Großbrand bei Singen: Hallendach eingestürzt, Feuerwehr im Großeinsatz

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Großbrand in Singen im Landkreis Konstanz ist am Sonntagmorgen (25. Oktober 2026) eine Lagerhalle auf dem Gelände der Reichenauer Gärtnersiedlung schwer beschädigt worden. Das Feuer erfasste eine Halle mit angrenzendem Gewächshaus im Stadtteil Beuren an der Aach. Das Dach ist bereits eingestürzt, der Schaden dürfte nach Einschätzung der Polizei im Millionenbereich liegen. Mehrere Feuerwehren kämpfen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten könnten bis Montag dauern. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

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Feuer in der Reichenauer Gärtnersiedlung ausgebrochen

Der Brand in Singen begann am Sonntag gegen 8:05 Uhr auf dem Gelände des Gemüseanbaubetriebs an der Engener Straße. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz lag die Brandausbruchsstelle im Bereich einer Anlage zur Verbrennung von Altholz. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lagerplatz für Holz.

Die genauen Umstände, unter denen das Feuer entstand, waren zunächst nicht geklärt. Insbesondere stand noch nicht fest, ob ein technischer Defekt oder eine andere Ursache für den Brand verantwortlich war. Die Ermittlungen zur Brandentstehung dauern an.

Die Flammen erfassten eine Lagerhalle und ein angrenzendes Gewächshaus. Bereits am Vormittag entwickelte sich ein ausgedehnter Brand, der einen umfangreichen Feuerwehreinsatz erforderlich machte. Neben Kräften aus Singen wurden Feuerwehren aus mehreren umliegenden Gemeinden hinzugezogen.

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Hallendach eingestürzt, Schaden in Millionenhöhe erwartet

Das Feuer hat erhebliche Schäden an der Lagerhalle verursacht. Nach Angaben eines Polizeisprechers gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ist das Dach des Gebäudes bereits eingestürzt. Die Halle werde voraussichtlich vollständig ausbrennen. Damit zeichnet sich ein erheblicher Verlust an Gebäudesubstanz ab.

Die Polizei rechnet mit einem Sachschaden im Millionenbereich. Eine genauere Summe wurde zunächst nicht genannt. Auch das Ausmaß der Schäden am angrenzenden Gewächshaus ließ sich noch nicht abschließend bestimmen.

Wie stark technische Einrichtungen, eingelagerte Materialien und weitere Teile des Produktionsgeländes betroffen sind, war zunächst ebenfalls unklar. Gesicherte Angaben zu möglichen Auswirkungen auf den laufenden Gemüseanbau lagen nicht vor.

Feuerwehr entnimmt Löschwasser aus der Aach

Die Bekämpfung des Feuers gestaltet sich zeitaufwendig. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit ausreichend Wasser wird die nahe gelegene Aach genutzt. Die Feuerwehr entnimmt dem Fluss Löschwasser, um den Brand auf dem Betriebsgelände zu bekämpfen.

Dafür musste die Kreisstraße 6122 vollständig gesperrt werden. Nach Angaben der Polizei bleibt die Sperrung bis auf Weiteres bestehen. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

Die Feuerwehr stellt sich auf einen längeren Einsatz ein. Bereits am Sonntagvormittag zeichnete sich ab, dass die Arbeiten möglicherweise erst am Montag abgeschlossen werden können. Wann die Kreisstraße wieder freigegeben wird, stand zunächst nicht fest.

Eine genaue Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute wurde zunächst nicht veröffentlicht. Bestätigt ist, dass mehrere Feuerwehren aus Singen und benachbarten Gemeinden an der Brandbekämpfung beteiligt sind.

Dichter Rauch über dem Hegau sichtbar

Der Großbrand führte zu einer weithin sichtbaren Rauchentwicklung. Über dem Gelände in Beuren an der Aach stieg am Sonntagvormittag dichter Rauch auf, der auch aus größerer Entfernung zu erkennen war. Die Rauchwolke war über Teilen des Hegaus sichtbar.

Trotz der erheblichen Rauchentwicklung gab das Polizeipräsidium Konstanz Entwarnung hinsichtlich einer Gefährdung der Bevölkerung. Nach seiner Einschätzung bestand keine Gefahr für die Menschen in der Umgebung.

Das Betriebsgelände liegt außerhalb dichter Wohnbebauung. Meldungen über verletzte Personen gab es zunächst nicht. Ob einzelne Beschäftigte während des Brandausbruchs auf dem Gelände waren, ging aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Zu einer möglichen Schadstoffbelastung durch den Brandrauch wurden zunächst keine konkreten Messwerte veröffentlicht. Die Polizei bestätigte jedoch ausdrücklich, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Reichenauer Gärtnersiedlung gehört zu großen Gemüseproduzenten

Die Reichenauer Gärtnersiedlung in Singen-Beuren ist ein bedeutender Standort für den Gemüseanbau im Süden Baden-Württembergs. Auf rund 13 Hektar Gewächshausfläche werden unter anderem Paprika und Auberginen angebaut. Das Gelände zählt damit zu den größeren Gewächshausanlagen der Region.

Die Produktionsstätte entstand, weil auf der Bodenseeinsel Reichenau nicht genügend Fläche für den großflächigen Gewächshausanbau zur Verfügung stand. Das Gemüse wird deshalb auf dem Festland im Hegau angebaut. Nach eigenen Angaben wurden an dem Standort 60 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen.

Für die Beheizung der Gewächshäuser setzt die Gärtnersiedlung auf verschiedene Energiequellen. Dazu gehört eine Anlage zur Verbrennung von Altholz, die nach Unternehmensangaben seit Mitte 2023 betrieben wird. Sie liefert Wärme für die Gemüseproduktion.

Gerade diese technische Infrastruktur rückt durch den Brand in den Mittelpunkt. Die Polizei verortet den Brandausbruch im Bereich der Altholzverbrennungsanlage und eines benachbarten Holzlagers. Daraus ergibt sich allerdings noch keine gesicherte Aussage darüber, wodurch das Feuer ausgelöst wurde.

Brandursache weiterhin unklar

Die Ermittlungen zur Brandursache stehen noch am Anfang. Die Polizei konnte zunächst lediglich den Bereich eingrenzen, in dem das Feuer ausgebrochen war. Ob eine technische Störung, ein anderer betrieblicher Vorgang oder eine bislang unbekannte Ursache dahintersteckt, blieb offen.

Auch zur wirtschaftlichen Bedeutung des Schadens für die betroffenen Gärtnereibetriebe gab es zunächst keine konkreten Angaben. Fest steht, dass der Brand einen erheblichen Teil der baulichen und technischen Infrastruktur des Gemüsebetriebs getroffen hat.

Im Mittelpunkt des Einsatzes stehen weiterhin die Löscharbeiten auf dem Gelände an der Engener Straße. Die Polizei rechnet mit einem Millionenschaden, während die Feuerwehren die Brandbekämpfung fortsetzen. Bis zur vollständigen Sicherung der Einsatzstelle bleibt die Lage für die Einsatzkräfte aufwendig. Wann sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein werden, war am Sonntagmittag noch nicht bekannt.

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