Feuer in Bremerhavener Wohnhaus: 18 Menschen in Kliniken

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand in Bremerhaven sind in der Nacht zum Samstag, 12. September 2026, zahlreiche Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt kamen 18 Menschen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren medizinischen Abklärung in Krankenhäuser. Unter ihnen waren auch Kinder. Neun Bewohner mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Angaben über schwere oder lebensgefährliche Verletzungen lagen am Samstagvormittag nicht vor. Die Ursache des Feuers war zunächst ungeklärt.

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Feuerwehr wird gegen Mitternacht zur Hafenstraße gerufen

Die Feuerwehr Bremerhaven wurde gegen Mitternacht zu einem Wohnungsbrand in der Hafenstraße alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Information, dass sich noch mehrere Menschen im Gebäude befinden könnten. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten einige Bewohner das Mehrfamilienhaus bereits selbstständig verlassen. Dabei mussten sie durch einen verrauchten Treppenraum ins Freie gelangen.

Die Feuerwehr leitete unmittelbar die Suche und Rettung von Bewohnern sowie die Brandbekämpfung ein. Das Feuer konnte nach Angaben zum Einsatz schnell lokalisiert und gelöscht werden. Gleichzeitig kümmerten sich Einsatzkräfte um Menschen, die sich noch in dem Gebäude befanden. Über die Drehleiter nahmen Feuerwehrleute Kontakt zu Bewohnern auf, die zunächst in ihren Wohnungen blieben. Insgesamt neun Menschen wurden schließlich mit Hilfe eines sogenannten Fluchtretters aus dem Haus gebracht.

Damit war der Einsatz allerdings noch nicht beendet. Ein wesentlicher Teil der Gefahr ging vom Rauch aus, der sich im Gebäude ausgebreitet hatte. Rauchgase können auch dann gesundheitliche Folgen haben, wenn Menschen keine äußeren Verletzungen aufweisen. Deshalb wurden die Betroffenen vor Ort medizinisch untersucht.

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18 Menschen wegen möglicher Rauchgasvergiftung im Krankenhaus

Wegen der hohen Zahl der Betroffenen löste die Integrierte Regionalleitstelle Unterweser-Elbe einen sogenannten Massenanfall von Verletzten, kurz MANV, aus. Dadurch wurden zusätzliche Rettungsdiensteinheiten zur Einsatzstelle geschickt. Außerdem stand ein Bus bereit, in dem Bewohner vorübergehend untergebracht und betreut werden konnten.

Insgesamt wurden 18 Menschen, darunter Kinder, wegen einer möglichen Rauchgasintoxikation zur weiteren Abklärung in Krankenhäuser gebracht. Die Zahl bedeutet damit nicht automatisch, dass bei allen Betroffenen eine Rauchgasvergiftung tatsächlich diagnostiziert wurde. Bestätigt war zunächst der Verdacht und die daraus folgende medizinische Untersuchung in Kliniken. Angaben zu schweren oder lebensgefährlichen Verletzungen wurden bis zum Samstagvormittag nicht bekannt.

Die zunächst veröffentlichten Informationen enthalten auch keine genaue Aufschlüsselung dazu, wie viele Kinder unter den 18 in Kliniken gebrachten Menschen waren. Ebenso lagen zunächst keine Angaben dazu vor, ob Betroffene bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten.

Rund 40 Feuerwehrkräfte und weitere Rettungskräfte im Einsatz

An der Brandstelle waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven tätig. Hinzu kamen mehrere Kräfte von Hilfsorganisationen und des Rettungsdienstes. Wegen des Umfangs der medizinischen Betreuung waren damit deutlich mehr Einsatzkräfte beteiligt als bei einem gewöhnlichen kleineren Wohnungsbrand.

Während des Einsatzes war die Hafenstraße im Bereich der Brandstelle vollständig gesperrt. Nachdem das Feuer gelöscht worden war, setzte die Feuerwehr einen Druckbelüfter ein, um Rauch aus dem Gebäude zu entfernen. Dabei wird Frischluft mit einem leistungsstarken Lüfter in das Gebäude gedrückt und der Rauch gezielt nach außen geleitet.

Das schnelle Löschen des eigentlichen Brandes bedeutete jedoch nicht, dass das Haus unmittelbar wieder genutzt werden konnte. Vor allem das Treppenhaus wurde stark durch Ruß verunreinigt. Gerade dieser Bereich ist für die sichere Erreichbarkeit der Wohnungen von zentraler Bedeutung.

Bewohner können zunächst nicht in ihre Wohnungen zurück

Die Bewohner konnten nach Abschluss der unmittelbaren Löscharbeiten zunächst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Grund dafür war die starke Rußverschmutzung des Treppenraums. Auch nachdem der Rauch aus dem Gebäude entfernt worden war, blieb der gemeinsame Flucht- und Zugangsweg damit vorerst nicht nutzbar.

Wie lange die Bewohner außerhalb ihrer Wohnungen bleiben müssen, war zunächst nicht bekannt. Angaben darüber, ob einzelne Wohnungen selbst durch Feuer, Rauch oder Löschmaßnahmen beschädigt wurden, lagen zunächst ebenfalls nicht vor. Eine Schadenshöhe war am Samstagvormittag noch nicht beziffert.

Damit hängt eine Rückkehr nicht allein davon ab, dass das Feuer gelöscht ist. Zunächst muss geklärt werden, wann die betroffenen Gebäudebereiche wieder sicher betreten werden können. Eine konkrete Freigabe für die Bewohner war zunächst nicht bekannt.

Polizei ermittelt zur Ursache des Feuers

Die Ursache des Brandes war am Samstagvormittag noch ungeklärt. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Von der Feuerwehr wurden zunächst weder Angaben zum möglichen Auslöser des Feuers noch zur Höhe des entstandenen Sachschadens gemacht.

Gesicherte Hinweise auf eine bestimmte Ursache lagen zunächst nicht vor. Damit ist auch offen, ob ein technischer Defekt, Fahrlässigkeit oder eine andere Ursache zu dem Feuer geführt hat. Entsprechende Feststellungen sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Hinweise auf ein vorsätzliches Geschehen waren zunächst nicht bestätigt.

Der Einsatz in der Hafenstraße zeigt zugleich, weshalb bei Bränden in Mehrfamilienhäusern nicht allein die Flammen entscheidend sind. Rauch kann sich über Treppenhäuser schnell auf weitere Etagen ausbreiten und Bewohner daran hindern, das Gebäude selbstständig zu verlassen. In Bremerhaven mussten deshalb neun Menschen durch die Feuerwehr gerettet werden, während insgesamt 18 Bewohner zur medizinischen Kontrolle in Krankenhäuser kamen.

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