
In einem Waldstück bei Braubach ist am Dienstagnachmittag ein brennender metallischer Gegenstand entdeckt worden. Die Meldung führte zu einem größeren Einsatz, weil zunächst unklar war, worum es sich handelte. Wie die Polizei mitteilt, konnte die Feuerwehr den dosenähnlichen Behälter nicht einfach löschen. Der Gegenstand fing immer wieder Feuer und entwickelte Rauch. Wegen der ungewöhnlichen Lage bestand früh der Verdacht, dass es sich um ein altes Kampfmittel handeln könnte. Später bestätigte sich, dass tatsächlich eine Phosphorhandgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden war.
Zur Klärung der Lage wurde der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen. Nach dessen Prüfung stand fest, dass es sich um eine amerikanische Phosphorhandgranate handelte. Nach Angaben der Polizei wurden solche Granaten im Zweiten Weltkrieg als Nebenwaffen eingesetzt. Der Fund erklärte auch, warum der Gegenstand trotz der Löschversuche immer wieder aufflammte. Für die Einsatzkräfte war deshalb zunächst besondere Vorsicht geboten, bis eindeutig feststand, wie gefährlich die Situation vor Ort war und wie der Fund gesichert werden konnte.
Nach der Identifizierung konnte die Weltkriegsgranate aus Braubach schließlich sicher abtransportiert werden. Eine Beeinträchtigung der Umwelt entstand nach Polizeiangaben nicht. Als mögliche Ursache gilt der schlechte Zustand des Kampfmittels. Vermutlich hatte die Verwitterung dazu geführt, dass Sauerstoff an den enthaltenen Stoff gelangen konnte und die Granate dadurch selbstständig reagierte. Der Einsatz endete damit ohne weitere Folgen, zeigte aber erneut, dass auch Jahrzehnte nach dem Krieg noch gefährliche Altlasten in Wäldern und im Boden auftauchen können.
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