Rallye-Auto soll Flächenbrand ausgelöst haben: 22 Hektar zerstört

Flächenbrand bei Baumholder
Symbolfoto

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Ein brennendes Rallye-Auto hat offenbar einen großen Flächenbrand bei Baumholder ausgelöst. Rund 22 Hektar Wald und Wiesen wurden zwischen Reichenbach und Kronweiler von den Flammen erfasst. Zeitweise kämpften etwa 220 Einsatzkräfte gegen das Feuer. Neben mehreren Feuerwehren waren auch die Bundeswehr, Angehörige der US-Streitkräfte und spezialisierte Helfer an dem Einsatz beteiligt. Inzwischen sind die Nachlöscharbeiten abgeschlossen. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer des Fahrzeugs.

Flächenbrand breitet sich nach Fahrzeugdefekt schnell aus

Der Flächenbrand war am Donnerstag, 30. Juli 2026, in der Nähe von Reichenbach im Landkreis Birkenfeld ausgebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Rallye-Auto auf einem Feld- beziehungsweise Wirtschaftsweg unterwegs, als es vermutlich wegen eines technischen Defekts Feuer fing. Die Flammen griffen anschließend auf die angrenzende Vegetation über und breiteten sich durch den Wind schnell auf Wald- und Wiesenflächen aus.

Für die Menschen in der Umgebung bestand zeitweise eine starke Rauchbelastung. Anwohner wurden deshalb aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen auszuschalten. Das betroffene Gebiet sollte außerdem großräumig umfahren werden. Besonders problematisch waren das teilweise steile Gelände und die ständig wechselnde Windrichtung, durch die das Feuer immer wieder angefacht wurde.

Panzer, Hubschrauber und Wasserwerfer im Einsatz

Zur Bekämpfung des Flächenbrandes wurden zeitweise rund 220 Einsatzkräfte zusammengezogen. Beteiligt waren örtliche Feuerwehren, Einheiten der Bundeswehr und der US-Army sowie Helfer der auf Waldbrände spezialisierten Organisation „@fire“. Außerdem kamen Polizeihubschrauber und Wasserwerfer zum Einsatz.

Mit schwerem Gerät wurden Schneisen in das Gelände geschlagen, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Dabei unterstützten unter anderem Pionierfahrzeuge der Bundeswehr, Raupen, Traktoren und Maschinen der Forstverwaltung. Nachdem die wichtigsten Brandabschnitte unter Kontrolle gebracht worden waren, suchten Feuerwehrleute das Gelände weiter nach Glutnestern ab. Für das Einsatzgebiet wurde vorübergehend ein Betretungsverbot angeordnet.

Am Samstag meldete die Feuerwehr schließlich, dass die Nachlöscharbeiten beendet seien. Auch die Nacht sei ruhig verlaufen. Von den Randbereichen der insgesamt rund 22 Hektar großen Brandfläche gehe nach aktuellem Stand keine Gefahr mehr aus.

Polizei ermittelt gegen Fahrer des Rallye-Autos

Nach Angaben der Kreisverwaltung soll der Fahrer für die Fahrt mit dem Rallye-Auto keine Genehmigung gehabt haben. Das beschädigte Fahrzeug wurde von der Polizei sichergestellt und soll im Rahmen der Ermittlungen untersucht werden. Dabei geht es unter anderem um die genaue Ursache des technischen Defekts und die Frage, unter welchen Umständen das Auto auf dem Wirtschaftsweg unterwegs war.

Dass der Flächenbrand tatsächlich durch das Fahrzeug ausgelöst wurde, gilt nach den bisherigen Erkenntnissen als wahrscheinlich. Die abschließende Bewertung bleibt jedoch den Ermittlungsbehörden vorbehalten. Ob und welche strafrechtlichen oder finanziellen Folgen auf den Fahrer zukommen, ist bislang nicht bekannt.

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