
Der deutsche Psychothriller „Das Experiment“ läuft am heutigen Montag, 28. September 2026, im Abendprogramm von arte. Der Sender hat den Beginn für 22:35 Uhr angesetzt. In der aktuellen arte-Programmübersicht folgt bereits gegen 00:30 Uhr die Dokumentation „Von Menschen und Giraffen“. Die zunächst genannte Endzeit von 00:35 Uhr wird damit vom offiziellen Programm nicht bestätigt. arte weist für seine Sendefassung eine Länge von 113 Minuten aus.
Der Film von Regisseur Oliver Hirschbiegel kam 2001 in die deutschen Kinos und entwickelte sich zu einem der bekanntesten deutschen Thriller seiner Zeit. Grundlage ist Mario Giordanos Roman „Black Box“. Die Geschichte greift Motive des Stanford-Prison-Experiments von 1971 auf, geht in ihrer Handlung jedoch erheblich über den historischen Versuch hinaus.
arte bestätigt die TV-Ausstrahlung von „Das Experiment“ für Montag, 28. September 2026, um 22:35 Uhr. Die Programmliste nennt für die Ausstrahlung 113 Minuten. Der nächste Programmpunkt beginnt um 00:30 Uhr. Damit endet der Film nach der aktuellen Planung früher als die teilweise verbreitete Angabe 00:35 Uhr vermuten lässt.
Bei der heutigen Sendung handelt es sich nicht um eine deutsche TV-Erstausstrahlung. filmportal.de verzeichnet die deutsche Fernsehpremiere bereits für den 30. Oktober 2003 bei ProSieben. Sicher ist, dass der mehr als 25 Jahre alte Kinofilm heute erneut im linearen Fernsehen gezeigt wird.
Bei den Jahresangaben existieren unterschiedliche Darstellungen. arte führt das Werk mit dem Produktionsjahr 2000, filmportal.de ordnet es als deutschen Spielfilm 2000/2001 ein. Der deutsche Kinostart erfolgte am 8. März 2001, weshalb der Film üblicherweise als Produktion von 2001 geführt wird.
Im Mittelpunkt steht Tarek Fahd, gespielt von Moritz Bleibtreu. Er nimmt an einer wissenschaftlichen Studie teil, bei der Männer für zwei Wochen in einer künstlichen Gefängnisumgebung entweder die Rolle eines Gefangenen oder die eines Wärters übernehmen sollen. Tarek wird der Gruppe der Gefangenen zugeteilt.
Das Experiment beginnt unter klaren Regeln. Die Wärter sollen für Ordnung sorgen, körperliche Gewalt ist nicht vorgesehen. Doch die Rollenverteilung entwickelt zunehmend eine eigene Dynamik. Konflikte um Autorität, Widerstand und Kontrolle verschärfen sich. Auch Tareks Verhalten trägt dazu bei, dass die Spannungen zwischen den Gruppen zunehmen. Wie der Versuch endet, wird hier nicht vorweggenommen.
Der Film verbindet die Versuchsanordnung mit einer ausgearbeiteten Thrillerhandlung. Gerade deshalb sollte er nicht als filmische Rekonstruktion eines realen psychologischen Experiments verstanden werden.
Das Drehbuch stammt von Mario Giordano, Christoph Darnstädt und Don Bohlinger. Grundlage war Giordanos Roman „Black Box“. Regie führte Oliver Hirschbiegel, für den „Das Experiment“ das Kinodebüt war. Die Kamera verantwortete Rainer Klausmann, den Schnitt Hans Funck.
Als Produktionsunternehmen nennt filmportal.de Typhoon Networks und Fanes Film Produktion. SevenPictures war als Koproduzent beteiligt, außerdem bestand eine Zusammenarbeit mit Senator Film Produktion. arte führt entsprechend Typhoon Film, Fanes Film, Senator Film Produktion und SevenPictures auf.
Die Grundkonstellation geht auf das Stanford-Prison-Experiment von 1971 zurück. Für die Studie wurden 24 Männer ausgewählt und in einem nachgebildeten Gefängnis auf dem Campus der Stanford University als Gefangene und Wärter eingesetzt. Geplant waren zwei Wochen, tatsächlich wurde der Versuch bereits nach sechs Tagen beendet.
Die Interpretation des Experiments ist inzwischen erheblich umstrittener als in den Jahrzehnten unmittelbar danach. Unter anderem wurde kritisiert, dass das Verhalten der Teilnehmer nicht ausschließlich spontan aus ihren Rollen entstanden sei. Philip Zimbardo bestätigte später selbst, dass ein als Gefängnisleiter eingesetzter Mitarbeiter zumindest einen Wärter dazu aufgefordert hatte, sich härter zu verhalten. Auch Fragen zur wissenschaftlichen Methodik und zur Übertragbarkeit der Ergebnisse spielen in der Kritik eine Rolle.
arte weist ebenfalls darauf hin, dass das reale Experiment und seine Ergebnisse wegen methodischer Probleme weiterhin kontrovers diskutiert werden. Der Spielfilm steigert die Situation zudem deutlich über den tatsächlichen Ablauf in Stanford hinaus.
Moritz Bleibtreu spielt Tarek Fahd, Häftling Nummer 77. Christian Berkel ist als Robert Steinhoff, Häftling Nummer 38, zu sehen. Oliver Stokowski übernimmt die Rolle von Günther Schütte, Häftling Nummer 82, Wotan Wilke Möhring spielt Joe Maier, Häftling Nummer 69.
Zu den Wärtern gehört Berus, gespielt von Justus von Dohnányi. Außerdem sind Nicki von Tempelhoff als Kamps, Timo Dierkes als Eckert und Antoine Monot Jr. als Bosch besetzt. Edgar Selge spielt Professor Dr. Klaus Thon, Andrea Sawatzki Dr. Jutta Grimm und Maren Eggert Dora.
filmportal.de nennt für die ursprüngliche Kinofassung eine Länge von 120 Minuten. Eine später digitalisierte Fassung wird dort mit 119 Minuten geführt. Die heutige arte-Fassung ist im Programm dagegen mit 113 Minuten angegeben.
Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft gab „Das Experiment“ am 31. Januar 2001 ab 16 Jahren frei. Der deutsche Kinostart folgte am 8. März 2001.
Nach Angaben von filmportal.de erreichte der Film bis zum dort ausgewiesenen Stand 2016 insgesamt 1.634.607 Kinobesucher in Deutschland. Die zugrunde liegenden Zahlen stammen von der Filmförderungsanstalt.
„Das Experiment“ wurde 2001 mehrfach ausgezeichnet. Beim Deutschen Filmpreis erhielt Moritz Bleibtreu die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller, wobei seine Leistung gemeinsam mit „Im Juli“ gewürdigt wurde. Justus von Dohnányi gewann als bester Nebendarsteller. Uli Hanisch und Andrea Kessler wurden für das Szenenbild ausgezeichnet. Hinzu kam der Publikumspreis als deutscher Kinofilm des Jahres.
Beim Bayerischen Filmpreis gingen zudem der Regiepreis an Oliver Hirschbiegel, der Drehbuchpreis an Mario Giordano, Christoph Darnstädt und Don Bohlinger sowie der Kamerapreis an Rainer Klausmann. filmportal.de verzeichnet außerdem Festivalpreise unter anderem in Montréal, Bergen und Istanbul.
Neun Jahre nach dem deutschen Film entstand in den USA eine Neuverfilmung unter dem Titel „The Experiment“. Regie und Drehbuch übernahm Paul Scheuring. In den zentralen Rollen spielten Adrien Brody und Forest Whitaker. Die Produktion wird ausdrücklich als Remake des deutschen Films von 2001 geführt.
Auch diese Fassung greift die Gefängnisversuch-Konstellation auf, erzählt die Geschichte jedoch mit einer eigenen Figurenzeichnung und einer kürzeren Laufzeit von rund 96 Minuten.
arte führt den Film ab dem 28. September 2026 in seinem Onlineangebot. Auf der aktuell abrufbaren Programmseite ist allerdings kein konkretes Enddatum der Mediathek-Verfügbarkeit angegeben. arte weist zudem darauf hin, dass altersbeschränkte Inhalte aus Jugendschutzgründen tagsüber nur eingeschränkt abrufbar sein können.
Damit ist für heute sowohl die lineare Ausstrahlung um 22:35 Uhr als auch der Beginn der Online-Verfügbarkeit bestätigt.






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