Feuerwehr muss nach Dachstuhlbrand in Barver erneut ausrücken

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Dachstuhlbrand in Barver im niedersächsischen Landkreis Diepholz hat ein Wohnhaus schwer beschädigt und 17 Menschen vorübergehend aus ihren Wohnungen vertrieben. Alle Bewohner blieben unverletzt. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 400.000 Euro geschätzt. Nachdem zahlreiche Feuerwehren am Sonntag, 1. November 2026, mehrere Stunden im Einsatz waren, kam es am frühen Montagmorgen erneut zu Rauchentwicklung. Zwei Ortsfeuerwehren mussten zurück an die Brandstelle. Das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.

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17 Bewohner verlassen das brennende Gebäude unverletzt

Der erste Alarm ging am Sonntag gegen 12.45 Uhr ein. Betroffen war ein Mehrfamilienhaus an der Barnstorfer Straße in Barver. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden dokumentieren den Einsatzbeginn um 12.47 Uhr. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen. Aus dem Dachbereich des Hauses drang dichter Qualm. Die ersten alarmierten Kräfte erhielten deshalb Unterstützung durch weitere Ortsfeuerwehren.

Entscheidend war, dass die Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten. Insgesamt 17 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, darunter nach Angaben aus der örtlichen Einsatzberichterstattung auch Kleinkinder und Senioren. Die Feuerwehr bestätigt, dass niemand verletzt wurde. Die Bewohner kamen zunächst im Dorfgemeinschaftshaus unter. Dort übernahm eine Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes ihre Betreuung und Versorgung.

Rund 100 Einsatzkräfte bekämpfen den Brand

Bei den Löscharbeiten waren nach übereinstimmenden örtlichen Berichten rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Zu den zunächst alarmierten Einheiten gehörten die Feuerwehren aus Barver, Freistatt, Wehrbleck, Hemsloh und Rehden sowie Drehleitereinheiten aus Diepholz und Sulingen. Später rückten weitere Kräfte aus Dickel, Wetschen und Düversbruch nach. Die Feuerwehr setzte mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten ein und stellte die Versorgung mit Löschwasser über mehrere Hydranten sicher.

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Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer sowohl im Gebäude als auch von außen. Auch zwei Drehleitern unterstützten den Einsatz. Die Einsatzkräfte verhinderten zudem, dass sich die Flammen auf benachbarte Gebäude ausbreiteten. Während des Großeinsatzes war die Barnstorfer Straße, die zugleich zur Landesstraße 344 gehört, für den Verkehr gesperrt. Fahrzeuge mussten die Einsatzstelle umfahren.

Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr dauerten die Maßnahmen am Sonntag vier Stunden und 13 Minuten. Damit zog sich der Einsatz bis in den späten Nachmittag. Zwar war das Feuer anschließend unter Kontrolle, doch die Schäden am Wohnhaus waren erheblich.

Erneute Rauchentwicklung am Montag um 4.05 Uhr

In der Nacht zum Montag zeigte sich, dass weitere Löscharbeiten nötig waren. Um 4.05 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Barver und Hemsloh erneut zur Barnstorfer Straße alarmiert. An der Brandstelle war wieder Rauch aufgestiegen. Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz vor und löschten einzelne Glutnester ab. Dieser Einsatz dauerte laut Einsatzprotokoll zwei Stunden und 55 Minuten und endete damit gegen 7 Uhr.

Nach Angaben der Polizei soll ein Hitzestau für das erneute Aufflammen verantwortlich gewesen sein. Das erklärt den zweiten Einsatz, sagt aber noch nichts darüber aus, wodurch der ursprüngliche Brand am Sonntag entstanden war. Hinweise auf weitere Verletzte oder eine Ausbreitung auf andere Häuser gab es im Zusammenhang mit den Nachlöscharbeiten nicht.

Wohnhaus bleibt vorerst unbewohnbar

Für die Betroffenen hatte der Dachstuhlbrand in Barver unmittelbare Folgen, obwohl niemand verletzt wurde. Wegen der erheblichen Schäden können die Bewohner vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Dorfgemeinschaftshaus bot ihnen zunächst einen geschützten Aufenthaltsort. Parallel dazu wurde in Abstimmung mit dem Samtgemeindebürgermeister eine vorübergehende Unterbringung organisiert. Wo die betroffenen Menschen längerfristig wohnen können und wann das Haus wieder genutzt werden kann, war am Montag zunächst nicht bekannt.

Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden nach Angaben des NDR vorläufig auf etwa 400.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine erste Schätzung, nicht um eine abschließende Schadensabrechnung. Auch zur Frage, welche Teile des Hauses repariert werden können und welche Arbeiten dafür erforderlich sind, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Ursache des Dachstuhlbrands noch ungeklärt

Wie das Feuer am Sonntagmittag ausbrach, war weiterhin offen. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine gesicherte Erklärung für den Ausbruch des Brandes lag zunächst nicht vor. Der erneute Einsatz wegen Glutnestern darf deshalb nicht mit der noch ungeklärten Entstehung des ersten Feuers gleichgesetzt werden.

Der Fall verdeutlicht zugleich, dass ein Löscherfolg nicht automatisch das Ende aller Gefahren an einer Brandstelle bedeutet. In Barver waren nach dem stundenlangen Einsatz am Sonntag weitere Arbeiten in den frühen Morgenstunden erforderlich. Für die Bewohner blieb die Lage auch nach Abschluss dieser Arbeiten schwierig: Sie hatten sich unverletzt retten können, konnten jedoch nicht in das schwer beschädigte Haus zurückkehren.

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