Explosion vor Döner-Imbiss in Hofheim: Polizei untersucht vorsätzliche Tat

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Eine nächtliche Explosion hat am Montag, 19. Oktober 2026, einen Döner-Imbiss in Hofheim am Taunus erheblich beschädigt. Glastüren wurden aus ihren Halterungen gerissen, mehrere Fensterscheiben zerbrachen. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass die Beschädigungen vorsätzlich verursacht wurden. Was die Detonation auslöste und wer dafür verantwortlich sein könnte, war am Montagvormittag noch ungeklärt.

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Die Explosion in Hofheim ereignete sich gegen 3.45 Uhr im Zentrum der hessischen Kreisstadt. Anwohner wurden durch einen lauten Knall und anschließende Rauchentwicklung auf den Vorfall aufmerksam. Spezialisten für Sprengstoffdelikte und Kräfte der Spurensicherung untersuchten den beschädigten Eingangsbereich des Gastronomiebetriebs.

Explosion verursacht erhebliche Schäden am Gebäude

Die Auswirkungen der Detonation beschränkten sich nicht auf die Eingangstür. Nach Angaben des Hessischen Rundfunks gingen auch Fensterscheiben in einem oberen Stockwerk zu Bruch. Im Außenbereich wurden Blumenkübel durch die Druckwirkung fortgeschleudert. Vor dem Geschäft lagen Glasscherben und beschädigte Gebäudeteile.

Die Polizei bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass mehrere Glastüren herausgerissen wurden und Fensterscheiben zerbrachen. Trotz der erheblichen Schäden gab es nach den bisherigen Angaben keine Verletzten.

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Eine konkrete Schadenssumme wurde zunächst nicht veröffentlicht. Auch darüber, ob die Räume des Imbisses weiterhin genutzt werden können oder Reparaturen an weiteren Teilen des Gebäudes notwendig sind, lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

Die Hattersheimer Straße wurde wegen des Polizeieinsatzes zeitweise gesperrt. Eine Verkehrsmeldung der Landesmeldestelle führte eine Sperrung zwischen der Rudolf-Mohr-Straße und der Elisabethenstraße auf. Damit waren vorübergehend auch Verkehrsteilnehmer betroffen, die den Bereich im Zentrum von Hofheim passieren wollten.

Polizei vermutet vorsätzliche Beschädigung

Während die Ursache am frühen Morgen noch offen war, konkretisierte die Polizei ihre Einschätzung im Laufe des Vormittags. Gegenüber dpa erklärte eine Polizeisprecherin, dass die Ermittler von einer vorsätzlichen Beschädigung ausgehen.

Damit steht für die Ermittler nicht mehr allein die Möglichkeit eines unbeabsichtigten Ereignisses im Vordergrund. Die genaue Entstehung der Explosion muss jedoch weiterhin geklärt werden.

Zur Untersuchung wurden spezialisierte Sprengstoffermittler und die Spurensicherung eingesetzt. Sie waren am Montagvormittag mit der Untersuchung des beschädigten Eingangsbereichs beschäftigt. Ergebnisse dieser Arbeiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Insbesondere blieb offen, welcher Gegenstand die Explosion ausgelöst hatte. Eine behördlich bestätigte Einordnung als bestimmter Sprengkörper, etwa als pyrotechnischer Gegenstand oder selbst hergestellte Sprengvorrichtung, lag zunächst nicht vor. Auch zur möglichen Zusammensetzung des verwendeten Materials gab es keine gesicherten Angaben.

Die Ermittlungen sollen den Ablauf der Detonation und die Umstände der mutmaßlich vorsätzlichen Beschädigung aufklären.

Bereits Anfang Oktober gab es einen Vorfall in derselben Straße

In Hofheim hatte die Polizei bereits für den 3. Oktober 2026 einen Vorfall mit einer Brandvorrichtung dokumentiert. Damals war nach offizieller Darstellung gegen 4.30 Uhr vor einem Gastronomiebetrieb in der Hattersheimer Straße eine solche Vorrichtung abgelegt worden.

In der Folge entzündete sich eine Fußmatte. Am Gebäude entstanden Rußspuren. Verletzt wurde niemand. Eine unbekannte Person entfernte sich anschließend zu Fuß vom Ort des Geschehens.

Das Polizeipräsidium Westhessen veröffentlichte die Angaben am 5. Oktober in einer gemeinsamen Meldung über Vorfälle in Hofheim und Friedrichsdorf. Die Kriminalpolizei ermittelte dabei unter Beteiligung des Hessischen Landeskriminalamtes.

Ob der Vorfall vom 3. Oktober und die Explosion vom 19. Oktober denselben Gastronomiebetrieb betreffen, war zunächst nicht bestätigt. Ebenso lagen keine gesicherten Erkenntnisse zu einer Verbindung zwischen beiden Ereignissen vor.

Ermittlungen im Rhein-Main-Gebiet

Die Explosion ereignete sich vor dem Hintergrund weiterer vergleichbarer Vorfälle im Rhein-Main-Gebiet. Im September waren unter anderem in Frankfurt am Main mehrere Sprengsätze vor Geschäftsräumen detoniert.

Bei Ermittlungen zu diesen früheren Vorfällen untersuchten Polizei und Staatsanwaltschaft mögliche Verbindungen zur organisierten Kriminalität. In einzelnen Verfahren wurden Tatverdächtige festgenommen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ordnete bestimmte Fälle dem sogenannten Violence-as-a-Service-Phänomen zu. Damit bezeichnet sie Gewalttaten, die von Personen im Auftrag anderer ausgeführt werden.

Für die Explosion in Hofheim war eine entsprechende Einordnung zunächst nicht bestätigt. Auch eine Verbindung zu den Fällen in Frankfurt oder anderen Städten wurde von den zuständigen Ermittlern nicht bekannt gegeben.

Die Motive hinter der Beschädigung des Hofheimer Gastronomiebetriebs blieben damit offen.

Polizeipräsidium Westhessen ist zuständig

Die örtliche Zuständigkeit liegt bei der Polizeistation Hofheim, die zur Polizeidirektion Main-Taunus und damit zum Polizeipräsidium Westhessen gehört. Die Dienststelle ist unter der Telefonnummer 06192 2079-0 erreichbar.

Einen ausdrücklich auf die Explosion vom 19. Oktober bezogenen öffentlichen Zeugenaufruf mit einer gesonderten Telefonnummer gab es zunächst nicht. Die genannte Rufnummer ist der offizielle Kontakt der örtlichen Polizeistation und wurde bereits im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 3. Oktober für Hinweise veröffentlicht.

Auch zur Beteiligung weiterer Ermittlungsbehörden waren am Montagvormittag noch Fragen offen. Während die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landeskriminalamt für den früheren Vorfall amtlich dokumentiert ist, gab es für die neue Explosion zunächst keine entsprechende Bestätigung. Eine Beteiligung der Staatsanwaltschaft an den aktuellen Ermittlungen wurde ebenfalls noch nicht konkret bekannt gegeben.

Öffentlich bestätigte Angaben über identifizierte Tatverdächtige oder Festnahmen im Zusammenhang mit der Explosion vom 19. Oktober lagen zunächst nicht vor.

Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen stehen damit die genaue Ursache der Detonation, der Umfang der Sachschäden und die Umstände der von der Polizei vermuteten vorsätzlichen Beschädigung. Fest steht bislang, dass der Eingangsbereich des Imbisses erheblich beschädigt wurde, weitere Fenster zerbrachen und niemand verletzt wurde.

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