Jeltsch weckt Interesse

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Der 20 Jahre alte Innenverteidiger Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart wird mit mehreren europäischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Neben dem FC Barcelona unter Trainer Hansi Flick sollen auch Real Madrid und Inter Mailand die Entwicklung des deutschen Abwehrspielers verfolgen. Neue Berichte aus Spanien und Italien haben die Diskussion über einen möglichen Wechsel verstärkt. Konkrete Verhandlungen oder ein offizielles Angebot sind allerdings nicht bestätigt. Der VfB Stuttgart verfügt bei Jeltsch über einen langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2030.

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Barcelona soll Jeltsch besonders aufmerksam verfolgen

Im Mittelpunkt der jüngsten Transferberichte steht der FC Barcelona. Die spanische Sportzeitung Sport hat Jeltsch als möglichen Kandidaten für die Defensive des katalanischen Klubs genannt. Nach den am 28. Oktober 2026 unter anderem von Football Italia aufgegriffenen Informationen soll Trainer Hansi Flick den Innenverteidiger besonders schätzen.

Demnach könnte Jeltsch für Barcelona bei der längerfristigen Verstärkung der Abwehr eine Rolle spielen. Laut der spanischen Darstellung soll Flick das Spielerprofil bereits mit Vereinspräsident Joan Laporta besprochen haben. Eine unabhängige Bestätigung für entsprechende interne Gespräche lag zunächst nicht vor.

Das Interesse an dem Stuttgarter ist kein völlig neues Thema. Bereits am 1. Oktober hatte Sky Sport berichtet, dass Vertreter des FC Barcelona und von Inter Mailand beim Champions-League-Spiel des VfB gegen Viking Stavanger am 9. September auf der Tribüne gewesen seien. Beide Vereine sollen Jeltsch beobachtet haben.

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Am 22. Oktober hieß es unter Berufung auf Sky zudem, dass Barcelona noch keine konkreten Schritte für einen Transfer eingeleitet habe. Zu diesem Zeitpunkt habe dem VfB weder ein Angebot vorgelegen noch hätten Verhandlungen zwischen den Vereinen stattgefunden.

Eine offizielle Bestätigung des FC Barcelona für eine geplante Verpflichtung gab es zunächst nicht.

Auch Real Madrid und Inter Mailand im Gespräch

Neben Barcelona wird Real Madrid als möglicher Interessent gehandelt. Die spanische Sportzeitung AS berichtete bereits am 25. September 2026, dass der deutsche Innenverteidiger zum erweiterten Kreis der Spieler gehöre, deren Entwicklung der Klub beobachte.

Als Hintergrund nannte AS die langfristige Personalplanung in der Abwehr. Jeltsch wurde dabei als junger Spieler mit Entwicklungspotenzial eingeordnet. Ein konkreter Transferplan oder Gespräche zwischen Real Madrid und Stuttgart wurden nicht bestätigt.

Aus Italien kamen am 28. Oktober weitere Angaben zu Inter Mailand. Das Portal Calciomercato.com soll demnach über wiederholte Beobachtungen des Stuttgarter Abwehrspielers durch Inter-Scouts berichtet haben. Auch Kontakte zum Umfeld des Spielers wurden dargestellt.

Inter könnte den 20-Jährigen laut diesen Informationen für seine künftige Defensivplanung berücksichtigen. Der Verein hat jedoch weder eine Verpflichtungsabsicht noch Gespräche mit dem VfB öffentlich bestätigt.

Die Angaben zum italienischen Interesse fallen zudem unterschiedlich aus. Transferjournalist Gianluca Di Marzio erklärte in einem am 22. Oktober veröffentlichten Interview mit Wettfreunde, dass nach seinen Informationen zu diesem Zeitpunkt kein italienischer Verein konkret an Jeltsch interessiert sei. Gleichzeitig bezeichnete er das Interesse Barcelonas als ausgeprägt.

Ablöse von 60 Millionen Euro nicht bestätigt

Besonders unterschiedlich fallen die Angaben zur möglichen Ablösesumme aus. In deutschen Transferberichten wurden bereits Ende September Größenordnungen zwischen 50 und 60 Millionen Euro genannt.

Sport.de bezog sich am 28. September auf Informationen von fussball.news, wonach mögliche Interessenten eine Summe in diesem Bereich anbieten müssten, um Stuttgart zu Verhandlungen zu bewegen.

Die italienischen Berichte vom 28. Oktober nennen dagegen einen niedrigeren Betrag. Nach den von Football Italia aufgegriffenen Angaben von Calciomercato.com soll der VfB eine Ablöse von ungefähr 40 Millionen Euro anstreben.

Auch eine noch höhere Bewertung wurde ins Spiel gebracht. Sports Illustrated verglich Jeltsch Anfang Oktober mit anderen hoch bewerteten jungen Innenverteidigern und hielt eine entsprechend hohe Transfersumme für denkbar. Eine konkrete Preisforderung des VfB wurde dabei jedoch ausdrücklich nicht genannt.

Damit ist weder eine offizielle Forderung von 60 Millionen Euro noch eine entsprechende Ausstiegsklausel belegt. Der VfB hat öffentlich keine verbindliche Ablösesumme für Jeltsch genannt.

Vertrag in Stuttgart läuft bis 2030

Finn Jeltsch wechselte am 3. Februar 2025 vom 1. FC Nürnberg zum VfB Stuttgart. Der Bundesligist bestätigte damals einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030.

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bezeichnete den jungen Verteidiger bei der Verpflichtung als einen der herausragenden deutschen Spieler seines Jahrgangs auf dieser Position. Der VfB habe sich deshalb über die langfristige Bindung gefreut.

Jeltsch hatte seine fußballerische Ausbildung zunächst beim SV Raitersaich begonnen und war 2015 in den Nachwuchsbereich des 1. FC Nürnberg gewechselt. Dort schaffte er im Februar 2024 den Sprung in die zweite Bundesliga.

Im Alter von 17 Jahren bestritt er sein erstes Zweitligaspiel. Bis zu seinem Wechsel nach Stuttgart absolvierte er 31 Ligapartien für Nürnberg und erzielte dabei ein Tor.

Auch auf internationaler Nachwuchsebene sammelte er früh Erfolge. Mit der deutschen U17-Nationalmannschaft gewann er 2023 sowohl die Europameisterschaft als auch die Weltmeisterschaft. Im Oktober 2025 wurde er zudem mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold für den Jahrgang 2006 ausgezeichnet.

Jeltsch gehört zum Stuttgarter Bundesligakader

Beim VfB entwickelte sich Jeltsch unter Trainer Sebastian Hoeneß zu einer regelmäßig eingesetzten Kraft in der Innenverteidigung.

In der Bundesligasaison 2024/2025 kam er nach seinem Wechsel auf zwölf Einsätze. In seiner ersten vollständigen Spielzeit 2025/2026 waren es 23 Bundesligapartien mit einer Torvorlage. Dazu absolvierte er zehn Begegnungen in der Europa League und vier Spiele im DFB-Pokal.

Auch in der laufenden Saison 2026/2027 gehört Jeltsch zum Stuttgarter Aufgebot. Nach den offiziellen Vereinsstatistiken stand der 20-Jährige bis zum 29. Oktober in sieben Bundesligapartien auf dem Platz. Dabei sammelte er 557 Einsatzminuten und bereitete einen Treffer vor.

Hinzu kommen in dieser Saison bislang zwei Einsätze in der Champions League und eine Partie im DFB-Pokal. Insgesamt hat Jeltsch nach den Daten des Deutschen Fußball-Bundes seit seinem Wechsel 61 Pflichtspiele für den VfB bestritten.

Seine Leistungen führten im September 2026 zur erstmaligen Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft durch Bundestrainer Jürgen Klopp. Bereits zuvor hatte Jeltsch verschiedene Nachwuchsauswahlen des DFB durchlaufen.

Wechsel im Winter bleibt ungewiss

Für die weitere Transferdiskussion spielt vor allem der Zeitpunkt einer möglichen Verpflichtung eine Rolle. Während Barcelona laut den Berichten grundsätzlich nach Verstärkung für seine Defensive sucht, werden die finanziellen Voraussetzungen für einen Wechsel im Januar 2027 als schwierig beschrieben.

Di Marzio verwies auf die bereits getätigten Ausgaben des spanischen Klubs und hielt einen Transfer im Sommer 2027 für wahrscheinlicher. Auch in den italienischen Berichten über Inter Mailand steht eher die Planung für die kommende Saison im Vordergrund.

Für den VfB Stuttgart ergibt sich vorerst keine unmittelbar bestätigte Veränderung. Der Verein hat Jeltsch bis 2030 gebunden und verfügt mit ihm weiterhin über einen jungen Innenverteidiger, der regelmäßig in der Bundesliga und auf europäischer Ebene eingesetzt wird.

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hatte sich bereits Anfang Oktober gegenüber Sky Sport nicht näher zu den angeblichen Scouting-Aktivitäten anderer Vereine äußern wollen. Er verwies allerdings auf die positive Entwicklung und das Potenzial des Abwehrspielers.

Ob Barcelona, Real Madrid oder Inter Mailand tatsächlich ein konkretes Angebot abgeben werden, blieb zunächst offen. Eine offizielle Einigung über einen Transfer oder eine Ablösesumme lag nicht vor.

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