
Beim Deutschen Filmpreis 2026 ist „In die Sonne schauen“ zum großen Gewinner des Abends geworden. Das Drama von Mascha Schilinski erhielt im Palais am Funkturm in Berlin die Goldene Lola als bester Spielfilm und wurde insgesamt zehnmal ausgezeichnet. Damit setzte sich der Film bei der 76. Verleihung des Deutschen Filmpreises deutlich an die Spitze des Jahrgangs.
Neben dem Preis für den besten Spielfilm gewann „In die Sonne schauen“ auch in zentralen Kategorien wie Regie und Drehbuch. Ausgezeichnet wurden außerdem mehrere Gewerke des Films, darunter Kamera, Schnitt, Tongestaltung, Szenenbild, Kostümbild und Maskenbild. Lena Urzendowsky erhielt für ihre Rolle die Lola als beste weibliche Nebenrolle.
In der Hauptkategorie bester Spielfilm ging die Lola in Silber an „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak. Die Lola in Bronze erhielt „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven. Beide Filme gehörten damit zu den prägenden Produktionen der Verleihung.
„Gelbe Briefe“ wurde zudem für die beste Filmmusik ausgezeichnet. „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ erhielt weitere Aufmerksamkeit durch die Auszeichnungen für Senta Berger und Michael Wittenborn, der die Lola als bester männlicher Nebendarsteller gewann.
Senta Berger wurde als beste weibliche Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für ihre Rolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. Für die Schauspielerin war die Ehrung ein besonderer Moment: Sie gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern des deutschsprachigen Films.
Als bester männlicher Hauptdarsteller wurde August Diehl geehrt, der seine Lola für die Rolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“ erhielt.
Der Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises 2026 ging an Wim Wenders. Der Regisseur zählt zu den international bekanntesten deutschen Filmemachern. Seine Arbeiten haben das deutsche Kino seit Jahrzehnten geprägt und international sichtbar gemacht.
Der Ehrenpreis wird beim Deutschen Filmpreis nicht für eine einzelne aktuelle Produktion vergeben, sondern für besondere Verdienste um den deutschen Film. Wenders wurde damit für sein Gesamtwerk geehrt.
Die Lola für den besucherstärksten Film erhielt „Das Kanu des Manitu“ von Michael Bully Herbig. Die Auszeichnung würdigt den Publikumserfolg im Kino und steht neben den künstlerischen Juryentscheidungen als eigene Kategorie.
Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino. Die Preise werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gewählt. Die 76. Verleihung fand im Palais am Funkturm in Berlin statt und wurde von Christian Friedel moderiert.
Mit dem klaren Erfolg von „In die Sonne schauen“ setzte die diesjährige Verleihung ein deutliches Zeichen für ambitioniertes Drama. Die Preisliste zeigte zugleich eine breite Anerkennung unterschiedlicher Produktionen, von politischen Stoffen über Literaturverfilmungen bis zu publikumsstarken Kinofilmen.
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