
Die US-Investorin Cathie Wood hat mit ihrer Investmentgesellschaft ARK Invest mehrere Beteiligungen an Technologieunternehmen verändert. Kurz vor der Veröffentlichung neuer Quartalszahlen von Alphabet, Microsoft und Amazon verkauften ihre Fonds Aktien des Google-Mutterkonzerns. Gleichzeitig hatte ARK seine Position beim Facebook-Konzern Meta ausgebaut. Die Transaktionen fallen in eine wichtige Phase der US-Berichtssaison.
Am Freitag, 23. Oktober 2026, trennte sich ARK Invest von insgesamt 77.167 Alphabet-Aktien. Die Verkäufe verteilten sich auf den ARK Innovation ETF (ARKK) und den ARK Next Generation Internet ETF (ARKW). Der rechnerische Wert der Transaktionen lag bei rund 24,8 Millionen US-Dollar.
Damit verringerte die Investmentgesellschaft ihre Beteiligung an einem der weltweit größten Technologiekonzerne. Alphabet betreibt neben der Google-Suchmaschine unter anderem YouTube und das Cloud-Geschäft Google Cloud.
Weitere Verkäufe betrafen den US-Datenanalysekonzern Palantir. Hier veräußerten die Fonds insgesamt 24.542 Aktien. Auch Beteiligungen an Cloudflare, Shopify und dem Zahlungsdienstleister Circle wurden reduziert.
Die Verkäufe bedeuten allerdings keinen vollständigen Rückzug aus diesen Unternehmen. ARK hielt auch nach den Transaktionen weiterhin Beteiligungen an mehreren der betroffenen Konzerne.
Bereits am Donnerstag, 22. Oktober, hatte ARK Invest insgesamt 38.110 Aktien von Meta Platforms erworben. Die Käufe erfolgten über drei börsengehandelte Fonds der Investmentgesellschaft und hatten einen geschätzten Wert von rund 24,5 Millionen US-Dollar.
Meta hatte einen Tag zuvor seine Quartalsbilanz veröffentlicht. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig belasteten höhere Ausgaben das Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konzern mit Investitionsausgaben zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar. Ein erheblicher Teil der Investitionen steht im Zusammenhang mit dem Ausbau seiner technischen Infrastruktur und der künstlichen Intelligenz.
Neben dem Meta-Zukauf investierte ARK auch in Unternehmen aus dem Biotechnologiesektor. Am Freitag erwarb der auf Genomforschung spezialisierte ARKG-Fonds unter anderem 169.498 Aktien von Freenome. Weitere Zukäufe betrafen Pacific Biosciences und Scribe Therapeutics.
Die Umschichtungen erfolgen unmittelbar vor weiteren wichtigen Terminen der US-Berichtssaison. Am Mittwoch, 28. Oktober, veröffentlichen Alphabet und Microsoft ihre neuen Geschäftszahlen. Amazon folgt am Donnerstag, 29. Oktober.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Entwicklung des Cloud-Geschäfts, die Werbeerlöse bei Google und die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz. Anleger achten darauf, ob die zusätzlichen Ausgaben bereits zu steigenden Umsätzen und Gewinnen führen.
Die Ergebnisse haben über die USA hinaus Bedeutung. Alphabet, Microsoft und Amazon gehören zu den größten börsennotierten Unternehmen der Welt und spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der globalen Technologiebranche.
Cathie Wood ist Gründerin und Chefin der US-Investmentgesellschaft ARK Invest. Ihre Fonds konzentrieren sich auf Unternehmen, deren Geschäftsmodelle von technologischen Entwicklungen profitieren könnten. Dazu gehören künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie und digitale Finanzdienstleistungen.
Anders als bei passiv verwalteten Indexfonds werden die Beteiligungen aktiv verändert. ARK veröffentlicht regelmäßig seine Bestände und informiert über Käufe und Verkäufe. Die Handelsmitteilungen erfassen allerdings nicht sämtliche Veränderungen, etwa Transaktionen im Zusammenhang mit der Ausgabe oder Rücknahme von Fondsanteilen.
Aus den jüngsten Transaktionen ergibt sich damit ein differenziertes Bild: Während ARK bei Alphabet, Palantir und weiteren Unternehmen Beteiligungen reduziert hat, fließt zugleich Kapital in Meta und ausgewählte Biotechnologiewerte. Ob sich diese Umschichtungen für die Fonds auszahlen, hängt von der weiteren Entwicklung der Unternehmen und ihrer Aktienkurse ab.
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