausend Euro wert sein. Auch Alltagsgegenstände können aufgrund ihres Alters, ihrer Gestaltung oder ihres zeitgeschichtlichen Charakters für Sammler interessant sein.

Bei einem mehr als hundert Jahre alten Kalender liegt die Besonderheit vor allem darin, dass ein ursprünglich kurzlebiger Gebrauchsgegenstand überhaupt bis heute erhalten geblieben ist.

Bares für Rares heute ab 15.05 Uhr im ZDF

Das ZDF zeigt „Bares für Rares“ am Freitag, 28. August 2026, ab 15.05 Uhr. Horst Lichter führt wie gewohnt durch die Sendung. Die Folge läuft 53 Minuten und trägt den Titel „Irrwege der Brillenentwicklung“. Sie ist am heutigen Freitag außerdem über das Streamingangebot des ZDF abrufbar. Einen konkreten Endtermin für die Online-Verfügbarkeit weist die aktuelle Folgenseite nicht aus.

Die Ausgabe folgt damit auf „Ein einmaliges Objekt!“ vom Donnerstag, 27. August. Auch diese Folge hatte eine Laufzeit von rund 53 Minuten. Im Mittelpunkt stand dort unter anderem ein außergewöhnlicher historischer Pfeiler.

Am Freitag verschiebt sich die Bandbreite der angebotenen Gegenstände erneut erheblich. Zwischen dem auf mindestens 12.500 Euro geschätzten Goldarmreif und dem mit höchstens 50 Euro bewerteten Kalender liegt eine enorme Wertspanne. Gerade dieser Gegensatz gehört zum Grundprinzip der seit 2013 ausgestrahlten ZDF-Sendung. Verkäufer lassen ihre mitgebrachten Gegenstände zunächst von Fachleuten einschätzen und können sie anschließend im Händlerraum anbieten.

Welche Gebote die Jugendstil-Vase, die Lamellenbrille, die Pferdebronze und der alte Kalender tatsächlich erzielen, wird in der Sendung aufgelöst. Damit bleiben für die Fernsehausstrahlung trotz der bekannten Expertenschätzungen noch mehrere Entscheidungen offen.

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