DAX am Dienstag: Hoher Ölpreis prägt den Morgen in Frankfurt

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Vor dem Handelsstart an der Börse Frankfurt richtet sich der Blick am Dienstag erneut auf den Ölmarkt. Der DAX hatte den Montag mit einem kleinen Minus beendet. Gleichzeitig stehen mehrere deutsche Unternehmen mit neuen Zahlen, Übernahmeplänen und Kapitalmarkttagen im Fokus. Der reguläre Xetra-Handel beginnt um 9 Uhr.

DAX beendet Montag knapp im Minus

Der deutsche Leitindex hatte den Xetra-Handel am Montag bei 25.374,42 Punkten beendet. Das entsprach einem Rückgang von 0,13 Prozent gegenüber dem vorherigen Schlussstand. Quelle: Deutsche Börse, Schlussstand 28. September 2026, 17:50 Uhr. Der MDAX verlor 0,44 Prozent auf 30.895,59 Punkte.

Für Dienstagmorgen lag zum Stand gegen 8:26 Uhr noch kein regulärer Xetra-Eröffnungskurs vor. Die Börse Frankfurt startet den Xetra-Handel planmäßig um 9 Uhr. Damit lassen sich Bewegungen vor diesem Zeitpunkt nicht mit dem offiziellen Handelsstart gleichsetzen.

Ölpreis steigt am Dienstag erneut

Eine der wichtigsten Vorgaben für die europäischen Aktienmärkte kommt erneut vom Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent lag laut Reuters am Dienstag um 5:26 Uhr deutscher Zeit bei 106,77 US-Dollar. Das waren 1,49 Dollar beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als zuvor. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich zu diesem Zeitpunkt um 1,5 Prozent auf 93,94 Dollar je Barrel.

Hintergrund bleiben die Risiken für die Ölversorgung aus dem Nahen Osten. Zwar sind die Rohölexporte wichtiger Produzenten der Region nach vorläufigen Daten zuletzt wieder gestiegen. Der Konflikt zwischen den USA und Iran sowie die Lage rund um die Straße von Hormus halten die Unsicherheit am Energiemarkt jedoch hoch.

Für Aktienmärkte ist die Entwicklung auch deshalb bedeutsam, weil dauerhaft hohe Energiepreise die Inflation beeinflussen und damit Auswirkungen auf die Zinserwartungen haben können.

BASF und Evonik bleiben nach Übernahmevorstoß im Blick

Zu den auffälligen Unternehmensgeschichten gehört weiter eine mögliche Übernahme von Evonik durch BASF. BASF hatte am Freitag offiziell bestätigt, mit Evonik und der RAG-Stiftung Sondierungen über eine mögliche Übernahme zu führen. Das Unternehmen erklärte zugleich, Verlauf und Ausgang seien offen.

Reuters berichtete am Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, Evonik habe ein BASF-Angebot über rund 10,3 Milliarden Euro beziehungsweise etwa 22,15 Euro je Aktie als zu niedrig zurückgewiesen. Evonik und die RAG-Stiftung äußerten sich gegenüber Reuters zu dieser Darstellung nicht. Damit ist die genannte Angebotshöhe nicht von den beteiligten Unternehmen offiziell bestätigt.

Die Evonik-Aktie hatte den Montag laut Reuters bei 19,84 Euro beendet und damit 2,4 Prozent gewonnen. BASF schloss nach dem deutlichen Rückgang vom Freitag am Montag nahezu unverändert. Quelle: Reuters, Kurse zum Handelsschluss am 28. September 2026.

Hornbach meldet höhere Umsätze und höheres Ergebnis

Hornbach gehört am Dienstag ebenfalls zu den Unternehmen mit aktuellen Geschäftszahlen. Der Konzern hatte für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 bereits einen Umsatzanstieg um 7,3 Prozent auf 1,814 Milliarden Euro gemeldet. Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 12,8 Prozent auf 124,6 Millionen Euro.

Für die ersten sechs Monate ergibt sich ein Umsatz von rund 3,816 Milliarden Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT stieg um 4,9 Prozent auf 285,6 Millionen Euro. Hornbach bestätigte seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr. Die endgültigen Halbjahreszahlen werden am Dienstag veröffentlicht.

BMW startet Capital Market Day

Bei BMW beginnt am Dienstag der zweitägige Capital Market Day. Die Veranstaltung ist laut Konzern für den 29. und 30. September angesetzt. Damit rückt der Autobauer ebenfalls in den Fokus des Frankfurter Handels, auch wenn vor Veranstaltungsbeginn noch keine neue Kursreaktion aus dem regulären Xetra-Handel vorliegt.

Unternehmensveranstaltungen dieser Art dienen üblicherweise dazu, Investoren und Analysten über Strategie, Investitionen und längerfristige Unternehmensziele zu informieren. Welche neuen Aussagen BMW am Dienstag veröffentlicht, hängt von den Präsentationen des Konzerns ab.

Konjunkturdaten ergänzen die Börsenagenda

Neben Unternehmensmeldungen stehen am Dienstag mehrere Konjunkturdaten an. In Spanien wurden für 9 Uhr vorläufige Inflationsdaten angekündigt. Um 11 Uhr folgen unter anderem Daten zum Industrievertrauen in der Eurozone. Am Nachmittag werden in den USA der JOLTS-Bericht zum Arbeitsmarkt und das Verbrauchervertrauen des Conference Board erwartet.

Damit treffen am Dienstag mehrere Einflussfaktoren zusammen: ein weiterhin hoher Ölpreis, geopolitische Risiken, neue Unternehmensnachrichten und frische Konjunkturdaten. Wie der DAX darauf im regulären Handel reagiert, zeigt sich erst ab dem Xetra-Start um 9 Uhr.

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