Feuer in Naumburg: 14 Verletzte und ein unbewohnbares Haus

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Naumburg (Saale). Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Naumburg im Burgenlandkreis sind in der Nacht zum Freitag, 23. Oktober 2026, nach Angaben der Polizei elf Bewohner und drei Feuerwehrleute verletzt worden. Acht der betroffenen Bewohner mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Auch die drei verletzten Feuerwehrleute kamen zur Behandlung in eine Klinik. Das Wohnhaus kann nach dem Feuer vorerst nicht genutzt werden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

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Elf Bewohner verletzt, acht kommen ins Krankenhaus

Das Feuer entwickelte sich nach den bisherigen Angaben in einem Abstellraum des Gebäudes. Dort soll Müll angezündet worden sein. Anschließend breitete sich Rauch im gesamten Mehrfamilienhaus aus. Wer für die mutmaßliche Brandlegung verantwortlich sein könnte, war am Freitagvormittag nicht bekannt.

Insgesamt wurden elf Hausbewohner verletzt. Für acht von ihnen war eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Für die übrigen drei verletzten Bewohner wurde zunächst kein Kliniktransport gemeldet. Über das Alter der Betroffenen und die Schwere ihrer Verletzungen lagen zunächst keine weiteren gesicherten Angaben vor. Auch war nicht bekannt, wie lange die ins Krankenhaus gebrachten Menschen dort behandelt werden müssen.

Die Zahl der Verletzten umfasst nicht nur die Hausbewohner. Bei dem Einsatz erlitten zusätzlich drei Feuerwehrleute Verletzungen. Sie wurden ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Wie es zu diesen Verletzungen kam, war zunächst offen. Auch zu ihrem Gesundheitszustand gab es am Freitagvormittag keine näheren Angaben.

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Rauch breitet sich im gesamten Wohngebäude aus

Ausgangspunkt des Feuers war den bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht eine Wohnung, sondern ein Abstellraum. Die Rauchentwicklung betraf jedoch das gesamte Gebäude. Damit reichten die Folgen weit über den eigentlichen Brandort hinaus. Das Haus ist nach dem Einsatz unbewohnbar.

Wann die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, war zunächst unklar. Auch Angaben dazu, wie viele Wohnungen betroffen sind und ob Ersatzunterkünfte bereitgestellt wurden, lagen zunächst nicht vor. Offen blieb außerdem, welche Gebäudeteile außer dem Abstellraum durch Flammen, Rauch oder Löschmaßnahmen beschädigt wurden.

Zu Einsatzbeginn, Dauer der Löscharbeiten und Zahl der eingesetzten Feuerwehrkräfte gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die Schadenshöhe konnte am Freitag zunächst ebenfalls nicht beziffert werden.

Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Nach den bislang bekannt gewordenen Ermittlungserkenntnissen geht die Polizei von dem Verdacht aus, dass das Feuer absichtlich verursacht wurde. Demnach sollen bislang unbekannte Personen Müll in einem Abstellraum entzündet haben. Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung geführt. Eine abschließende Klärung der Brandursache war damit am Freitag noch nicht verbunden.

Ob bereits konkrete Tatverdächtige ermittelt wurden, blieb zunächst offen. Auch zu möglichen Hintergründen des Feuers gab es keine gesicherten Informationen. Aus dem Ermittlungsverdacht lässt sich noch keine Schuld einer bestimmten Person ableiten. Hinweise auf ein Motiv wurden bislang nicht veröffentlicht.

Bereits Anfang Oktober ein weiterer Brand in Naumburg

In der Stadt hatte es schon am 6. Oktober 2026 einen größeren Feuerwehreinsatz an einem Mehrfamilienhaus gegeben. Damals war nach Angaben des Polizeireviers Burgenlandkreis gegen 20 Uhr im Keller eines Gebäudes in der Taborer Straße ein Feuer ausgebrochen. Zwei Bewohner wurden leicht verletzt. Ein 70 Jahre alter Hausbewohner verlor mutmaßlich durch Rauchgase das Bewusstsein und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei und Feuerwehr räumten damals den betroffenen Hauseingang und zwei benachbarte Eingänge. Während Bewohner aus den Nachbareingängen noch in der Nacht zurückkehren konnten, wurden die Wohnungen des unmittelbar betroffenen Eingangs zunächst als unbewohnbar eingestuft. Ein Brandortermittler der Polizei untersuchte das Gebäude am folgenden Tag.

Am 8. Oktober wurde bekannt, dass die Ermittler Brandstiftung für wahrscheinlich hielten und einen technischen Defekt nahezu ausschlossen. Der entstandene Sachschaden wurde auf eine sechsstellige Summe geschätzt. Die zunächst betroffenen Wohnungen konnten nach den späteren Angaben wieder genutzt werden.

Dieser frühere Einsatz ist von dem Brand am 23. Oktober zu unterscheiden. Ein Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen ist bislang nicht belegt. Insbesondere lagen keine gesicherten Angaben vor, dass beide Feuer dasselbe Gebäude betrafen oder auf dieselben Personen zurückgingen.

Wohnhaus vorerst nicht nutzbar

Für die Bewohner des aktuell betroffenen Hauses hat das Feuer unmittelbare Folgen. Unabhängig von der noch nicht abschließend geklärten Ursache können sie zunächst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Neben der medizinischen Versorgung der Verletzten stellt sich deshalb auch die Frage nach der weiteren Unterbringung der Betroffenen.

Konkrete Angaben dazu, wo die Bewohner nach dem Feuer untergebracht wurden, lagen zunächst nicht vor. Ebenso war nicht bekannt, welche baulichen Maßnahmen für eine erneute Nutzung des Hauses erforderlich sein könnten. Die Entscheidung über eine mögliche Rückkehr hängt vom Zustand des Gebäudes ab.

Auch die wirtschaftlichen Folgen sind noch offen. Eine Schätzung des Sachschadens lag am Freitagvormittag nicht vor. Die Ermittlungen zur vermuteten Brandlegung dauern an.

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