Verdächtige Substanz nahe Drohnenfund bei Wunstorf untersucht

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Nach dem Fund einer Drohne bei Wunstorf haben die Ermittlungen eine neue Dimension erreicht. In der Nähe des Fluggeräts wurde verdächtiges Material entdeckt, bei dem geprüft wird, ob es sich um Sprengstoff handelt. Die kriminaltechnischen Untersuchungen waren am Dienstagabend noch nicht abgeschlossen. Der Fundort liegt rund einen Kilometer vom Bundeswehr Fliegerhorst Wunstorf entfernt.

Verdächtiges Material wenige Meter von Drohne entfernt

Die beschädigte Drohne war bereits vor rund einer Woche in einem bewachsenen Gelände in der Region Hannover gefunden worden. Anschließend suchten Einsatzkräfte das Gebiet nach weiteren Teilen und möglichen Hinweisen auf Herkunft und Nutzung des Fluggeräts ab.

Bei diesen Ermittlungen wurde wenige Meter vom Fundort der Drohne eine verdächtige Substanz entdeckt. Ob das Material tatsächlich Sprengstoff enthält und ob es zur Drohne gehörte, war am Dienstagabend noch nicht abschließend geklärt. Eine gesicherte Bestätigung dafür, dass die Drohne mit Sprengstoff bestückt war, lag zunächst nicht vor.

Die Ermittlungen werden inzwischen vom Bundeskriminalamt im Auftrag des Generalbundesanwalts geführt. Bereits Ende vergangener Woche hatte die Bundesregierung bestätigt, dass der Generalbundesanwalt für den Vorgang zuständig ist.

Ermittler prüfen Parallelen zum Fall Leipzig

Geprüft wird insbesondere ein möglicher Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Die bei Wunstorf gefundene Drohne weist nach bisherigen Erkenntnissen Besonderheiten in ihrer Konstruktion auf. Mindestens ein Bauteil soll mit einem 3D Drucker hergestellt worden sein.

Auch bei dem Fluggerät in Leipzig/Halle waren keine gewöhnlichen handelsüblichen Komponenten verwendet worden. Dort war eine mit Sprengstoff präparierte Drohne sichergestellt worden. Die Bundesregierung ordnet den Leipziger Vorfall Russland zu und bezeichnet ihn als hybriden Angriff. Russland weist eine Beteiligung zurück.

Ob der Fund bei Wunstorf denselben Hintergrund hat, ist bislang nicht geklärt. Ebenso offen ist, wann die Drohne dort niederging. Nach bisherigen Ermittlungen könnte sie bereits längere Zeit am Fundort gelegen haben.

Bundeswehr untersuchte den Fliegerhorst zusätzlich

Der Fliegerhorst Wunstorf zählt zu den wichtigen Lufttransportstandorten der Bundeswehr. Dort ist das Lufttransportgeschwader 62 stationiert. Der Standort ist das zentrale Drehkreuz der deutschen A400M Flotte und damit für den Transport von Personal und Material von Bedeutung.

Nach Bekanntwerden des Drohnenfundes wurde auch die militärische Liegenschaft selbst nochmals überprüft. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ergaben sich dabei keine zusätzlichen Erkenntnisse. Die Drohne war nicht auf dem Gelände des Fliegerhorstes gefunden worden.

Kein belegter Zusammenhang mit Spangdahlem

Am Dienstag sorgte zudem ein zweiter Vorfall an einem Militärflugplatz in Deutschland für Aufmerksamkeit. Auf der US Air Base Spangdahlem in Rheinland Pfalz stürzte gegen 14.30 Uhr eine F 16 Fighting Falcon der US Air Force ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und wurde medizinisch versorgt.

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung waren insgesamt vier F 16 an einer Übung beteiligt. Zwei Maschinen befanden sich auf dem Rückflug nach Spangdahlem, als eine davon verunglückte. Die übrigen Jets landeten anschließend auf der US Air Base Ramstein. Die Ursache des Absturzes wird untersucht.

Ein Zusammenhang zwischen dem Absturz in Spangdahlem und dem Drohnenfund bei Wunstorf war am Dienstagabend nicht bekannt. Bei Wunstorf konzentrieren sich die Ermittlungen bislang vielmehr auf mögliche Verbindungen zum Fall Leipzig/Halle und auf die Frage, welche Bedeutung das nahe der Drohne gefundene Material hat.

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