
Bei einem Unfall am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim sind am Samstagvormittag, 5. September 2026, sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Verkehrspolizei Ansbach waren insgesamt drei Autos an dem Geschehen beteiligt. Zwei Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Ein weiterer beteiligter Autofahrer setzte seine Fahrt fort. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug oder zum Fahrer geben können.
Der Unfall geschah gegen 11.10 Uhr am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim. Nach dem bisherigen Stand wollte ein Autofahrer von der A6 kommend auf die A7 in Richtung Süden auffahren. Dort kam es zu einer seitlichen Berührung mit einem Wagen, der auf der rechten Fahrspur der A7 unterwegs war. In diesem Fahrzeug befanden sich fünf Menschen, darunter zwei Kinder.
Durch die erste Kollision geriet das Auto nach Angaben der Verkehrspolizei auf die linke Fahrspur. Dort stieß es mit einem weiteren Pkw zusammen. Dieser war mit zwei Erwachsenen und einem zweijährigen Kind besetzt.
Die beiden Fahrzeuge gerieten anschließend außer Kontrolle, schleuderten über die Fahrbahn und prallten gegen die Betonleitwand. Beide Autos wurden so stark beschädigt, dass sie an der Unfallstelle liegen blieben. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei auf insgesamt rund 13.000 Euro.
In dem zunächst seitlich getroffenen Fahrzeug wurden der 34 Jahre alte Fahrer und zwei erwachsene Mitfahrer leicht verletzt. Die beiden mitfahrenden Kinder blieben nach Polizeiangaben unverletzt.
In dem zweiten beschädigten Wagen erlitten alle drei Insassen leichte Verletzungen. Zu ihnen gehörte auch das zweijährige Kind. Damit wurden bei dem Unfall insgesamt fünf Erwachsene und ein Kind verletzt. Hinweise auf Schwerverletzte lagen nach den veröffentlichten Angaben nicht vor. Mehrere Rettungswagen brachten die Betroffenen zur weiteren Versorgung in umliegende Krankenhäuser.
Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren aus Wörnitz und Schillingsfürst sowie das Technische Hilfswerk Feuchtwangen im Einsatz. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle und unterstützten bei den Arbeiten auf der Autobahn.
Der Fahrer des Autos, das nach dem bisherigen Ermittlungsstand an der ersten Kollision beteiligt war, hielt anschließend nicht an. Die Verkehrspolizei Ansbach ermittelt deshalb unter anderem wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht und der fahrlässigen Körperverletzung. Die Ermittlungen richten sich gegen den bislang nicht näher identifizierten Fahrer. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Bei dem gesuchten Fahrzeug handelt es sich nach Polizeiangaben um einen schwarzen BMW der 3er-Reihe mit Münchner Kennzeichen. Der Wagen soll auf ein Vermietunternehmen zugelassen sein. Nach Angaben von Zeugen soll das Fahrzeug die A7 später an der Anschlussstelle Feuchtwangen-West verlassen haben. Diese Beobachtung ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen.
Weitere gesicherte Angaben zur Person am Steuer lagen zunächst nicht vor. Auch zu möglichen Gründen für die Weiterfahrt gab es keine behördlich bestätigten Informationen. Über besondere Fahndungsmaßnahmen oder einen größeren Sucheinsatz machte die Polizei in den bislang veröffentlichten Angaben keine näheren Angaben.
Der Unfall führte zu erheblichen Behinderungen auf der A7 in Fahrtrichtung Ulm. Nach Angaben aus dem Polizeibericht war die Autobahn rund zwei Stunden lang nur einspurig befahrbar. Verkehrsmeldungen erfassten kurz nach dem Unfall blockierte Fahrstreifen zwischen dem Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim und der Anschlussstelle Feuchtwangen-West. Zeitweise waren der linke und der mittlere Fahrstreifen betroffen.
Eine spätere Verkehrsmeldung führte noch Einschränkungen am Beschleunigungsstreifen auf. Gegen 13.13 Uhr wurde die Unfallstelle in den Verkehrsdaten als geräumt gemeldet. Eine verlässlich bestätigte maximale Staulänge wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Das Autobahnkreuz verbindet südwestlich von Feuchtwangen die A6 zwischen Nürnberg und Heilbronn mit der wichtigen Nord-Süd-Verbindung A7. Entsprechend können Fahrstreifensperrungen in diesem Bereich auch außerhalb des Berufsverkehrs rasch zu Behinderungen führen.
Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an. Von besonderem Interesse sind Beobachtungen zu dem schwarzen BMW sowie zur Weiterfahrt des Fahrzeugs nach der Kollision. Die Polizei bittet Personen, die den Unfall selbst gesehen haben oder Angaben zu dem gesuchten Fahrzeug machen können, sich bei der Verkehrspolizei Ansbach zu melden. Hinweise nimmt die Dienststelle unter der Telefonnummer 0981 9094-430 entgegen.
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