FRITZ!OS 8.50 wird verteilt: Vier FRITZ!Box-Modelle erhalten das große Update

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Grzegorz Walczak

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Der Routerhersteller FRITZ!, ehemals AVM, verteilt sein neues Betriebssystem FRITZ!OS 8.50 schrittweise an weitere Geräte. Das Update bringt zusätzliche Schutzfunktionen für Heimnetzwerke, eine automatische Priorisierung wichtiger Internetanwendungen und Verbesserungen für das Smart Home. Allerdings steht die neue Software bislang nur für einen Teil der FRITZ!Box-Modelle zur Verfügung.

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Seit dem 22. Oktober 2026 können auch Besitzer einer FRITZ!Box 7530 AX die finale Version installieren. Damit hat sich die Zahl der unterstützten Router auf vier erhöht. Für zahlreiche weitere Modelle ist das Update angekündigt, ein verbindlicher Zeitplan liegt jedoch nicht vor.

FRITZ!OS 8.50 ist für diese vier Router verfügbar

Der Berliner Hersteller hatte am 29. September 2026 mit der Verteilung von FRITZ!OS 8.50 begonnen. Als erstes Gerät erhielt die FRITZ!Box 7690 die neue Software. Anschließend folgten die Modelle 5630 und 5690.

Nach dem jüngsten Update vom 22. Oktober umfasst die Liste der FRITZ!Boxen mit finaler Version 8.50 zum Stand vom 27. Oktober folgende Geräte:

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  • FRITZ!Box 7690, seit 29. September 2026
  • FRITZ!Box 5630, seit 8. Oktober 2026
  • FRITZ!Box 5690, seit 15. Oktober 2026
  • FRITZ!Box 7530 AX, seit 22. Oktober 2026

Die Freigaben erfolgen modellabhängig. Dass FRITZ!OS 8.50 bereits auf einer neueren FRITZ!Box angeboten wird, bedeutet deshalb nicht, dass die Software auch für andere Geräte zur Verfügung steht.

So führen die Softwareübersichten für die FRITZ!Box 7590 und die FRITZ!Box 7590 AX weiterhin Version 8.25. Auch für die FRITZ!Box 5690 Pro ist die finale Version 8.50 bislang nicht veröffentlicht.

Neue DNS-Filter sollen das Heimnetz schützen

Eine wesentliche Neuerung von FRITZ!OS 8.50 betrifft die Kontrolle von Internetadressen. Mit einem DNS-Filter können Nutzer bestimmte Domains sperren und damit verhindern, dass Geräte im Heimnetz auf diese Adressen zugreifen.

Dafür unterstützt die Software Filterlisten, in denen unerwünschte Internetadressen gesammelt werden. Solche Listen können beispielsweise bekannte Phishing-Seiten, Werbedomains, Trackingdienste oder Adressen mit Schadsoftware enthalten.

Der Filter arbeitet zentral über die FRITZ!Box. Dadurch lassen sich entsprechende Zugriffe für mehrere angeschlossene Geräte einschränken, ohne die Filterregeln auf jedem Smartphone oder Computer einzeln einzurichten.

Die Funktion ist jedoch kein vollständiger Ersatz für andere Sicherheitsmaßnahmen. Ihre Wirkung hängt unter anderem davon ab, welche Domains in den verwendeten Listen enthalten sind. FRITZ! führt die DNS-Filterung zunächst für ausgewählte Router ein.

Videokonferenzen und Online-Spiele werden bevorzugt

Mit FRITZ!OS 8.50 erweitert der Hersteller auch die Verwaltung des Datenverkehrs. Die FRITZ!Box kann bestimmte Anwendungen automatisch erkennen und bei der Verteilung der verfügbaren Bandbreite bevorzugen.

Das betrifft insbesondere zeitkritische Verbindungen wie Videokonferenzen und Online-Spiele. Werden gleichzeitig größere Dateien heruntergeladen oder andere datenintensive Anwendungen genutzt, soll die automatische Priorisierung die Auswirkungen auf solche Echtzeitanwendungen reduzieren.

Bislang konnten Nutzer bereits einzelne Geräte oder Anwendungen bevorzugen. Die neue Funktion soll diesen Vorgang stärker automatisieren.

Welche Verbindungen priorisiert wurden, lässt sich in der Benutzeroberfläche nachvollziehen. Nach Herstellerangaben bleiben entsprechende Informationen bis zu 24 Stunden sichtbar. Auch diese Neuerung wird modellabhängig bereitgestellt.

Smart Check zeigt Probleme direkt auf dem Smartphone

Eine weitere Neuerung betrifft die MyFRITZ!App. Mit der Funktion Smart Check erhalten Nutzer einen Überblick über den Zustand ihres Heimnetzwerks.

Die Anwendung zeigt Hinweise zu Internetverbindung, WLAN, Telefonie, angeschlossenen Geräten und Sicherheitseinstellungen an. Bei erkannten Problemen kann sie konkrete Empfehlungen geben.

So weist der Smart Check beispielsweise darauf hin, wenn ein Repeater nicht richtig in das Mesh-Netzwerk eingebunden ist. Auch Hinweise zu Telefonieeinstellungen und weiteren Routerfunktionen gehören dazu.

Der Status wird auf der Startseite der App angezeigt. Von dort aus können Nutzer eine ausführlichere Auswertung aufrufen.

Auch Smart Home und Telefonie werden erweitert

FRITZ!OS 8.50 bringt zusätzliche Möglichkeiten für die Hausautomatisierung. Nutzer können Routinen für wiederkehrende Situationen einrichten, etwa beim Verlassen der Wohnung oder bei der Rückkehr nach Hause.

Auch mehrere Auslöser lassen sich innerhalb einer Automatisierung kombinieren. Dabei können Standortinformationen aus der FRITZ!App Smart Home verwendet werden.

Für die intelligenten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210 kommt eine weitere Schutzfunktion hinzu. Überschreitet der Stromverbrauch beziehungsweise die elektrische Leistung über einen festgelegten Zeitraum einen eingestellten Grenzwert, kann die Steckdose automatisch abgeschaltet werden.

Bei der Telefonie führt FRITZ! einen vereinfachten Bedienmodus für das FRITZ!Fon ein. Dieser reduziert die Menüführung und bietet unter anderem Schnellwahltasten.

Zusätzlich können bis zu vier Notfallkontakte hinterlegt werden. Die SOS-Funktion ermöglicht es, diese Rufnummern nacheinander anzuwählen.

Verbesserter Ausfallschutz und Matter-Unterstützung

Auch der Ausfallschutz wird erweitert. Für geeignete FRITZ!Boxen mit 4G- oder 5G-Mobilfunkunterstützung sieht FRITZ!OS 8.50 vor, dass zusätzlich eine Internetverbindung über LAN genutzt werden kann.

Fällt diese Verbindung aus, kann der Router auf das Mobilfunknetz umschalten. Dadurch soll die Internetversorgung auch bei Störungen des primären Anschlusses weiterlaufen können. Für die betreffenden Mobilfunkrouter war die finale Version 8.50 zum 27. Oktober allerdings noch nicht allgemein verfügbar.

Für die FRITZ!Box 5690 Pro hat der Hersteller außerdem eine Matter-Bridge-Funktion angekündigt. Sie soll die Einbindung kompatibler Smart-Home-Geräte in Plattformen wie Apple Home, Google Home und Amazon Alexa ermöglichen.

Die FRITZ!Box 5690 Pro gehört jedoch noch nicht zu den vier Routern, für die FRITZ!OS 8.50 bereits als finale Version freigegeben wurde.

So lässt sich FRITZ!OS 8.50 installieren

Nutzer können direkt über die Benutzeroberfläche ihrer FRITZ!Box prüfen, ob die neue Software für ihr Gerät verfügbar ist.

Dazu wird im Browser die Adresse fritz.box aufgerufen. Anschließend lässt sich unter dem Menüpunkt „System“ und „Update“ die installierte Firmware-Version kontrollieren und nach einer Aktualisierung suchen.

Ist FRITZ!OS 8.50 für das jeweilige Modell freigegeben, kann die Installation von dort gestartet werden. Bei entsprechend aktivierten automatischen Updates übernimmt die FRITZ!Box die Aktualisierung selbstständig.

Vor einer manuellen Installation empfiehlt es sich, die bestehenden Routereinstellungen zu sichern. Die Sicherungsfunktion befindet sich ebenfalls im Systemmenü.

Für weitere aktuelle FRITZ!Boxen und FRITZ!Repeater hat der Hersteller Updates angekündigt. Wann die einzelnen Geräte die finale Version erhalten, ist bislang nicht verbindlich festgelegt. Wer bereits jetzt neue Funktionen ausprobieren möchte, findet für einzelne Modelle Vorabversionen im FRITZ! Labor. Diese Testfassungen können allerdings noch Fehler enthalten.

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