
In einem Entsorgungsbetrieb im sächsischen Bischofswerda ist in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, ein Großbrand ausgebrochen. Auf dem Gelände am Drebnitzer Weg geriet gelagerter Elektroschrott in Flammen. Zeitweise waren nach Polizeiangaben zwischen 150 und 200 Einsatzkräfte beteiligt. Dichter Rauch führte zu einer Warnung für mehrere Orte im Landkreis Bautzen. Am Sonntagmorgen war das Feuer unter Kontrolle. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Der Einsatz begann am späten Samstagabend. Gegen 23.40 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren aus Bischofswerda und Geißmannsdorf alarmiert. Anwohner hatten eine starke Rauchentwicklung und einen Brand im Gewerbegebiet gemeldet. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits mehrere Meter hoch. Die Leitstelle erhöhte daraufhin die Alarmstufe. Weitere Feuerwehren aus der Stadt und benachbarten Gemeinden rückten an.
Betroffen war ein Entsorgungsbetrieb, auf dessen Gelände größere Mengen Elektroaltmaterial lagerten. Eine Fläche mit Elektroschrott stand in Brand. Angaben dazu, wie viel Material betroffen war oder welche einzelnen Gerätearten sich darunter befanden, lagen zunächst nicht vor. Auch zum Umfang möglicher Schäden an Gebäuden oder technischen Anlagen gab es bis zum Sonntagvormittag keine bestätigten Zahlen.
Neben den Feuerwehren waren das Technische Hilfswerk (THW), der Rettungsdienst und die Polizei beteiligt. Auch eine Drohnenstaffel sowie eine Räumgruppe des THW kamen zum Einsatz.
Eine besondere Herausforderung war das Ablöschen des gelagerten Elektroschrotts. Das Material musste mit Maschinen auseinandergezogen werden, damit die Feuerwehr weitere Brandstellen erreichen konnte. Anschließend wurde der Schrott auf einer gesonderten Fläche nach und nach abgelöscht.
Für die Wasserversorgung nutzten die Einsatzkräfte mehrere Entnahmestellen. Im Verlauf der Nacht wurde zusätzlich ein Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen eingerichtet. Die Brandbekämpfung dauerte über Stunden. Noch am Sonntagmorgen liefen Restlöscharbeiten.
Die starke Rauchentwicklung blieb nicht auf das unmittelbare Betriebsgelände begrenzt. Die Integrierte Regionalleitstelle Ostsachsen verbreitete am Sonntag um 00.33 Uhr eine Warnung. Sie betraf Bischofswerda sowie die Bereiche Geißmannsdorf, Burkau und Elstra.
In unmittelbarer Nähe des Brandorts kam es zu erheblicher Rauchentwicklung. Für die umliegenden Ortschaften wurde eine erhöhte Geruchsbelästigung gemeldet. Die Behörden empfahlen, das betroffene Gebiet zu meiden, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten und Belüftungsanlagen auszuschalten.
Die Warnung wurde mit der Gefahrenstufe gering ausgegeben. Um 07.22 Uhr veröffentlichte die Leitstelle eine Entwarnung zur zuvor gemeldeten Geruchsbelästigung.
Zu möglichen Schadstoffmessungen oder gesundheitlichen Auswirkungen auf Anwohner lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Damit blieb offen, ob die Rauchentwicklung außerhalb des Betriebsgeländes über die gemeldete Geruchsbelästigung hinaus weitere Folgen hatte.
Nach Angaben der Polizei gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Verletzte wurden zunächst nicht bekannt. Trotz dieser vergleichsweise günstigen Bilanz erforderte der Brand einen umfangreichen Einsatz zahlreicher Organisationen.
Im Laufe der Nacht wurden weitere Feuerwehren und technische Unterstützung nachalarmiert. Zwischenzeitlich befanden sich nach Polizeiangaben insgesamt 150 bis 200 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren neben den örtlichen Feuerwehren auch Einheiten aus mehreren umliegenden Gemeinden.
Die Restlöscharbeiten am Sonntagmorgen zeigten, dass die Brandbekämpfung mit dem Eindämmen der offenen Flammen noch nicht abgeschlossen war. Angaben zum endgültigen Einsatzende lagen zunächst nicht vor.
Warum der Elektroschrott in Brand geriet, war am Sonntagvormittag nicht geklärt. Die Polizei hatte zunächst keine konkrete Ursache bestätigt. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden.
Grundsätzlich stellen Brände in der Entsorgungsbranche ein bekanntes Risiko dar. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass insbesondere falsch entsorgte Batterien und batteriehaltige Elektrogeräte Brände in Abfallanlagen auslösen können. Lithiumhaltige Akkus können unter bestimmten Umständen Feuer fangen, beispielsweise wenn sie beschädigt werden.
Deshalb müssen Elektroaltgeräte getrennt vom Hausmüll gesammelt werden. Batterien und Akkus sollen, soweit sie sich ohne Beschädigung entfernen lassen, vor der Rückgabe eines Altgeräts gesondert abgegeben werden. Die getrennte Erfassung soll unter anderem Risiken bei Transport, Lagerung und Verarbeitung vermindern.
Ein Zusammenhang zwischen solchen Akkus und dem Feuer in Bischofswerda ist allerdings nicht bestätigt. Welcher konkrete Vorgang den Brand auslöste, blieb zunächst offen.
Fest steht, dass der Großbrand zahlreiche Einsatzkräfte über Nacht beschäftigte und zeitweise Auswirkungen auf mehrere Orte im Landkreis Bautzen hatte. Während die Warnung für die Bevölkerung am Sonntagmorgen aufgehoben wurde, waren die endgültige Schadenshöhe und die Brandursache zunächst weiterhin unbekannt.
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