DAX steigt zum Handelsschluss: Deutsche Bank gewinnt, Symrise verliert deutlich

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der deutsche Aktienmarkt hat seine Erholung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, fortgesetzt. Der DAX schloss den Xetra-Handel um 17.30 Uhr laut dpa-AFX mit 25.704,02 Punkten und damit 0,44 Prozent höher als am Vortag. Unterstützung kam von einer freundlicheren Stimmung gegenüber Technologieunternehmen und neuen Quartalszahlen. Während die Deutsche Bank laut dem dpa-AFX-Schlussbericht von 18.05 Uhr zum Xetra-Handelsschluss rund vier Prozent gewann, verlor Symrise mehr als zehn Prozent. Auch die Erwartungen an das Geschäft mit künstlicher Intelligenz prägten den Handel.

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DAX setzt Erholung fort

Der DAX-Handelsschluss am 28. Oktober 2026 bestätigte die Aufwärtsbewegung der beiden vorangegangenen Handelstage. Bereits am Montag und Dienstag hatte der deutsche Leitindex deutlich zugelegt. Am Mittwoch erreichte er zwischenzeitlich seinen höchsten Stand seit fünf Wochen.

Damit rückte der Index wieder näher an das bisherige Jahreshoch heran. Gleichzeitig blieb die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt uneinheitlich. Der MDAX mit mittelgroßen börsennotierten Unternehmen verlor laut dpa-AFX zum Xetra-Handelsschluss um 17.30 Uhr 0,23 Prozent auf 30.425,40 Punkte. Die Angaben stammen aus dem Schlussbericht der Nachrichtenagentur vom 28. Oktober 2026, veröffentlicht um 18.05 Uhr.

Die Kursgewinne konzentrierten sich insbesondere auf ausgewählte Unternehmen aus dem Finanzsektor sowie auf Werte, die von der verbesserten Stimmung gegenüber Technologieinvestitionen profitierten.

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Deutsche Bank profitiert von Rekordgewinn

Zu den auffälligsten Gewinnern im DAX gehörte die Deutsche Bank. Ihre Aktie legte laut dpa-AFX zum Xetra-Handelsschluss am 28. Oktober um 17.30 Uhr rund vier Prozent zu und führte damit die Gewinnerliste des Leitindex an. Die Angabe stammt aus der um 18.05 Uhr veröffentlichten Schlussmeldung. Grundlage waren die am Mittwoch veröffentlichten Geschäftszahlen für das dritte Quartal.

Die Deutsche Bank erzielte nach eigenen Angaben einen Gewinn nach Steuern von rund 1,9 Milliarden Euro. Damit erreichte das Geldhaus zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis auf Quartalsbasis. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um acht Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Die Erträge stiegen um vier Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserten sich mehrere wichtige Kennzahlen. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank inzwischen mit Erträgen von mehr als 33 Milliarden Euro. Zuvor hatte sie einen Wert von rund 33 Milliarden Euro angestrebt.

Allerdings stieg auch die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. Sie erreichte im dritten Quartal 501 Millionen Euro und lag damit neun Prozent über dem Vorquartal.

Symrise verliert trotz Umsatzwachstum

Ein gegensätzliches Bild zeigte sich bei Symrise. Der Hersteller von Duftstoffen, Aromen und weiteren Inhaltsstoffen geriet trotz gestiegener Umsätze erheblich unter Verkaufsdruck.

Die Symrise-Aktie verlor laut dpa-AFX zum Xetra-Handelsschluss am 28. Oktober um 17.30 Uhr mehr als zehn Prozent und war damit der schwächste Wert im DAX. Die Nachrichtenagentur veröffentlichte die entsprechende Schlussmeldung um 18.05 Uhr.

Dabei hatte das Unternehmen für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 5,3 Prozent gemeldet. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 1,31 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresquartal 1,22 Milliarden Euro erreicht worden waren.

Symrise bestätigte zwar seine Jahresprognose. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent. Bei der bereinigten operativen Gewinnmarge rechnet der Konzern jedoch nur noch mit einem Ergebnis in der unteren Hälfte seiner bisherigen Zielspanne von 21,5 bis 22,5 Prozent.

Außerdem geht Symrise davon aus, dass sich das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal abschwächen wird. Die zurückhaltenderen Aussagen zur Profitabilität belasteten die Aktie.

KI-Geschäft stützt Technologiewerte

Neben den deutschen Quartalszahlen beeinflussten auch Entwicklungen aus Asien die Stimmung an den europäischen Börsen.

Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix hatte am Mittwoch neue Rekordzahlen veröffentlicht. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von der hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Speicherchips für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.

Besonders gefragt sind Speichertechnologien mit hoher Bandbreite, die unter anderem in leistungsfähigen KI-Rechenzentren eingesetzt werden. SK Hynix meldete für das dritte Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn.

Diese Entwicklung stärkte die Zuversicht, dass hohe Investitionen in KI-Infrastruktur auch bei den Zulieferunternehmen zu wachsenden Erträgen führen können.

Unter den deutschen Halbleiterwerten zeigte sich Infineon freundlich. Die Aktie lag laut den von der Tagesschau veröffentlichten Börsendaten des Anbieters Infront Financial Technology am 28. Oktober um 17.21 Uhr bei 53,50 Euro und damit 1,73 Prozent über dem Vortagesschluss.

Die stärkere Nachfrage nach KI-Technologie bedeutet allerdings nicht, dass alle Unternehmen der Branche gleichermaßen profitieren. Während spezialisierte Speicherchiphersteller unmittelbar an der Nachfrage nach Rechenzentrumskomponenten beteiligt sind, unterscheiden sich die Absatzmärkte anderer Halbleiterproduzenten erheblich.

US-Notenbank und Technologieberichte im Blick

Auch aus den Vereinigten Staaten standen am Mittwoch wichtige Impulse für die internationalen Finanzmärkte bevor.

Die US-Notenbank Federal Reserve sollte am Abend ihre nächste Zinsentscheidung bekannt geben. Marktteilnehmer erwarteten überwiegend unveränderte Leitzinsen. Die weitere Geldpolitik ist auch für europäische Aktien von Bedeutung, weil Veränderungen der Finanzierungskosten die Bewertung von Unternehmen und die internationalen Kapitalströme beeinflussen können.

Zusätzlich standen die Quartalsberichte der US-Technologiekonzerne Alphabet und Microsoft an. Beide Unternehmen investieren erhebliche Summen in Rechenzentren und KI-Anwendungen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, in welchem Umfang diese Ausgaben bereits zusätzliche Umsätze und Gewinne ermöglichen. Die Geschäftszahlen der großen amerikanischen Technologiekonzerne haben deshalb Bedeutung über den US-Aktienmarkt hinaus.

Berichtssaison führt zu deutlichen Kursunterschieden

Der Handelstag machte deutlich, wie unterschiedlich Anleger auf die laufende Berichtssaison reagieren.

Während die Deutsche Bank mit ihrem Rekordgewinn überzeugte, belasteten bei Symrise vor allem die Aussagen zur künftigen Gewinnmarge den Aktienkurs.

Auch außerhalb des DAX verlief der Mittwoch uneinheitlich. Die im MDAX gelistete Fondsgesellschaft DWS verlor laut dpa-AFX zum Xetra-Handelsschluss am 28. Oktober um 17.30 Uhr rund 1,7 Prozent. Die Angabe stammt aus dem um 18.05 Uhr veröffentlichten Schlussbericht. Ihre Geschäftszahlen hatten die Erwartungen der Analysten bei Erträgen und Gewinn nicht vollständig erfüllt.

Der europäische Aktienmarkt entwickelte sich insgesamt verhaltener als der deutsche Leitindex. Der EuroStoxx 50 beendete den europäischen Handel am 28. Oktober gegen 17.30 Uhr laut dpa-AFX bei 6.167,81 Punkten mit einem geringen Gewinn. Die Nachrichtenagentur bestätigte den Schlussstand in ihrer um 18.03 Uhr veröffentlichten Meldung.

Der DAX konnte seine Erholung damit zwar fortsetzen, doch die deutlichen Unterschiede zwischen den Einzelwerten zeigten zugleich, wie stark konkrete Geschäftsergebnisse und Unternehmensprognosen die Kursentwicklung bestimmten.

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