
Ein Brand in einer elektrischen Anlage an der GraftTherme in Delmenhorst hat am Donnerstagmorgen, 27. August 2026, einen größeren Einsatz ausgelöst. Das Schwimmbad wurde vorübergehend evakuiert. Gleichzeitig kam es im Stadtgebiet zu Stromproblemen und Ausfällen von Ampelanlagen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte ein technischer Defekt den Brand verursacht haben. Der Sachschaden wird derzeit auf etwa 70.000 Euro geschätzt.
Der Vorfall begann gegen 8.45 Uhr. Nach Angaben der Polizei erhielt der technische Leiter der GraftTherme einen Alarm aus dem Bereich des Mittelspannungsanlagenraums. Bei der anschließenden Kontrolle stellte er fest, dass einer der dortigen Transformatoren Feuer gefangen hatte. Zudem hatte sich Rauch gebildet.
Die alarmierte Feuerwehr fand offene Flammen im Bereich des Transformators vor. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer mit Kohlendioxid. Nach Polizeiangaben war die Feuerwehr Delmenhorst mit sechs Einsatzkräften vor Ort.
Der Brand ereignete sich damit nicht in einem Schwimmbecken, einer Sauna oder einem für Badegäste vorgesehenen Bereich. Betroffen war die elektrische Infrastruktur für die Versorgung des Bades. Der Betreiber des Trafohauses gab gegenüber der Polizei an, dass eine Schaltanlage in Brand geraten sei, die für die Stromversorgung der GraftTherme zuständig ist.
Während des Einsatzes musste das Schwimmbad vorübergehend geräumt werden. Wie viele Menschen die GraftTherme zu diesem Zeitpunkt verlassen mussten, geht aus der Mitteilung der Polizei nicht hervor. Eine belastbare Zahl der evakuierten Gäste und Beschäftigten lag zunächst nicht vor.
Auch zu Verletzten macht die Polizei in ihrer Einsatzmeldung keine Angaben. Regional wurde berichtet, dass niemand verletzt worden sei. Eine konkrete behördliche Angabe zur Zahl möglicher Verletzter war zunächst nicht veröffentlicht.
Die GraftTherme teilte nach dem Vorfall mit, dass das Bad vorübergehend geschlossen bleibt. Wie lange die Schließung dauern wird, war zunächst offen.
Die Therme befindet sich am Stadtbad 2 in Delmenhorst und umfasst unter anderem Sport-, Sauna-, Wellness- und Erlebnisangebote. Am Donnerstag gelten regulär unterschiedliche Öffnungszeiten für die einzelnen Bereiche. Der Sportbereich öffnet werktags bereits am frühen Morgen.
Die Auswirkungen des Brandes reichten über das Gelände der GraftTherme hinaus. Die Polizei bestätigte, dass im Stadtgebiet Ampelanlagen ausfielen. Diese Störungen waren nach Angaben der Behörde später wieder behoben.
Darüber hinaus kam es zu einem größeren Stromausfall. Nach Angaben von buten un binnen waren rund 2.500 Haushalte zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Unterbrechung wird dort als kurzzeitig beschrieben. Mehrere Ampeln waren ebenfalls ohne Strom.
Eine minutengenaue Dauer des Versorgungsausfalls wurde zunächst nicht öffentlich angegeben. Damit lässt sich derzeit belastbar festhalten, dass Tausende Haushalte betroffen waren und die Versorgung noch am Donnerstag wiederhergestellt wurde. Eine genaue Aufschlüsselung nach Straßen oder Stadtteilen lag zunächst nicht vor.
Die Polizei selbst beziffert die Zahl der betroffenen Haushalte in ihrer Mitteilung nicht. Sie bestätigt ausdrücklich die durch den Brand verursachten Ampelausfälle im Stadtgebiet und deren zwischenzeitliche Behebung.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand deutet nichts auf eine vorsätzliche Brandlegung hin. Die Polizei geht derzeit von einem technischen Defekt als Ursache aus. Dabei handelt es sich um die erste Einschätzung nach dem Einsatz. Weitere Einzelheiten dazu, welches Bauteil versagte oder wodurch der Defekt entstand, wurden zunächst nicht genannt.
Der Schaden wird von der Polizei aktuell mit rund 70.000 Euro angegeben. Ob neben dem unmittelbar beschädigten Trafo und der Schaltanlage weitere technische Einrichtungen in Mitleidenschaft gezogen wurden, war zunächst nicht bekannt. Auch für die Dauer der Schließung der GraftTherme dürfte entscheidend sein, wie schnell die beschädigte Stromversorgung geprüft und gegebenenfalls ersetzt werden kann.
Bereits am Vormittag war zunächst von einem Brand eines größeren Trafos außerhalb des eigentlichen Freizeitbadbereichs die Rede gewesen. Die spätere Polizeimeldung präzisierte den Einsatzort als Trafohaus beziehungsweise Mittelspannungsanlagenraum der GraftTherme. Damit steht fest, dass der Ausgangspunkt des Feuers im Bereich der elektrischen Versorgungstechnik lag.
Für die Bevölkerung außerhalb der GraftTherme waren vor allem die kurzzeitigen Versorgungs- und Verkehrsprobleme spürbar. Die ausgefallenen Ampelanlagen funktionierten nach Polizeiangaben später wieder. Auch der Stromausfall für die nach regionalen Angaben etwa 2.500 betroffenen Haushalte dauerte nur vorübergehend.
Offen blieben am Donnerstagnachmittag vor allem technische Detailfragen zur Ursache des Defekts und zur Wiederaufnahme des Betriebs der Therme. Die bisherige Schadensschätzung von rund 70.000 Euro kann sich im Zuge weiterer Prüfungen noch verändern.
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