Vier Jahre Baustelle: Großumbau am Kreuz Köln-Gremberg startet

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Autofahrer auf der A4 und A559 müssen sich rund um Köln auf eine jahrelange Großbaustelle einstellen. Am Dienstag, 18. August 2026, beginnt der Ersatzneubau Kreuz Köln-Gremberg. Die Autobahn GmbH Rheinland lässt das zentrale Brückenbauwerk erneuern, über das die A559 die A4 überquert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich rund vier Jahre dauern. Während dieser Zeit sollen die wichtigsten Verkehrsverbindungen im stark belasteten Autobahnkreuz weitgehend offenbleiben. Ganz ohne Einschränkungen geht es jedoch nicht: Fahrstreifen werden verschwenkt oder verengt, Rampen zeitweise gesperrt. Ab Winter 2026/27 sind zudem einzelne Vollsperrungen vorgesehen.

Baustelle Kreuz Köln-Gremberg startet am 18. August

Mit dem offiziellen Baustart beginnt zunächst noch nicht unmittelbar der Abriss der alten Brücke. In der ersten von insgesamt vier Bauphasen lässt die Autobahn GmbH Behelfsumfahrungen und Behelfsbrücken errichten. Sie sollen später dafür sorgen, dass der Verkehr während des eigentlichen Neubaus möglichst weiterfließen kann. Vorbereitende Arbeiten haben bereits stattgefunden. Dazu gehörten nach Angaben der Autobahn GmbH Untersuchungen des Baugrunds, Rodungsarbeiten und Maßnahmen zur Kampfmittelvorsorge.

Die Baustelle am Kreuz Köln-Gremberg betrifft einen der bedeutenden Autobahnknoten im Kölner Raum. Hier kreuzen sich die A4 und die A559. Das zentrale Bauwerk führt die A559 über die A4 und muss vollständig ersetzt werden.

Brückenneubau Köln-Gremberg ersetzt Bauwerk von 1939

Ein wesentlicher Grund für das umfangreiche Projekt ist das Alter der bestehenden Konstruktion. Das Kreuzungsbauwerk besteht aus vier Teilbauwerken, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Die beiden inneren Brückenteile stammen bereits aus dem Jahr 1939. Zwei äußere Teile wurden 1963 ergänzt. Nach Angaben der Autobahn GmbH weist die Konstruktion inzwischen erhebliche Schäden auf und entspricht auch bei ihren Abmessungen nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen.

Vor allem die ältesten Teile befinden sich demnach in einem sehr schlechten baulichen Zustand. In den vergangenen Jahren waren deshalb wiederholt Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen notwendig. Weitere Reparaturen seien technisch und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Der Brückenneubau Köln-Gremberg soll deshalb die vorhandene Konstruktion komplett ersetzen.

Neue Brücke soll mehr Platz über der A4 schaffen

Beim Ersatzneubau Kreuz Köln-Gremberg setzt die Autobahn GmbH auf eine Stahlverbundkonstruktion. Die neue Brücke erhält größere Spannweiten. Gleichzeitig soll unter dem Bauwerk mehr Raum entstehen. Das ist nicht nur für den aktuellen Verkehr wichtig, sondern soll auch spätere Veränderungen an der A4 erleichtern.

Nach den Planungen können die neuen Widerlager weitgehend hinter beziehungsweise innerhalb der Flächen der bestehenden Bauwerke errichtet werden. Dadurch sollen die A4 und die dazugehörigen Verteilerfahrbahnen während großer Teile der Arbeiten weiter genutzt werden können. Der Neubau schafft zugleich Voraussetzungen für mögliche spätere Anpassungen der Autobahn. Dazu gehören unter anderem Seitenstreifen, breitere Verteilerfahrbahnen und weitere Verbesserungen an der Verkehrsführung.

A4 und A559: Diese Einschränkungen kommen auf Autofahrer zu

Trotz der auf möglichst viel laufenden Verkehr ausgelegten Bauweise werden Autofahrer die Arbeiten deutlich bemerken. Auf der A4 und A559 in Köln-Gremberg sind während der gesamten Bauzeit veränderte Verkehrsführungen vorgesehen. Dazu gehören verschwenkte Fahrstreifen, zeitweise Verengungen und vorübergehende Sperrungen einzelner Verbindungsrampen. Solche kleineren Eingriffe sollen nach Möglichkeit außerhalb der Hauptverkehrszeiten stattfinden.

Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass diese laufenden Einschränkungen während der Bauzeit nicht jeweils gesondert angekündigt werden. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb rund um das Autobahnkreuz grundsätzlich mit wechselnden Verkehrsführungen rechnen. Die wesentlichen Fahrbeziehungen sollen jedoch auch während des mehrjährigen Umbaus so weit wie möglich erhalten bleiben.

Sperrungen Kreuz Köln-Gremberg ab Winter 2026/27

Vollständig ohne größere Sperrungen lässt sich das Projekt nicht umsetzen. Die Sperrungen am Kreuz Köln-Gremberg sollen allerdings auf wenige Zeiträume begrenzt werden. Nach Angaben der Autobahn GmbH sind erste Vollsperrungen ab dem Winter 2026/27 vorgesehen. Sie sollen überwiegend auf Wochenenden gelegt werden, um die Auswirkungen auf den Berufsverkehr möglichst gering zu halten.

Konkrete Termine stehen derzeit noch nicht fest. Die Autobahn GmbH will die jeweiligen Sperrungen rechtzeitig ankündigen. Für Pendler und den überregionalen Verkehr bedeutet das dennoch, dass das Kreuz Köln-Gremberg in den kommenden Jahren immer wieder zum Engpass werden kann. Besonders bei den späteren Bauphasen mit Rückbau und Neubau der Brückenteile sind größere Eingriffe in die Verkehrsführung notwendig.

Vier Bauphasen bis zur Fertigstellung des Autobahnkreuzes

Für das gesamte Projekt sind rund vier Jahre vorgesehen. Nach dem Bau der provisorischen Verkehrswege beginnt in zwei weiteren Bauphasen der abschnittsweise Rückbau der alten Konstruktion. Gleichzeitig entstehen die neuen Brückenteile. Durch dieses Vorgehen soll verhindert werden, dass die wichtige Verbindung über einen längeren Zeitraum vollständig unterbrochen werden muss.

Sind beide neuen Teilbauwerke fertiggestellt, beginnt die letzte Phase. Dann stehen Restarbeiten an und die provisorischen Verkehrsführungen sowie Behelfsbauwerke werden wieder zurückgebaut. Läuft das Projekt nach Plan, wird der Ersatzneubau Kreuz Köln-Gremberg damit bis etwa 2030 dauern. Bis dahin bleibt der Autobahnknoten zwischen A4 und A559 eine der größeren Baustellen im Kölner Autobahnnetz.

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