Der Döner wird teurer und bleibt trotzdem gefragt

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Der Döner gehört zu den beliebtesten Schnellgerichten in Deutschland, doch die Preise haben sich innerhalb weniger Jahre erheblich verändert. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts YouGov stieg der durchschnittlich bezahlte Preis für einen Döner mit Fleisch zwischen 2021 und 2025 um 47 Prozent. Preisvergleiche aus dem Jahr 2026 weisen inzwischen Werte zwischen 7,50 und 8,50 Euro als bundesweite Orientierungsgrößen aus. Gleichzeitig beeinflussen Fleischpreise, Personalkosten und Energieausgaben die Kalkulation der Imbissbetriebe. Trotz der gestiegenen Preise bleibt die Nachfrage hoch.

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Dönerpreise in Deutschland innerhalb von vier Jahren um 47 Prozent gestiegen

Nach Angaben von YouGov kostete ein Döner mit Fleisch im Jahr 2021 durchschnittlich 4,85 Euro. Für 2025 ermittelte das Unternehmen bereits 7,11 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 2,26 Euro beziehungsweise rund 47 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem YouGov Shopper Individualpanel, in dem tatsächliche Einkäufe von Teilnehmern erfasst werden.

Für 2026 liegen unterschiedliche Preisvergleiche vor. Die Plattform doener.io ermittelte im Mai anhand von rund 220 Preisbeobachtungen in 14 Großstädten einen Durchschnittswert von 7,50 Euro. Untersucht wurde ein standardisierter Döner mit Kalbfleisch und Salat. Der GastroRocket-Kompass nennt für Juni 2026 dagegen einen typischen Speisekartenpreis von 8,50 Euro. Grundlage waren nach Angaben des Anbieters 10.646 Speisekarten und Preisvergleiche in 49 Städten.

Die Werte sind nicht unmittelbar vergleichbar. YouGov erfasst bezahlte Einkaufspreise, während die beiden anderen Anbieter eigene Stichproben und Berechnungsverfahren verwenden. Ein repräsentativer bundesweiter Durchschnittspreis speziell für Oktober 2026 lässt sich daraus nicht ableiten.

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Fleisch, Gemüse und Personalkosten beeinflussen die Preise

Ein wesentlicher Kostenfaktor ist Fleisch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren Rind- und Kalbfleisch für Verbraucher im Juli 2026 um 7,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch Gemüse verteuerte sich zuletzt deutlich. Im September lagen die Verbraucherpreise für frisches Gemüse um 12 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Preisentwicklung fällt allerdings je nach Lebensmittel und Betrachtungszeitraum unterschiedlich aus.

Hinzu kommen die Personalkosten. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto je Stunde. Gegenüber 2025 entspricht dies einer Erhöhung um 78 Cent. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro. Für personalintensive Betriebe wie Imbissrestaurants erhöht sich damit insbesondere bei Beschäftigten zum Mindestlohn die Lohnkostenbasis.

Weitere Kosten entstehen durch Mieten, Kühlung, Zubereitung, Verpackungen und Energieversorgung. Allerdings entwickeln sich nicht sämtliche Ausgaben gleichermaßen nach oben. Während die Energiepreise insgesamt im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Prozent stiegen, war Strom für private Verbraucher im selben Zeitraum um 5,5 Prozent günstiger. Welche Energiepreisentwicklung einen einzelnen Imbissbetrieb tatsächlich trifft, hängt unter anderem von seinen Lieferverträgen ab.

Trotz höherer Dönerpreise steigen die Bestellungen

Die deutlich gestiegenen Preise haben die Nachfrage bislang nicht grundsätzlich geschwächt. Nach den YouGov-Zahlen erhöhte sich die Zahl der Dönerbestellungen mit Fleisch zwischen 2021 und 2025 um 15 Prozent. Der gesamte Markt für Außer-Haus-Verpflegung verzeichnete im gleichen Zeitraum lediglich acht Prozent mehr Bestellungen.

Allerdings kauften nicht insgesamt mehr Menschen Döner. Vielmehr sank die Zahl der Käufer laut YouGov um zwei Prozent, während die Kaufhäufigkeit unter den bestehenden Kunden um 17 Prozent zunahm. Der Döner konnte damit seine Stellung als regelmäßig gekauftes Schnellgericht ausbauen.

Nicht jeder Dönerladen erhöht seine Preise

Die Preisentwicklung verläuft nicht überall gleich. In Berlin waren im Frühjahr 2026 nach Angaben des Verbands der Dönerproduzenten Deutschland bei einzelnen Betrieben sogar Preisrückgänge zwischen 50 Cent und einem Euro zu beobachten. Besonders betroffen waren Angebote mit Hähnchenfleisch. Als Gründe nannte der Verband günstigere Einkaufspreise für Geflügel und den intensiven Wettbewerb unter zahlreichen Anbietern. Eine flächendeckende Verbilligung ließ sich daraus nicht ableiten.

Insgesamt bleibt das wirtschaftliche Umfeld für die Gastronomie von steigenden und sinkenden Einzelkosten geprägt. Die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes weisen für September 2026 eine allgemeine Inflationsrate von 3,3 Prozent aus, den höchsten Wert seit Dezember 2023. Lebensmittel verteuerten sich im Jahresvergleich dagegen lediglich um 0,4 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Entwicklung einzelner Gerichte nicht mit der allgemeinen Inflation gleichgesetzt werden kann.

Für Verbraucher bedeutet das weiterhin erhebliche Preisunterschiede zwischen den Betrieben. Ob ein Döner sieben, acht oder mehr Euro kostet, hängt neben den Zutaten auch von Standort, Angebot und betrieblicher Kalkulation ab. Ein bundesweit einheitlicher Dönerpreis existiert nicht.

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