Goslar und Göttingen vor Dauerregen: Orkanböen im Harz

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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In Goslar, Göttingen und Teilen des Harzes steht ein nasser und stürmischer Sonntag bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für den 25. Oktober 2026 vor länger anhaltendem Regen und kräftigen Windböen. Besonders in den Harzstaulagen können innerhalb von zwölf Stunden 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen. Auf dem Brocken werden sogar extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde erwartet.

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Die Wetterlage verschärft sich bereits in der Nacht zum Sonntag. Für die Landkreise Goslar und Göttingen gilt eine amtliche Warnung vor Dauerregen, während in höheren Lagen zusätzliche Sturmwarnungen bestehen. Am Sonntagnachmittag soll der Wind allmählich nachlassen.

DWD warnt in Goslar und Göttingen vor Dauerregen

Der Dauerregen in Goslar und Göttingen steht im Mittelpunkt der amtlichen Warnlage für den Süden Niedersachsens. Für beide Regionen hat der DWD eine markante Wetterwarnung vor Dauerregen herausgegeben. Sie gilt am Sonntag, 25. Oktober, von 00:00 Uhr bis 12:00 Uhr und umfasst sämtliche Höhenlagen der betroffenen Warngebiete.

Nach den konkreten Warnmeldungen erwartet der Wetterdienst Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter. Im regionalen Warnlagebericht für Niedersachsen und Bremen werden für die Harzstaulagen 30 bis 40 Liter innerhalb von zwölf Stunden als wahrscheinlich angegeben.

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Der DWD weist in seinen Warnungen auf mögliche vereinzelte Überflutungen von Straßen und Unterführungen hin. Dabei handelt es sich um mögliche Folgen des erwarteten Regens, nicht um bereits eingetretene Überschwemmungen.

Eine amtliche Unwetterwarnung vor Dauerregen liegt für Goslar und Göttingen bei dieser Warnlage nicht vor. Der Niederschlag ist der Warnstufe für markantes Wetter zugeordnet.

Zusätzliche Sturmwarnungen für höhere Lagen

Neben dem Regen spielt am Sonntag der Wind eine wichtige Rolle. Für den Landkreis Goslar sowie die Stadt und den Landkreis Göttingen bestehen amtliche Wetterwarnungen vor Windböen. Sie gelten von 00:00 Uhr bis 18:00 Uhr und betreffen alle Höhenlagen.

Der DWD rechnet dabei mit Böen um 60 Kilometer pro Stunde aus zunächst südlicher, später südwestlicher Richtung. In exponierten Lagen und in der Nähe von Schauern sind Böen um 70 Kilometer pro Stunde möglich.

Darüber hinaus gilt für beide Warngebiete eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen oberhalb von 400 Metern. Diese beginnt ebenfalls um 00:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Erwartet werden dort Böen zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde, in exponierten Lagen und bei Schauern auch um 85 Kilometer pro Stunde.

Die höheren Windgeschwindigkeiten gelten damit ausdrücklich für entsprechend gelegene Gebiete und dürfen nicht pauschal auf sämtliche Stadtteile von Goslar oder Göttingen übertragen werden.

Brocken: Unwetterwarnung und Prognose bis 150 km/h

Die stärksten Windgeschwindigkeiten werden auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt erwartet. Für den Oberharz besteht eine amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen in Höhenlagen oberhalb von 1.000 Metern. Sie gilt bereits seit Samstag, 24. Oktober, 20:00 Uhr und reicht bis Sonntag, 16:00 Uhr.

In der konkreten Warnung nennt der DWD Orkanböen zwischen 110 und 130 Kilometern pro Stunde. Die Windrichtung dreht dabei von Süd auf Südwest.

Noch höhere Werte enthält der Warnlagebericht für Sachsen-Anhalt vom Samstag, 10:30 Uhr. Darin werden für Sonntag auf dem Brocken zeitweise extreme Orkanböen bis 150 Kilometer pro Stunde prognostiziert.

Zwischen beiden Angaben besteht kein Widerspruch: Die amtliche gebietsbezogene Unwetterwarnung nennt 110 bis 130 Kilometer pro Stunde, während die regionale Gipfelprognose einzelne stärkere Böen bis 150 Kilometer pro Stunde erwartet. Eine eigenständige amtliche Warnung der höchsten Stufe vor extremem Unwetter ist damit nicht gleichzusetzen.

Die DWD-Stationsvorhersage für den Brocken sieht am Sonntag eine Höchsttemperatur von etwa vier Grad, kräftige Regenschauer und Orkanböen vor.

Wernigerode und Osterode ebenfalls von Wind betroffen

Auch auf der östlichen Harzseite wird es windig. Für den Landkreis Harz, zu dem Wernigerode gehört, besteht eine amtliche Wetterwarnung vor Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde. In exponierten Lagen sind bis zu 70 Kilometer pro Stunde möglich. Die Warnung reicht am Sonntag bis 18:00 Uhr.

Als Beginn nennt die Warnübersicht 02:00 Uhr in der Nacht der Zeitumstellung, ohne zwischen Sommerzeit und Winterzeit zu unterscheiden. Die deutlich stärkere Orkanwarnung betrifft dagegen den gesonderten Warnbereich Oberharz oberhalb von 1.000 Metern und nicht das gesamte Stadtgebiet von Wernigerode.

Auch Osterode am Harz liegt innerhalb des heutigen Landkreises Göttingen. Damit ist die Region von der amtlichen Dauerregenwarnung für den Landkreis und von den zusätzlichen höhenabhängigen Windwarnungen erfasst. Für Osterode selbst liegt keine gesondert bestätigte Temperaturprognose vor.

Zum Vergleich: An der DWD-Station Hannover-Flughafen werden für Sonntag rund 14 Grad, leichter Regen und Sturmböen vorhergesagt. Im Harz unterscheiden sich die Windverhältnisse aufgrund der Höhenlage jedoch erheblich.

Auswirkungen auf Straßen und Brockenbahn

Die amtlichen Warnungen nennen als mögliche Folgen des Dauerregens örtliche Wasseransammlungen und vereinzelte Überflutungen von Straßen oder Unterführungen. Bei den angekündigten Sturmböen weist der DWD auf herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände hin.

Für die exponierten Gipfellagen des Oberharzes beschreibt die Unwetterwarnung weitergehende Gefahren, darunter umstürzende Bäume, herabfallende größere Gegenstände und mögliche Beeinträchtigungen auf Verkehrswegen.

Eine konkrete sturmbedingte Einstellung der Brockenbahn für Sonntag, 25. Oktober, war auf der offiziellen Seite der Harzer Schmalspurbahnen mit den aktuellen Fahrplanänderungen zunächst nicht veröffentlicht. Dort wurden betriebliche Änderungen für die folgenden Tage aufgeführt. Ob es wegen der angekündigten Orkanböen kurzfristig zu Einschränkungen kommt, war damit zunächst nicht bestätigt.

Zeitumstellung fällt in die Regenwarnung

Eine Besonderheit ist die Zeitumstellung in der Nacht zum Sonntag. Am 25. Oktober werden die Uhren um 03:00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) auf 02:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) zurückgestellt.

Damit beginnt die Dauerregenwarnung für Goslar und Göttingen um 00:00 Uhr MESZ und endet um 12:00 Uhr MEZ. Durch die zusätzliche Stunde umfasst dieses Zeitfenster tatsächlich 13 Stunden.

Die vom DWD genannten Regenmengen für zwölf Stunden beziehen sich auf ein meteorologisches Vorhersageintervall und sind unabhängig von dieser Zeitumstellung zu verstehen.

Wind soll zum Sonntagabend nachlassen

Für den weiteren Sonntag zeichnet der DWD eine langsame Wetterberuhigung beim Wind ab. In Niedersachsen soll dieser am Abend und in der Nacht zum Montag im Binnenland allmählich abklingen.

In Sachsen-Anhalt erwartet der Wetterdienst ebenfalls eine Windabnahme. Auf dem Brocken können in der Nacht zum Montag allerdings weiterhin schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde auftreten.

Die deutschlandweite Wochenvorhersage vom Samstag, 11:00 Uhr, sieht für Montag vor allem an der Küste und auf exponierten Bergen noch einzelne Sturmböen als möglich an. Für Dienstag und Mittwoch konzentrieren sich die darin genannten stärkeren Winderscheinungen auf Küstengebiete.

Für Goslar, Göttingen und das südliche Niedersachsen liegt der Schwerpunkt der angekündigten Wetterlage somit auf der Nacht zum Sonntag und dem Sonntag selbst.

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