
Ein 16-jähriger Radfahrer ist fünf Tage nach einem schweren Busunfall in Mönchengladbach an seinen Verletzungen gestorben. Der Jugendliche war am Freitagmorgen mit einem Linienbus kollidiert und unter das Fahrzeug geraten. Am Mittwoch starb er in einer Universitätsklinik. Wie genau es zu dem Zusammenstoß kam, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am Freitag, 18. September 2026, gegen 7.35 Uhr im Bereich der Theodor-Heuss-Straße und der Hofstraße in Mönchengladbach. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren sowohl der Linienbus als auch der 16-jährige Fahrradfahrer auf der Theodor-Heuss-Straße in Richtung Rheydt unterwegs.
An der Kreuzung zur Hofstraße bog der Bus nach rechts ab. Dabei kam es zur Kollision mit dem Jugendlichen. Der 16-Jährige geriet zusammen mit seinem Fahrrad unter den Bus. Weshalb es zu dem Zusammenstoß kam, war auch mehrere Tage nach dem Unfall nicht geklärt. Die Polizei macht bislang keine Angaben dazu, wie sich Bus und Fahrrad unmittelbar vor der Kollision zueinander befanden oder welcher Verkehrsteilnehmer möglicherweise ein Signal, eine Vorfahrtregelung oder einen anderen Umstand übersehen haben könnte.
Eine frühere Darstellung des WDR, wonach der Busfahrer den Jugendlichen offenbar übersehen habe, geht über die bislang veröffentlichten Angaben der Polizei hinaus. Behördlich bestätigt ist lediglich, dass der Bus nach rechts abbog und es dabei aus bislang ungeklärter Ursache zur Kollision kam.
Nach dem Zusammenstoß waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Der Jugendliche befand sich unter dem Linienbus. Die Feuerwehr setzte Hebekissen ein, um das Fahrzeug anzuheben und den 16-Jährigen technisch zu retten. Anschließend wurde er medizinisch erstversorgt und zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Von dort erfolgte der Transport mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik.
Am Tag des Unfalls hatte die Polizei zunächst mitgeteilt, dass der Jugendliche schwer verletzt worden sei, zu diesem Zeitpunkt aber keine Lebensgefahr bestehe. Die Einsatzkräfte kümmerten sich auch um den Busfahrer und mehrere Fahrgäste, die den Unfall beobachtet hatten. Sie wurden durch den Rettungsdienst und eine Notfallseelsorgerin betreut und konnten den Einsatzort später selbstständig verlassen.
Für die Unfallaufnahme wurde ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam aus Düsseldorf nach Mönchengladbach gerufen. Der Kreuzungsbereich an der Theodor-Heuss-Straße und Hofstraße wurde während des Einsatzes weiträumig gesperrt. Dadurch kam es zeitweise zu Behinderungen im Straßenverkehr.
Am Mittwoch, 23. September, teilte die Polizei schließlich mit, dass der 16-Jährige in einer Universitätsklinik an den Folgen des Verkehrsunfalls gestorben sei. Zwischen dem Zusammenstoß am Freitagmorgen und seinem Tod lagen fünf Tage. Weitere Angaben zum medizinischen Verlauf veröffentlichte die Polizei in ihrer Nachtragsmeldung nicht.
Damit hat der zunächst als schwerer Verkehrsunfall eingestufte Zusammenstoß einen tödlichen Ausgang genommen. Persönliche Angaben zu dem Jugendlichen wurden von den Behörden nicht veröffentlicht.
Auch nach dem Tod des 16-Jährigen dauern die Ermittlungen zur Unfallursache an. Die Polizei hat bislang keine abschließenden Erkenntnisse dazu veröffentlicht, warum Bus und Fahrrad im Kreuzungsbereich zusammenstießen. Ebenso wurden bislang keine Angaben zu möglichen strafrechtlichen Ermittlungen oder einem konkreten Fehlverhalten eines Beteiligten gemacht.
Fest steht nach den bisherigen Ermittlungen nur der grundlegende Ablauf: Bus und Fahrradfahrer waren auf derselben Straße in Richtung Rheydt unterwegs. Der Linienbus bog an der Hofstraße nach rechts ab. Dabei kollidierte er mit dem 16-Jährigen, der anschließend unter das Fahrzeug geriet. Die genaue Rekonstruktion des Geschehens ist noch nicht abgeschlossen.
Für solche schweren Verkehrsunfälle können spezialisierte Aufnahmeteams eingesetzt werden, die unter anderem Spuren am Unfallort dokumentieren und den Ablauf möglichst genau rekonstruieren. Im konkreten Fall unterstützte ein Team aus Düsseldorf die Ermittlungen bereits unmittelbar nach dem Zusammenstoß. Welche Erkenntnisse daraus bislang gewonnen wurden, hat die Polizei nicht öffentlich gemacht.
Der Busunfall in Mönchengladbach bleibt damit Gegenstand laufender Ermittlungen. Eine abschließende Bewertung des Unfallhergangs oder eine Zuordnung der Verantwortung ist auf Grundlage der bislang veröffentlichten Angaben nicht möglich.
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