Feuer in Rehaklinik: 267 Patienten müssen Gebäude verlassen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand in einer Rehaklinik in Dobel im Landkreis Calw sind in der Nacht zum Samstag 267 Patientinnen und Patienten vorübergehend aus dem Gebäude gebracht worden. Zehn Menschen wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Vier Betroffene kamen wegen eingeatmeten Rauchs zur Beobachtung in Krankenhäuser. Ein Patient im Rollstuhl und eine Pflegekraft hatten bereits mit Löschversuchen begonnen, bevor die Feuerwehr den Brand übernahm. Die Ursache des Feuers war zunächst ungeklärt.

Der Brand in Dobel wurde bereits am späten Freitagabend, 2. Oktober, bemerkt. Gegen 23.15 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des SRH Gesundheitszentrums Alarm aus. Damit begann ein mehrstündiger Einsatz, der sich bis zum Morgen des 3. Oktober hinzog. Als die Feuerwehr auf dem Weg zur Klinik war, war nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Calw bereits Rauch zu erkennen.

Klinikpersonal beginnt sofort mit der Evakuierung

Beschäftigte der Fachklinik für Orthopädie und Onkologie hatten noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr damit begonnen, die Patienten aus dem betroffenen Gebäude zu bringen. Insgesamt wurden 267 Menschen evakuiert. Wegen der großen Zahl der zu betreuenden Personen wurden zusätzliche Strukturen des Rettungsdienstes für einen sogenannten Massenanfall von Verletzten und Versorgungsbedürftigen aktiviert. Dazu gehörten auch ein Leitender Notarzt sowie die organisatorische Leitung des Rettungsdienstes.

Feuerwehrkräfte gingen unter Atemschutz in das erste Obergeschoss vor. Der Brandherd lag nach Angaben der Feuerwehr unmittelbar hinter einer Stationstür. Dort stießen die Einsatzkräfte auf einen Patienten im Rollstuhl und eine Pflegekraft, die bereits mit Löscharbeiten begonnen hatten. Nach ergänzenden Angaben einer Feuerwehrsprecherin hatte der Patient den Schlauch einer fest installierten Steigleitung aus der Wandhalterung genommen und damit gegen die Flammen gearbeitet.

Die Feuerwehr setzte anschließend unter anderem eine Wärmebildkamera ein und öffnete Teile der Decke, um den Brand vollständig bekämpfen und den Bereich kontrollieren zu können. Sämtliche 40 Zimmer der betroffenen Station wurden einzeln überprüft.

Zehn Menschen nach dem Brand leicht verletzt

Nach Angaben der Polizei erlitten zehn Menschen leichte Verletzungen. Vier Betroffene wurden nach Angaben der Feuerwehr zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht, weil sie Rauch eingeatmet hatten.

Nach Abschluss der Löscharbeiten kamen die evakuierten Patienten zunächst ins Foyer. Dort wurden sie von Rettungs- und Sanitätskräften registriert und medizinisch untersucht. Eine aktuelle Patientenliste der Klinik erleichterte nach Angaben des Einsatzleiters die Kontrolle, ob alle Betroffenen erfasst waren.

32 Patienten konnten nicht in ihre bisherigen Zimmer zurückkehren. Sie wurden mit einem Bus der Berufsfeuerwehr Pforzheim in andere Einrichtungen des Gesundheitszentrums in Bad Herrenalb und Waldbronn gebracht. Die übrigen Patienten konnten schrittweise wieder in ihre Zimmer zurückkehren.

40 Zimmer nach Feuer vorerst nicht nutzbar

Die unmittelbar betroffene Station bleibt vorläufig geschlossen. Nach Angaben der Feuerwehr sind 40 Zimmer derzeit nicht bewohnbar. Grund ist insbesondere der starke Rauchgeruch in dem Bereich. Die Räume müssen gereinigt werden. Wie lange die Station nicht genutzt werden kann, war zunächst offen.

An dem Einsatz waren zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt. Die Feuerwehr Dobel rückte nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands mit 30 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen an. Aus Bad Herrenalb kamen neun weitere Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen, darunter einer Drehleiter. Der Rettungs- und Sanitätsdienst war mit 21 hauptamtlichen und 33 ehrenamtlichen Kräften sowie 23 Fahrzeugen vor Ort. Insgesamt waren nach dpa-Angaben rund 100 Einsatzkräfte beteiligt. Der Einsatz endete gegen 6.30 Uhr am Samstagmorgen.

Ursache des Feuers in Dobel noch nicht geklärt

Wie das Feuer entstand, war am Samstagnachmittag noch nicht geklärt. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der entstandene Sachschaden wurde von einem Polizeisprecher zunächst auf rund 50.000 Euro geschätzt. Gesicherte Angaben zu einem technischen Defekt oder einer anderen konkreten Ursache lagen zunächst nicht vor.

Damit konzentrieren sich die unmittelbaren Folgen des Brandes vor allem auf den betroffenen Klinikbereich. Ein großer Teil der Patienten konnte nach der Evakuierung wieder in die eigenen Zimmer zurückkehren. Für 32 Menschen war eine Verlegung innerhalb der Einrichtungen des Gesundheitszentrums erforderlich. Die betroffene Station mit ihren 40 Zimmern bleibt zunächst außer Betrieb.

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