
BMW erweitert seine Neue Klasse um ein weiteres Elektroauto. Der BMW iX4 kommt im März 2027 auf den Markt und verbindet die Technik des iX3 mit einer eigenständigen Karosserie im Stil eines SUV-Coupés. Zwei Allradvarianten stehen zunächst zur Auswahl. Die Preise beginnen bei 70.900 Euro, die maximale Reichweite liegt bei bis zu 828 Kilometern nach WLTP. Mit dem neuen Modell baut der Münchner Hersteller sein Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen weiter aus.
BMW hatte den iX4 am 8. Oktober 2026 offiziell vorgestellt. Zum Marktstart im März 2027 sind zunächst zwei Motorisierungen vorgesehen. Das Einstiegsmodell iX4 40 xDrive leistet 275 kW beziehungsweise 374 PS und kostet in Deutschland mindestens 70.900 Euro. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit 638 Kilometern an.
Darüber positioniert BMW den iX4 50 xDrive. Er verfügt über eine Systemleistung von 345 kW beziehungsweise 469 PS und erreicht laut Hersteller bis zu 828 Kilometer Reichweite. Der Grundpreis liegt bei 75.900 Euro. Beide Varianten besitzen jeweils einen Elektromotor an Vorder- und Hinterachse und verfügen damit über elektrischen Allradantrieb.
Bei den genannten Preisen handelt es sich um unverbindliche Preisempfehlungen einschließlich Mehrwertsteuer. Überführungskosten und zusätzliche Sonderausstattungen sind darin nicht enthalten.
Neben den beiden regulären Varianten hat BMW bereits eine leistungsstärkere Ausführung angekündigt. Der iX4 M60 xDrive entwickelt 450 kW beziehungsweise 612 PS und ein maximales Drehmoment von 875 Newtonmetern.
Nach den vorläufigen Herstellerangaben beschleunigt das Modell in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 240 km/h begrenzt. Die maximale WLTP-Reichweite beträgt 777 Kilometer.
Der M60 xDrive soll ab Ende Januar 2027 bestellbar sein und nach den beiden anderen Versionen auf den Markt kommen. Ein offizieller deutscher Einstiegspreis für das Spitzenmodell wurde zunächst nicht genannt.
Technisch basiert der BMW iX4 auf der sechsten Generation des elektrischen BMW Antriebs, die auch im iX3 eingesetzt wird. Wesentliche Bestandteile sind neu entwickelte Hochvoltbatterien mit zylindrischen Zellen, eine 800-Volt-Architektur und weiterentwickelte Elektromotoren.
Im iX4 50 xDrive kommt eine Batterie mit 108,7 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität zum Einsatz. An geeigneten Gleichstrom-Schnellladestationen erreicht das Fahrzeug eine maximale Ladeleistung von 400 kW. Unter optimalen Bedingungen kann innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 387 Kilometer zusätzliche WLTP-Reichweite nachgeladen werden.
Der iX4 40 xDrive unterstützt Schnellladen mit bis zu 300 kW. Hier nennt BMW einen Reichweitenzuwachs von maximal 301 Kilometern innerhalb von zehn Minuten.
Die Reichweitenangaben sind vorläufige Werte nach dem standardisierten WLTP-Messverfahren. Im tatsächlichen Fahrbetrieb können die Ergebnisse je nach Geschwindigkeit, Außentemperatur, Bereifung, Beladung und Nutzung elektrischer Verbraucher abweichen. Auch die maximalen Ladeleistungen setzen entsprechend leistungsfähige Ladestationen und geeignete Batterietemperaturen voraus.
Eine weitere Funktion der neuen Fahrzeugtechnik ist das bidirektionale Laden. Damit kann der BMW iX4 gespeicherte Energie auch wieder abgeben. In Verbindung mit einer entsprechenden optionalen Wallbox lässt sich die Fahrzeugbatterie beispielsweise als Energiespeicher im Haushalt verwenden.
Obwohl sich der iX4 wesentliche technische Komponenten mit dem iX3 teilt, unterscheiden sich die beiden Modelle im Karosseriekonzept. Der neue iX4 besitzt eine nach hinten abfallende Dachlinie, einen eigenständigen Heckbereich und einen ausgeprägten Heckspoiler.
Mit einer Länge von 4,78 Metern und einer Breite von 1,90 Metern gehört das Fahrzeug zur elektrischen SUV-Mittelklasse. Die Höhe liegt bei rund 1,60 Metern. Der Gepäckraum fasst zwischen 490 und 1.600 Litern. Zusätzlich befindet sich unter der Frontklappe ein Stauraum mit 58 Litern Volumen.
Zur Serienausstattung gehören unter anderem das M Sportpaket, 20 Zoll große Leichtmetallräder, eine M Sportbremsanlage und ein Panoramadach. Im Innenraum verwendet BMW das neue Panoramic iDrive mit einem 17,9 Zoll großen Zentraldisplay sowie zusätzlichen Anzeigen im unteren Bereich der Windschutzscheibe.
Eine neue Elektronikarchitektur übernimmt verschiedene Steuerungsaufgaben. Dazu gehört der Hochleistungscomputer Heart of Joy, der unter anderem die Regelung von Antrieb und Fahrdynamik koordiniert. Außerdem bietet BMW verschiedene Assistenzsysteme für das teilautomatisierte Fahren und Parken an.
Gebaut wird der iX4 im ungarischen Debrecen. Dort produziert BMW bereits den iX3, mit dem im Oktober 2025 die Serienfertigung der Neuen Klasse begonnen hatte.
Das Werk wurde eigens für die neue Fahrzeuggeneration entwickelt und gehört zu den jüngsten Produktionsstandorten des Unternehmens. Eine Besonderheit ist die Energieversorgung: Im regulären Betrieb verzichtet das Werk nach BMW-Angaben auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas und nutzt Strom aus erneuerbaren Quellen.
Auf dem Werksgelände befindet sich eine rund 50 Hektar große Photovoltaikanlage. Nach den Angaben des Konzerns kann sie ungefähr ein Viertel des jährlichen Strombedarfs decken. Auch die Montage der neuen Hochvoltbatterien findet unmittelbar am Standort statt.
BMW setzt in Debrecen zudem auf umfangreiche digitale Produktionsabläufe. Bereits vor der Inbetriebnahme wurden Fertigungsschritte virtuell simuliert. In der laufenden Produktion unterstützen vernetzte Anlagen, Sensoren und künstliche Intelligenz unter anderem die Qualitätssicherung und Materialversorgung.
Mit dem iX4 erweitert BMW die Neue Klasse nach dem Elektro-SUV iX3 und der Limousine i3 um eine dritte eigenständige Baureihe. Der iX4 ergänzt dabei insbesondere das SUV-Angebot um eine Variante mit sportlicherer Dachlinie.
Die Neue Klasse umfasst allerdings deutlich mehr als einzelne Elektrofahrzeuge. BMW entwickelt für diese Fahrzeuggeneration neue Antriebe, Batterien, Bedienkonzepte und Softwarearchitekturen. Diese Technologien sollen schrittweise auch in weitere Baureihen übernommen werden.
Nach der auf der Jahreskonferenz 2026 vorgestellten Unternehmensplanung will BMW bis Ende 2027 mehr als 40 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt bringen, die von Technologien der Neuen Klasse profitieren. Das betrifft nicht ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge, sondern auch andere Antriebsvarianten.
Der iX4 ist damit Teil einer umfassenden Modernisierung des BMW-Modellprogramms. Für Käufer erweitert sich ab März 2027 die Auswahl zwischen unterschiedlichen elektrischen Karosserieformen, Leistungsstufen und Ausstattungen.
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