19-Jähriger stirbt nach nächtlicher Fahrt durch Braunschweig

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein 19 Jahre alter Autofahrer ist in der Nacht zu Samstag bei einem schweren Verkehrsunfall im Braunschweiger Stadtteil Wenden ums Leben gekommen. Zuvor hatte die Polizei versucht, den nach ihren Angaben alkoholisierten jungen Mann davon abzuhalten, mit seinem Wagen loszufahren. Wenig später kam das Auto von der Straße ab und prallte gegen eine Laterne und mehrere Bäume. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

Der Unfall ereignete sich am Samstag, 3. Oktober 2026, gegen 0.35 Uhr. Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen und einen Gutachter hinzugezogen. Einen konkreten Alkoholwert nannte sie zunächst nicht. Auch dazu, weshalb der 19-Jährige letztlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Zeugen verständigen die Polizei

Ausgangspunkt des Einsatzes waren Hinweise von Zeugen. Sie hatten der Polizei gemeldet, dass ein junger Mann trotz Alkoholisierung mit einem Auto fahren wolle. Als Einsatzkräfte eintrafen, befand er sich bereits in dem Fahrzeug. Die Beamten sprachen ihn dort an, konnten nach Angaben der Polizei jedoch nicht verhindern, dass er anschließend losfuhr.

Eine Polizeistreife folgte dem Wagen unmittelbar. Den Angaben zufolge verloren die Einsatzkräfte allerdings bereits nach kurzer Zeit den Sichtkontakt. Wie groß der Abstand zwischen dem Auto und dem Polizeifahrzeug zu diesem Zeitpunkt war und über welchen Zeitraum die Beamten dem Wagen folgen konnten, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Der NDR berichtete am Samstagnachmittag unter Berufung auf die Polizei, dass es sich bei dem Fahrer um einen 19-Jährigen handelte. Auch die Deutsche Presse-Agentur nannte dieses Alter. Die erste schriftliche Mitteilung der Polizei hatte zunächst lediglich von einem jungen Mann gesprochen.

Auto fährt mit hoher Geschwindigkeit durch Wenden

Nach dem Verlust des Sichtkontakts fuhr der Wagen laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit durch Wenden in Richtung Gifhorner Straße. Im Bereich Aschenkamp geriet das Fahrzeug in den Gegenverkehr. Ein entgegenkommendes Auto musste ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Wer dieses entgegenkommende Fahrzeug steuerte, war zunächst nicht bekannt. Angaben zu möglichen Schäden an dem Wagen oder Verletzten machte die Polizei nicht. Nach ihrer Darstellung konnte ein Zusammenstoß verhindert werden.

Die weitere Fahrt endete an der Kreuzung zur Gifhorner Straße. In einer leichten Linkskurve kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend kollidierte es zunächst mit einer Laterne und danach mit mehreren Bäumen. Das Fahrzeug wurde dabei nach Angaben der Polizei massiv beschädigt.

Fahrer stirbt noch an der Unfallstelle

Bei dem Zusammenstoß wurde der 19-Jährige aus dem Fahrzeug geschleudert. Er starb noch am Unfallort. Hinweise darauf, dass sich weitere Personen in seinem Wagen befanden, enthielt die Polizeimeldung nicht.

Der Verkehrsunfalldienst übernahm die Aufnahme des Unfalls. Zusätzlich wurde ein Gutachter eingeschaltet. Damit sollen die Abläufe und die technischen beziehungsweise fahrdynamischen Umstände des Unfalls genauer untersucht werden. Welche Geschwindigkeit der Wagen unmittelbar vor dem Zusammenstoß hatte, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei sprach lediglich von einer Fahrt mit hoher Geschwindigkeit.

Ebenfalls offen blieb zunächst, ob und in welcher Höhe beim Fahrer später eine Blutalkoholkonzentration festgestellt wurde. Die Polizei bezeichnete ihn in ihrer Mitteilung als alkoholisiert, veröffentlichte jedoch keinen Messwert. Aussagen über das genaue Ausmaß der Alkoholisierung sind damit derzeit nicht möglich.

Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an

Der Fall beschäftigt nun den Verkehrsunfalldienst der Polizei Braunschweig. Zu klären sind insbesondere die Einzelheiten der Fahrt und der genaue Ablauf unmittelbar vor dem Abkommen von der Straße. Weitere Ergebnisse der Untersuchung waren am Samstagnachmittag noch nicht bekannt.

Die Polizei machte zunächst auch keine näheren Angaben dazu, weshalb es den Beamten bei der ersten Ansprache nicht gelang, die Abfahrt des jungen Mannes zu verhindern. Fest steht nach der behördlichen Darstellung lediglich, dass die Einsatzkräfte ihn bereits im Fahrzeug ansprachen, er anschließend losfuhr und die Polizei ihm unmittelbar folgte, bevor sie den Sichtkontakt verlor.

Damit konzentrieren sich die weiteren Ermittlungen vor allem auf den tatsächlichen Fahrtverlauf und die unmittelbaren Umstände des tödlichen Unfalls. Zu möglichen strafrechtlichen Bewertungen oder weiteren Konsequenzen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

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