Strahlender Behälter beschäftigt Feuerwehren über Stunden

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Betriebsunfall mit radioaktivem Material hat am Freitag, 11. September 2026, umfangreiche Einsätze in Witten und Herne ausgelöst. In einem Gewerbegebiet an der Stockumer Straße in Witten rückten Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Spezialkräfte an. Parallel beschäftigte der mögliche Kontakt eines Menschen mit dem Material die Feuerwehr in Herne. Bei den untersuchten Personen wurde nach Angaben der Einsatzkräfte keine radioaktive Kontamination festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Feuerwehr Witten nicht.

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Die Feuerwehr Witten war um 14.08 Uhr zu einem gemeldeten Betriebsunfall an der Stockumer Straße alarmiert worden. Bereits in ihrer ersten offiziellen Mitteilung sprach sie von einem größeren Kräfteansatz und erklärte, für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Wegen des umfangreichen Einsatzes übernahm die Freiwillige Feuerwehr währenddessen die Besetzung der Hauptwache und damit einen Teil des regulären Brandschutzes im Stadtgebiet.

Rund 50 Einsatzkräfte untersuchen verdächtigen Behälter

Im Mittelpunkt des Einsatzes stand ein Behälter, der nach Angaben aus dem Einsatz ungefähr die Größe eines Schuhkartons hatte. Messungen ergaben eine radioaktive Strahlung. Nach Angaben, die die Feuerwehr gegenüber regionalen Medien machte, handelte es sich bei dem Material um Cäsium 137. Der Stoff soll im Betrieb im Zusammenhang mit einem sogenannten Prüfstrahler verwendet worden sein. Solche Strahler können beispielsweise dazu dienen, Messgeräte auf ihre Funktionsfähigkeit zu kontrollieren.

Zeitweise waren nach Angaben aus dem Einsatz etwa 50 Feuerwehrkräfte in Witten tätig. Hinzu kamen Polizei, Rettungsdienst, Fachkräfte aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die SEG Umweltschutz und zuständige Fachbehörden. Spezialisten sicherten den betroffenen Bereich. Nach einem Bericht des WDR wurde rund um den Behälter zunächst ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingerichtet. Der Gegenstand wurde anschließend gesichert und in einem geeigneten Schutzbehälter untergebracht.

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Eine großflächige Evakuierung der Bevölkerung wurde von der Feuerwehr nicht gemeldet. Auch eine Gefährdung außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs wurde nicht festgestellt. Angaben über weitergehende Straßensperrungen oder Evakuierungen liegen in den offiziellen Abschlussmeldungen nicht vor. Die Maßnahmen konzentrierten sich auf das betroffene Gewerbegelände und den dort aufgefundenen Behälter.

Drei Beschäftigte ohne festgestellte Kontamination

Drei Betriebsangehörige wurden vorsorglich auf eine mögliche Kontamination untersucht. Am frühen Abend teilte die Feuerwehr Witten mit, dass bei keinem von ihnen eine Kontamination festgestellt worden sei. Zu diesem Zeitpunkt war der betreffende Stoff bereits identifiziert und eine zuständige Landesbehörde in die Maßnahmen eingebunden.

Damit bestätigte sich eine der zunächst größten Sorgen des Einsatzes nicht. Eine radioaktive Substanz in Witten war zwar tatsächlich vorhanden und musste fachgerecht gesichert werden, bei den untersuchten Beschäftigten ließ sich jedoch keine Verunreinigung mit radioaktivem Material nachweisen. Die Feuerwehr erklärte während des gesamten Einsatzes, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe.

Parallel dazu gab es einen Einsatz in Herne. Nach Angaben des WDR hatte sich dort gegen 13.30 Uhr eine Person mit Übelkeit gemeldet, die zuvor möglicherweise Kontakt zu dem Material aus dem Wittener Betrieb gehabt hatte. Daraufhin wurde ein ABC-Einsatz ausgelöst. Bei der späteren Untersuchung wurde auch bei dieser Person keine radioaktive Kontamination festgestellt. Ein genauer Einsatzort in Herne wurde in den vorliegenden offiziellen Angaben nicht veröffentlicht.

Einsatz dauert bis in den späten Abend

Noch um 18.27 Uhr liefen die Maßnahmen in Witten weiter. Zu diesem Zeitpunkt konnte die Feuerwehr die voraussichtliche Dauer noch nicht nennen. Erst am späten Abend folgte die Abschlussmeldung. Um 22.16 Uhr erklärte die Feuerwehr, dass sämtliche Maßnahmen beendet seien und die beteiligten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen hätten. Damit hatte der Einsatz in Witten rund acht Stunden nach der Alarmierung geendet.

Der Behälter wurde nach Angaben der Feuerwehr von der zuständigen Behörde sichergestellt und zur weiteren Untersuchung in ein Labor gebracht. An dem Einsatz waren neben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst auch Unterstützungskräfte aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die SEG Umweltschutz sowie eine Landesbehörde beteiligt. Die abschließende Mitteilung bekräftigte erneut, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Ursache des Betriebsunfalls weiter offen

Wie es dazu kam, dass der radioaktive Stoff beziehungsweise der damit verbundene Behälter den Einsatz auslöste, war bis Samstagvormittag nicht abschließend geklärt. Zu möglichen weiteren Ermittlungsschritten machte die Feuerwehr keine Angaben. Der sichergestellte Gegenstand soll zunächst fachlich untersucht werden.

Auch zur Frage, ob technische Probleme, ein Defekt am Behälter oder ein anderer Vorgang zu dem Betriebsunfall führten, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Ebenso ist nicht behördlich abschließend veröffentlicht, welche Strahlenwerte unmittelbar am Behälter gemessen wurden. Fest steht dagegen, dass Messungen eine Strahlung ergeben hatten und deshalb umfangreiche Schutzmaßnahmen erforderlich waren. Bei den kontrollierten Menschen wurde keine Kontamination festgestellt.

Damit konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen nun auf den sichergestellten Behälter und die genaue Ursache des Vorfalls. Der Feuerwehreinsatz selbst ist beendet. Eine akute Gefahr für Anwohner oder andere Teile der Bevölkerung bestand nach dem abschließenden Stand der Feuerwehr nicht.

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