
Said El Mala steht vor der nächsten wichtigen Etappe seiner Karriere. Bundestrainer Jürgen Klopp hat den Offensivspieler des 1. FC Köln für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Damit rückt zugleich eine besondere Vertragsklausel in den Mittelpunkt. SPOX berichtete am 23. September 2026 über die finanzielle Regelung. Zuvor hatte bereits die Sport Bild über eine erfolgsabhängige Klausel in El Malas neuem Kölner Vertrag berichtet. Danach soll nicht die Nominierung selbst, sondern eine bestimmte Zahl von Einsätzen für die A-Nationalmannschaft einen Bonus für den Spieler auslösen. Wie hoch dieser Bonus ausfallen würde und wie viele Länderspiele dafür notwendig sind, ist nicht bekannt. Der 1. FC Köln hat entsprechende Vertragsdetails nicht öffentlich bestätigt.
Die Nominierung selbst ist offiziell. Der Deutsche Fußball-Bund gab Klopps erstes Aufgebot am 17. September bekannt. Der neue Bundestrainer berief insgesamt 44 Spieler in zwei Gruppen für vier Nations-League-Partien. El Mala gehört zu dem Kader, der nach den Spielen gegen die Niederlande am 24. September und Griechenland am 27. September zum Nationalteam stößt. Für ihn kommen damit zunächst die Begegnungen gegen Serbien am 1. Oktober in München und gegen Griechenland am 4. Oktober in Thessaloniki infrage.
Der 20-Jährige war bereits im November 2025 erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert worden, kam damals aber nicht zum Einsatz. Anschließend spielte er wieder für die U21. Seine erneute Berufung unter Klopp eröffnet ihm nun die Chance auf das erste A-Länderspiel.
Genau daran soll die Vertragsregelung anknüpfen. Nach den bisher veröffentlichten Angaben erhält El Mala bei einer bestimmten Zahl von Einsätzen im DFB-Trikot eine zusätzliche Zahlung. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Ebenso wenig ist bekannt, ob bereits das erste Länderspiel zählt oder mehrere Partien erforderlich sind. Eine Zahlung wird nach den bisher bekannten Angaben erst bei einer bestimmten Zahl von A-Länderspieleinsätzen fällig.
Begünstigter der kolportierten Nationalmannschaftsklausel wäre El Mala selbst. Es handelt sich den Berichten zufolge um einen Bestandteil seines Arbeitsvertrags mit dem 1. FC Köln. Für eine zusätzliche Zahlung an seinen früheren Verein Viktoria Köln aufgrund einer DFB-Nominierung gibt es keine belastbare Grundlage.
Davon zu unterscheiden ist eine frühere Transferregelung zwischen den beiden Kölner Vereinen. Viktoria hatte sich zunächst eine Beteiligung an einem späteren Weiterverkauf El Malas gesichert. Diese Klausel wurde im Frühjahr 2026 nach Berichten des Kölner Stadt-Anzeigers, der Bild und des GEISSBLOGS vom 1. FC Köln abgelöst. Der GEISSBLOG bezifferte die Zahlung damals auf zwei Millionen Euro und die vorherige Beteiligung auf zehn Prozent eines möglichen Transfergewinns. Diese Vereinbarung steht nicht mit El Malas Nationalmannschaftseinsätzen in Verbindung.
Köln besitzt bei El Mala langfristige Planungssicherheit. Der FC verlängerte den Vertrag des Offensivspielers am 20. August 2026 vorzeitig bis 2031. Bereits im Sommer 2025 waren die Verträge von Said und seinem Bruder Malek bis 2030 verlängert worden. Mit der jüngsten Vereinbarung kam bei Said El Mala ein weiteres Jahr hinzu. Gleichzeitig wechselte er zur prestigeträchtigen Rückennummer 10.
Geschäftsführer Thomas Kessler erklärte bei der Verlängerung, El Mala habe sich in seiner ersten Bundesliga-Saison „als wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft etabliert“. Der Verein sehe weiterhin großes Entwicklungspotenzial. El Mala selbst sagte, er spüre beim FC „riesiges Vertrauen und eine große Wertschätzung“.
Der am 26. August 2006 in Krefeld geborene El Mala ist 20 Jahre alt und wird vor allem auf dem linken Flügel eingesetzt. Köln hatte ihn 2024 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln verpflichtet. Weil der Wechsel zunächst nicht vollständig vollzogen werden konnte, spielte Said El Mala in der Saison 2024/25 noch auf Leihbasis für Viktoria in der 3. Liga.
Beim 1. FC Köln gelang El Mala anschließend der Durchbruch. Der Verein weist für seine erste Bundesliga-Saison 2025/26 insgesamt 34 Einsätze, 13 Tore und fünf Vorlagen aus. Hinzu kamen zwei Einsätze im DFB-Pokal. Damit entwickelte sich der Flügelspieler innerhalb eines Jahres vom Drittligaprofi zum deutschen Nationalspieler.
In der laufenden Bundesliga-Saison 2026/27 kam El Mala bis zum vierten Spieltag auf drei Einsätze und ein Tor. Das offizielle Bundesliga-Spielerprofil führt ihn mit einem Treffer. Beim Auswärtsspiel in Stuttgart fehlte er wegen einer Erkrankung. Bereits vor der Partie gegen Werder Bremen war er wieder eine Option und anschließend auch wieder im Einsatz. Eine aktuell längerfristige Verletzung ist nicht bekannt.
In seiner früheren Laufbahn hatte El Mala unter anderem einen Muskelfaserriss erlitten. Während der Saison 2025/26 wurden zudem kurzzeitig Sprunggelenksprobleme geführt. Die jüngste Pause Anfang September 2026 wurde dagegen als Erkrankung beziehungsweise Erkältung angegeben und nicht als strukturelle Verletzung.
Die langfristige Verlängerung erfolgte nach einem Sommer mit konkretem Interesse anderer Vereine. Gespräche mit Borussia Dortmund sind offiziell bestätigt. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte im August, Dortmund habe mit Köln verhandelt, der FC habe das letzte Angebot jedoch abgelehnt. Dortmund beendete daraufhin seine Bemühungen um einen Transfer.
Kessler stellte anschließend klar, dass er El Mala weiter in Köln sehe. Nach der Vertragsverlängerung bezeichnete Trainer René Wagner den Flügelspieler als „Unterschiedsspieler“ und verwies darauf, wie intensiv er während der Vorbereitung gearbeitet habe.
Damit ist El Mala nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein bedeutender Bestandteil der Kölner Planung. Der Verein hat den Vertrag bis 2031 verlängert und auf einen Verkauf nach der starken ersten Bundesliga-Saison verzichtet. Die mögliche Nationalmannschaftsprämie verändert daran zunächst nichts. Sie wäre nach den bisher bekannten Vertragsdetails vor allem ein zusätzlicher leistungsabhängiger Bestandteil von El Malas Vergütung.
Ob die Klausel schon während der kommenden Nations-League-Spiele relevant wird, hängt von seinem tatsächlichen Einsatz unter Klopp und der nicht öffentlich bekannten Schwelle ab. Fest steht bislang nur: El Mala wurde für die zweite Hälfte des Nations-League-Lehrgangs nominiert. Sein erstes A-Länderspiel hat er noch nicht absolviert.
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