Bergwacht findet 72-Jährigen nach tagelanger Suche am Fellhorn

Bergwacht rettet Demenzkranken
Symbolbild: Pexels

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Eine mehr als zwei Tage dauernde Vermisstensuche am Fellhorn ist erfolgreich beendet worden. Einsatzkräfte entdeckten einen 72 Jahre alten Mann am Samstag lebend in unwegsamem Gelände abseits der regulären Wege. Der Mann war seit Donnerstagnachmittag vermisst worden. Trotz Dunkelheit, eines großen Suchgebiets und zwischenzeitlicher Gewitter setzte die Bergwacht die Suche gemeinsam mit weiteren Rettungsorganisationen fort.

Suche der Bergwacht beginnt am Donnerstag

Der 72-Jährige war am Donnerstag, 30. Juli 2026, zuletzt im Gebiet zwischen dem Fellhorn und der Alpe Bierenwang gesehen worden. Nachdem er nicht zurückgekehrt war, begann am frühen Abend die Suche. Bergretter und Polizeikräfte kontrollierten zunächst Wanderwege, Fahrstraßen und angrenzende Bereiche. Mit zunehmender Dunkelheit musste der Einsatz für die Nacht unterbrochen werden.

Am Freitag wurde die Suche mit deutlich mehr Personal fortgesetzt. Nach Angaben der Bergwacht Oberstdorf waren zeitweise rund 60 Einsatzkräfte beteiligt. Unterstützung kam unter anderem von der Bergrettung Riezlern, der Polizei, mehreren Suchhundestaffeln und technischen Spezialisten der Bergwacht.

Suchhunde und Drohnen am Fellhorn eingesetzt

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich nicht nur auf die häufig genutzten Wanderstrecken. Auch wenig begangene Wege, schwer einsehbare Geländeteile und mögliche Absturzbereiche wurden überprüft. Suchhunde sollten dabei helfen, die mögliche Laufrichtung des Vermissten einzugrenzen. Zusätzlich kamen Drohnen zum Einsatz, mit denen größere und schwer zugängliche Flächen kontrolliert werden konnten.

Die Suche wurde durch Gewitter und die anspruchsvollen Bedingungen im alpinen Gelände erschwert. Dennoch nahmen die beteiligten Organisationen den Einsatz am Samstag erneut auf. Gerade abseits der Wege erschweren dichter Bewuchs, steile Hänge und Geländevertiefungen die Suche aus der Entfernung.

Vermisster nach mehr als 48 Stunden entdeckt

Am Samstag fanden Bergretter den vermissten Mann schließlich lebend. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 48 Stunden im Fellhorngebiet auf und wurde abseits der üblichen Wege in unwegsamem Gelände entdeckt. Anschließend brachten die Einsatzkräfte den 72-Jährigen in Sicherheit. Nähere Angaben zu seinem Gesundheitszustand veröffentlichte die Bergwacht zunächst nicht.

Wie der Mann von der Wanderroute abgekommen war und wo er sich während der beiden Nächte aufgehalten hatte, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Auch der genaue Fundort wurde nicht näher beschrieben.

Großaufgebot führt zum erfolgreichen Abschluss

An der Suche waren Kräfte aus dem deutschen und österreichischen Grenzgebiet beteiligt. Das Fellhorn liegt südlich von Oberstdorf unmittelbar an der Grenze zum Kleinwalsertal. Dadurch arbeiten die Rettungsorganisationen beider Seiten bei Einsätzen in diesem Gebiet regelmäßig zusammen.

Der erfolgreiche Fund beendete einen außergewöhnlich langen und aufwendigen Einsatz. Mehr als zwei Tage lang hatten Bergwacht, Bergrettung, Polizei, Suchhundeteams und technische Einsatzkräfte das weitläufige Gebiet abgesucht. Dass der 72-Jährige lebend gefunden wurde, war das Ergebnis der fortgesetzten und organisationsübergreifenden Suche.

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