Wunderling-Weilbier schwer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Niedersachsens Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier (SPD) ist bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Wolfenbüttel schwer verletzt worden. Der 63-Jährige saß als Beifahrer in einem Dienstwagen, der am 16. Oktober 2026 mit einem anderen Auto zusammenstieß. Auch der Fahrer des Dienstwagens wurde schwer verletzt. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen bestätigte die Verletzungen am Mittwoch, 28. Oktober. Wunderling-Weilbier konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen. Wann er seine Amtsgeschäfte wieder vollständig aufnehmen kann, ist noch unklar.

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Unfall an Kreuzung bei Wolfenbüttel

Der Unfall ereignete sich am Freitag, 16. Oktober, gegen 7.30 Uhr an der Kreuzung der Landesstraße 633 und der Kreisstraße 148 zwischen Hordorf und Scheppau. Die Unfallstelle liegt nahe der Anschlussstelle Scheppau der Autobahn 39.

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei war der 69 Jahre alte Fahrer eines Audi auf der Kreisstraße 148 aus Richtung Gardessen unterwegs. An der Einmündung zur Landesstraße wollte er nach links abbiegen. Dabei habe er einen von links kommenden Porsche übersehen, dessen 59 Jahre alter Fahrer Vorfahrt hatte.

Die beiden Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich. Bei dem Audi handelte es sich um den Dienstwagen des Staatssekretärs, der auf dem Beifahrersitz saß. Die Polizei untersucht weiterhin die genauen Umstände des Zusammenstoßes. Eine abschließende Feststellung zur Unfallursache lag zunächst nicht vor.

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Drei Menschen bei Zusammenstoß verletzt

Bei der Kollision wurden insgesamt drei Menschen verletzt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums erlitten sowohl Wunderling-Weilbier als auch sein Fahrer schwere Verletzungen. Der Fahrer des beteiligten Porsche wurde nach den ursprünglichen Polizeiangaben leicht verletzt.

In ihrer ersten Mitteilung vom 16. Oktober hatte die Polizei den damaligen Zustand des Staatssekretärs noch anders eingeschätzt. Sie sprach von einem leicht verletzten 63-jährigen Beifahrer, während der Audi-Fahrer bereits als schwer verletzt eingestuft wurde. Das Ministerium bestätigte später jedoch mehrere Knochenbrüche bei Wunderling-Weilbier und damit deutlich schwerere Verletzungen.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde außerdem ein Fahrzeugteil gegen einen unbeteiligten VW geschleudert. An diesem Wagen entstand Sachschaden. Die Polizei schätzte den gesamten Schaden zunächst auf einen hohen fünfstelligen Eurobetrag. Eine genauere Schadenssumme wurde nicht genannt.

Staatssekretär erlitt mehrere Knochenbrüche

Das Wirtschaftsministerium machte am 28. Oktober weitere Angaben zum Gesundheitszustand des Politikers. Demnach erlitt Wunderling-Weilbier unter anderem Knochenbrüche im Bereich der Rippen, des Brustbeins und des Wadenbeins.

Nach Angaben des Ministeriums wurde der Staatssekretär zunächst intensivmedizinisch in einem Braunschweiger Krankenhaus versorgt und anschließend auf einer chirurgischen Station behandelt. Eine Operation sei nicht erforderlich gewesen. Inzwischen habe er die Klinik verlassen und werde ambulant weiter medizinisch betreut.

Wunderling-Weilbier sei ansprechbar und könne sowohl telefonisch als auch schriftlich kommunizieren. Trotz der Entlassung aus dem Krankenhaus sei seine Genesung noch nicht abgeschlossen. Für die vollständige Erholung müsse ausreichend Zeit eingeplant werden.

Feuerwehr befreite eingeklemmten Fahrer

Der Zusammenstoß löste am Unfallmorgen einen größeren Rettungseinsatz aus. Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Hordorf wurden die Einsatzkräfte am 16. Oktober um 7.27 Uhr alarmiert.

An der Unfallstelle stellten die Helfer fest, dass ein Autofahrer im Fußbereich seines Fahrzeugs eingeklemmt war. Um ihn zu befreien, entfernten die Feuerwehrkräfte beide Seitentüren. Anschließend konnte der Verletzte mit einem Rettungsbrett aus dem Wagen gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

An dem Einsatz beteiligten sich die Feuerwehren aus Hordorf, Schandelah, Gardessen und Cremlingen. Außerdem waren drei Rettungswagen, ein Notarztfahrzeug und mehrere Polizeifahrzeuge vor Ort.

Während der Rettungsmaßnahmen musste auch die Autobahnabfahrt im Bereich der Anschlussstelle Scheppau gesperrt werden. Die Feuerwehr Hordorf gab ihre eigene Einsatzdauer mit einer Stunde und 46 Minuten an. Wie lange die Verkehrsbehinderungen insgesamt andauerten, wurde nicht näher mitgeteilt.

Wunderling-Weilbier fällt länger aus

Die Verletzungen haben auch Auswirkungen auf die Arbeit der niedersächsischen Landesregierung. Wunderling-Weilbier kann seine Tätigkeit als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium vorerst nicht im bisherigen Umfang ausüben.

Wie das Ministerium mitteilte, sei mit einer Genesungszeit von mehreren Wochen zu rechnen. Ein konkreter Termin für die vollständige Rückkehr in den Dienst stehe allerdings noch nicht fest.

Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) habe interne Vertretungsregelungen organisiert, damit die Arbeitsfähigkeit des Ministeriums auch während der Abwesenheit des Staatssekretärs gewährleistet bleibe. Die gesundheitliche Erholung Wunderling-Weilbiers habe zunächst Vorrang.

Langjährige Erfahrung in der Landespolitik

Matthias Wunderling-Weilbier gehört seit mehreren Jahren zur Führungsebene der niedersächsischen Landesverwaltung. Seit Mai 2025 ist er Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. Zuvor hatte er von 2020 bis 2025 dieselbe Funktion im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung inne.

Seine politische und administrative Laufbahn begann auf kommunaler Ebene. Von 2006 bis 2011 war er Bürgermeister der Stadt Schöningen, anschließend bis 2014 Landrat des Landkreises Helmstedt. Danach leitete er als Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung den Amtsbezirk Braunschweig.

Als Staatssekretär übernimmt er zentrale Leitungs- und Verwaltungsaufgaben innerhalb des Wirtschaftsministeriums. Die Behörde ist unter anderem für Wirtschafts- und Verkehrspolitik, Infrastruktur sowie Bauangelegenheiten in Niedersachsen zuständig. Mit den angekündigten Vertretungsregelungen sollen diese Aufgaben während seiner Abwesenheit weitergeführt werden.

Unfallursache weiterhin Gegenstand der Ermittlungen

Die Polizei beschäftigt sich weiterhin mit den Umständen des Verkehrsunfalls vom 16. Oktober. Zwar deuteten die ersten Erkenntnisse auf einen Vorfahrtsverstoß beim Linksabbiegen hin. Ob weitere Faktoren zum Zusammenstoß beigetragen haben, war zunächst nicht abschließend geklärt.

Auch über den aktuellen Gesundheitszustand des schwer verletzten Dienstwagenfahrers lagen zunächst keine näheren Angaben vor. Bestätigt ist dagegen, dass Wunderling-Weilbier nach seinem Krankenhausaufenthalt weiterhin medizinisch versorgt wird und seine Arbeit vorerst unterbrechen muss.

Wann der Staatssekretär wieder vollständig in das Wirtschaftsministerium zurückkehren kann, hängt vom weiteren Verlauf seiner Genesung ab. Einen verbindlichen Zeitplan nannte das Ministerium bislang nicht.

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