Caterpillar-Aktie fällt trotz Rekordaufträgen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Maschinenbauer Caterpillar hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr Umsatz und Gewinn erzielt. Auch der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekord. Trotzdem geriet die Aktie am Donnerstag, 29. Oktober 2026, im vorbörslichen US-Handel erheblich unter Druck. Anleger reagierten auf die unveränderte Jahresprognose und hohe Erwartungen an das Geschäft mit Energieanlagen.

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Caterpillar steigert Umsatz um 17 Prozent

Der Konzern erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von 20,68 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber den 17,64 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg von 2,30 Milliarden auf 3,29 Milliarden Dollar.

Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 4,88 auf 7,13 Dollar. Bereinigt um Restrukturierungskosten erreichte er 7,20 Dollar nach 4,95 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die operative Gewinnmarge stieg von 17,3 auf 20,4 Prozent. Caterpillar profitierte insbesondere von höheren Verkaufsmengen und verbesserten Verkaufspreisen.

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Energiegeschäft profitiert von Rechenzentren

Besonders kräftig entwickelte sich das Geschäft mit Energieanlagen. Im Segment Power & Energy stiegen die Erlöse um 18 Prozent auf 8,78 Milliarden Dollar. Caterpillar profitiert hier unter anderem von der Nachfrage nach Stromgeneratoren und Turbinen für Rechenzentren.

Auch die klassischen Maschinenbereiche legten zu. Das Geschäft mit Baumaschinen steigerte seinen Umsatz um 18 Prozent auf 7,98 Milliarden Dollar. Im Bereich Resource Industries, zu dem insbesondere Ausrüstung für die Rohstoffindustrie gehört, erhöhten sich die Erlöse um 15 Prozent auf 4,62 Milliarden Dollar.

Damit verzeichneten alle drei großen Industriesparten ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Auftragsbestand erreicht neuen Rekord

Der Auftragsbestand von Caterpillar erreichte zum Quartalsende rund 78,1 Milliarden Dollar. Das waren etwa 38,2 Milliarden Dollar mehr als ein Jahr zuvor.

Konzernchef Joe Creed verwies bei der Vorlage der Geschäftszahlen auf die starke Nachfrage und den Rekordauftragsbestand. Beides unterstreiche aus seiner Sicht die Widerstandsfähigkeit der Absatzmärkte.

Der hohe Bestand an noch abzuarbeitenden Aufträgen gibt dem Unternehmen eine Grundlage für künftige Umsätze. Zugleich hängt die weitere Entwicklung davon ab, wann die bestellten Maschinen und Energieanlagen ausgeliefert werden.

Jahresprognose bleibt unverändert

Trotz des kräftigen Wachstums hob Caterpillar seine Jahresprognose nicht an. Das Unternehmen rechnet für 2026 weiterhin mit einem Umsatzanstieg im mittleren bis oberen Zehnerprozentbereich.

Die Erwartungen an das Geschäftsjahr waren am Aktienmarkt allerdings hoch. Analysten kalkulierten nach Reuters-Angaben mit einem Umsatzwachstum von rund 18 Prozent.

Hinzu kommen Belastungen durch die US-Handelspolitik. Für das Gesamtjahr erwartet Caterpillar weiterhin Zollkosten von rund 2,2 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal profitierte das operative Ergebnis allerdings auch von Zollerstattungen in Höhe von 128 Millionen Dollar.

Caterpillar-Aktie verliert vorbörslich deutlich

Die Caterpillar-Aktie reagierte trotz der gestiegenen Gewinne mit deutlichen Kursverlusten. Reuters meldete am Donnerstag um 6:37 Uhr US-Ostküstenzeit, entsprechend 11:37 Uhr deutscher Zeit, einen vorbörslichen Rückgang um rund sechs Prozent. In einer auf 12:00 Uhr datierten Veröffentlichung bezifferte Investing.com den Abschlag bereits auf acht Prozent. Die Angaben beziehen sich auf den vorbörslichen US-Handel und können sich während des Handelstags verändern.

Ein möglicher Grund für die negative Reaktion liegt in den hohen Erwartungen der Anleger. Während der bereinigte Gewinn die von mehreren Analystendiensten erfassten Schätzungen übertraf, blieb der Umsatz unter einzelnen Konsensprognosen. Das Wall Street Journal bezifferte die erwarteten Erlöse auf 20,76 Milliarden Dollar.

Außerdem rückte die unveränderte Wachstumsprognose in den Vordergrund. Die Nachfrage nach Anlagen für KI-Rechenzentren hat sich für Caterpillar zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt. Wie lange dieser Investitionsschub anhält, beeinflusst auch die Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung.

Caterpillar zählt zu den bedeutendsten Herstellern von Bau- und Bergbaumaschinen sowie industrieller Energietechnik. Die Quartalsergebnisse liefern deshalb nicht nur Hinweise auf die Lage des Unternehmens, sondern auch auf die Investitionsbereitschaft wichtiger Industriebranchen weltweit.

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