Werder Bremen will Füllkrug halten: Fritz sieht Schwierigkeiten

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Niclas Füllkrug trifft für Werder Bremen wieder regelmäßig und hat sich nach seiner Rückkehr schnell zu einer wichtigen Stütze entwickelt. Doch ob der Bundesligist den 33 Jahre alten Mittelstürmer über den Sommer 2027 hinaus behalten kann, ist weiterhin offen. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz würde eine dauerhafte Verpflichtung begrüßen, sieht aber mehrere Hürden. Insbesondere die vertragliche Bindung an West Ham United macht die Zukunft des Angreifers kompliziert.

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Werder Bremen und Niclas Füllkrug: Leihe endet im Sommer 2027

Seit dem 18. August 2026 steht Füllkrug wieder bei Werder Bremen unter Vertrag. Der Verein holte den deutschen Nationalspieler auf Leihbasis von West Ham United zurück. Die Vereinbarung gilt zunächst für die Saison 2026/27. Anschließend endet das Leihverhältnis, sofern die beteiligten Parteien keine neue Einigung erzielen.

Eine automatische Möglichkeit zur dauerhaften Übernahme besitzt Werder laut Informationen von Sky Sport nicht. Demnach enthält die Leihvereinbarung weder eine Kaufoption noch eine andere festgeschriebene Klausel, die einen anschließenden Transfer zu zuvor vereinbarten Bedingungen ermöglichen würde. Über eine Kaufpflicht gibt es ebenfalls keine bestätigten Angaben. Auch eine konkrete spätere Ablösesumme wurde bei der Verpflichtung nicht öffentlich bekannt gegeben.

Damit müsste Bremen für einen dauerhaften Wechsel erneut mit West Ham verhandeln. Der englische Klub hält weiterhin die Transferrechte an dem Angreifer. Füllkrug war im August 2024 von Borussia Dortmund nach London gewechselt und hatte dort einen Vierjahresvertrag unterschrieben. Dieser läuft regulär bis zum Sommer 2028.

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Clemens Fritz macht Hoffnung auf einen längeren Verbleib

Wie Werder die Zukunft seines Stürmers einschätzt, machte Geschäftsführer Profifußball Clemens Fritz am 18. Oktober in der Fernsehsendung Sky90 deutlich. Grundsätzlich würde der ehemalige Bremer Profi eine Fortsetzung der Zusammenarbeit begrüßen.

„Niclas fühlt sich wohl in Bremen. Er tut uns unheimlich gut“, sagte Fritz. Zugleich erklärte er, dass er sich über einen Verbleib über die laufende Spielzeit hinaus freuen würde. Für konkrete Entscheidungen sei es gegenwärtig allerdings noch zu früh.

Der Geschäftsführer verwies dabei ausdrücklich auf die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten. Neben Werder und Füllkrug müsse auch West Ham United einer möglichen Lösung zustimmen. Fritz machte deutlich, dass die Abstimmung zwischen drei Parteien zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringe.

Nach Informationen von Sky Sport hatten bis Mitte Oktober noch keine Gespräche über einen endgültigen Transfer stattgefunden. Auch eine Entscheidung darüber, ob West Ham den Stürmer nach Ablauf der Leihe zurückholen oder dauerhaft abgeben will, wurde bislang nicht offiziell verkündet.

West Ham soll für Füllkrug eine Ablöse verlangen

Eine weitere Entwicklung betrifft die finanziellen Vorstellungen des englischen Klubs. Das West-Ham-nahe Portal The West Ham Way berichtete am 21. Oktober unter Berufung auf den Insider ExWHUEmployee, die Londoner seien grundsätzlich bereit, Füllkrug gegen eine geringe Ablöse dauerhaft ziehen zu lassen.

Dem Bericht zufolge steht für West Ham insbesondere die Entlastung bei den Gehaltskosten im Vordergrund. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Eine unabhängige Bestätigung dieser Darstellung lag zunächst nicht vor. West Ham selbst hat keine verbindlichen Transferbedingungen öffentlich bekannt gegeben.

Die finanzielle Situation könnte dennoch ausschlaggebend werden. Sky Sport bezifferte Füllkrugs Vertragsgehalt bei West Ham auf rund zwei Millionen Euro netto pro Jahr nach dem Abstieg des Vereins aus der Premier League. Diese Gehaltsangabe beruht auf Medieninformationen und wurde nicht offiziell bestätigt.

Bereits für seine Rückkehr nach Bremen hatte Füllkrug wirtschaftliche Zugeständnisse gemacht. Sollte Werder ihn langfristig verpflichten wollen, müssten sich der Spieler und der Verein auch über einen neuen Vertrag einigen. Ob der Stürmer dafür erneut finanzielle Einbußen akzeptieren würde, ist nicht bekannt.

Sechs Bundesliga-Tore unterstreichen seine Bedeutung

Sportlich liefert Füllkrug überzeugende Argumente für eine weitere Zusammenarbeit. Nach sechs Bundesliga-Spieltagen der Saison 2026/27 steht der Mittelstürmer bei sechs Treffern. Damit führt er gemeinsam mit Patrik Schick von Bayer Leverkusen die Torjägerliste an. Wettbewerbsübergreifend hat er in sieben Pflichtspielen sieben Tore erzielt.

Besonders deutlich wurde sein Einfluss beim jüngsten 2:2 gegen den SC Paderborn am 17. Oktober. Werder lag zwischenzeitlich mit 0:2 zurück, ehe Füllkrug mit zwei Treffern den Ausgleich herstellte. Zunächst traf er aus dem Spiel heraus, anschließend verwandelte er einen Strafstoß. Auch beim 2:2 gegen seinen früheren Verein Borussia Dortmund hatte er eine Woche zuvor in der Nachspielzeit getroffen.

Trainer Daniel Thioune lobte nach dem Paderborn-Spiel neben der Torgefahr auch Füllkrugs Führungsqualitäten. Der Angreifer übernehme sowohl während der Spiele als auch im Trainingsalltag Verantwortung. Für die Bremer ist der Rückkehrer damit nicht nur wegen seiner Trefferquote von Bedeutung.

Füllkrug hatte für seine Rückkehr auf Geld verzichtet

Die besondere Beziehung zwischen Füllkrug und Werder Bremen reicht viele Jahre zurück. Der gebürtige Hannoveraner spielte bereits in der Jugend für die Grün-Weißen und gab dort sein Bundesligadebüt. Nach Stationen bei Greuther Fürth, dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 kehrte er 2019 zurück.

In der Saison 2022/23 wurde Füllkrug Bundesliga-Torschützenkönig, bevor er zu Borussia Dortmund wechselte. Ein Jahr später folgte der Schritt nach England zu West Ham United. Anfang 2026 spielte er zwischenzeitlich auf Leihbasis für die AC Mailand.

Bei seiner erneuten Vorstellung in Bremen im August machte Füllkrug deutlich, welche Bedeutung der Verein für ihn besitzt. Er erklärte, dass er für die Rückkehr bewusst finanzielle Abstriche akzeptiert habe. Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, wieder für Werder spielen zu können.

Eine öffentliche Zusage, auch nach dem Ende der aktuellen Leihe dauerhaft in Bremen bleiben zu wollen, hat Füllkrug bislang nicht abgegeben. Seine Äußerungen bezogen sich vor allem auf die Rückkehr und die laufende Saison.

Entscheidung über einen festen Transfer noch offen

Für Werder Bremen ergibt sich damit eine ungewöhnliche Konstellation. Sportlich hat sich die Verpflichtung des Angreifers bereits ausgezahlt. Vertraglich ist der Verein jedoch auf eine neue Verständigung mit West Ham United und Füllkrug angewiesen.

Ob daraus im kommenden Sommer ein fester Transfer wird, hängt von den Ablösevorstellungen der Engländer, den finanziellen Möglichkeiten der Bremer und einer möglichen Einigung mit dem Spieler ab. Eine konkrete Vereinbarung für die Zeit nach dem 30. Juni 2027 wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Zunächst steht für Werder die laufende Bundesliga-Saison im Mittelpunkt. Am Samstag, 24. Oktober, treffen die Bremer auswärts auf den 1. FSV Mainz 05. Füllkrug geht dabei als einer der erfolgreichsten Torjäger der bisherigen Spielzeit in die Partie. Seine sportlichen Leistungen sind damit bereits ein starkes Argument für eine weitere Zusammenarbeit. Über seine Zukunft entscheiden allerdings nicht allein die Tore.

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