Frankreich verschärft Schutzmaßnahmen wegen extremer Hitze

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Frankreich erlebt eine außergewöhnlich starke Hitzewelle und hat zum Wochenende mehrere Schutzmaßnahmen verschärft. Besonders im Fokus steht die Fête de la Musique, die traditionell am 21. Juni mit vielen Veranstaltungen im öffentlichen Raum gefeiert wird. Wegen der erwarteten Temperaturen von teils bis zu 41 Grad gilt in den am stärksten betroffenen Gebieten die höchste Hitzewarnstufe. Dort soll der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum untersagt werden. Zudem sind Schulschließungen, angepasste Unterrichtszeiten und Einschränkungen bei Veranstaltungen vorgesehen.

Alkoholverbot im öffentlichen Raum bei der Fête de la Musique

Das Verbot betrifft nach den vorliegenden Angaben die Départements, die unter roter Hitzewarnung stehen. Dort sollen die Präfekten entsprechende Anordnungen für den öffentlichen Raum erlassen. Zusätzlich wurde für Veranstaltungen des Staates und seiner Einrichtungen vorgegeben, keinen Alkohol anzubieten. Hintergrund ist das erhöhte Gesundheitsrisiko bei Hitze, Gedränge und langen Aufenthalten im Freien.

Damit handelt es sich nicht um ein generelles Alkoholverbot für ganz Frankreich. Entscheidend sind die lokalen Warnstufen und die konkreten Anordnungen der zuständigen Behörden. Gerade bei großen Straßenfesten wie der Fête de la Musique soll verhindert werden, dass Alkoholkonsum, Hitze und dicht gedrängte Menschenmengen das Risiko für Kreislaufprobleme und Dehydrierung erhöhen.

35 Départements auf höchster Warnstufe

Météo-France meldete am Sonntag 35 Départements in roter Hitzewarnung. Weitere 45 Départements standen auf orange. Die rote Warnstufe bedeutet in Frankreich, dass außergewöhnlich gefährliche Wetterbedingungen erwartet werden und die Bevölkerung behördliche Hinweise strikt beachten soll. Für Montag kündigte der Wetterdienst eine weitere Verschärfung an. Dann sollen 49 Départements in roter Warnstufe liegen.

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Die betroffenen Gebiete reichen von Teilen West- und Zentralfrankreichs bis in den Großraum Paris. Für einzelne Regionen wurden Temperaturen nahe oder über 40 Grad erwartet. Besonders belastend ist neben den Tageshöchstwerten auch die Dauer der Hitze, weil hohe Nachttemperaturen die Erholung erschweren.

Schulen und Prüfungen werden angepasst

Die Hitzewelle trifft Frankreich kurz vor dem Ende des Schuljahres und während einer sensiblen Prüfungsphase. Das Bildungsministerium hatte bereits angekündigt, dass lokale Maßnahmen bis hin zu vorübergehenden Schulschließungen und Prüfungsverlegungen möglich sind. Französische Medien berichteten am Sonntag unter Berufung auf Bildungsminister Édouard Geffray, dass am Montag 845 Schulen und Collèges geschlossen bleiben sollen. Rund 1.800 weitere Einrichtungen sollen ihre Unterrichtszeiten anpassen.

Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Regionen mit roter Warnstufe. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor überhitzten Klassenräumen und langen Aufenthalten in schlecht gekühlten Gebäuden zu schützen. Auch Prüfungen können örtlich verschoben werden, wenn die Bedingungen in den Gebäuden nicht vertretbar sind.

Macron ruft zu besonderer Aufmerksamkeit auf

Präsident Emmanuel Macron appellierte an die Bevölkerung, besonders auf ältere Menschen, Kinder und alleinlebende Personen zu achten. Die französischen Gesundheitsbehörden empfehlen bei starker Hitze unter anderem regelmäßiges Trinken, das Vermeiden körperlicher Anstrengung und den Aufenthalt an kühlen Orten. Auch vom Alkoholkonsum wird bei Hitzewellen ausdrücklich abgeraten, weil er die Belastung für den Körper zusätzlich erhöhen kann.

Die Lage erinnert Frankreich an frühere schwere Hitzesommer. Besonders die Hitzewelle von 2003 ist im Land weiterhin präsent, weil damals viele Menschen starben und der Umgang mit Extremhitze politisch neu bewertet wurde. Seitdem gibt es abgestufte Warn- und Vorsorgepläne, die bei steigenden Temperaturen aktiviert werden.

Auch andere Länder in Europa betroffen

Die Hitzewelle beschränkt sich nicht auf Frankreich. Auch andere Teile West- und Südeuropas melden hohe Temperaturen, Gesundheitswarnungen und Einschränkungen im öffentlichen Leben. In Deutschland wurden ebenfalls Hitzewarnungen ausgegeben, in Spanien und Italien belasteten hohe Temperaturen Städte, Verkehr und Veranstaltungen.

Für Frankreich kommt die Lage zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Die Fête de la Musique bringt traditionell viele Menschen auf Straßen und Plätze. Die Behörden versuchen deshalb, größere Feiern nicht pauschal abzusagen, zugleich aber die Gesundheitsrisiken zu begrenzen. Ob weitere Veranstaltungen eingeschränkt oder abgesagt werden, hängt von der Entwicklung der Warnstufen und den Entscheidungen der lokalen Behörden ab.

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