
Golshifteh Farahani gehört zu den international bekanntesten Schauspielerinnen aus dem Iran. Sie spielte in europäischen Arthouse-Filmen, in Hollywood-Produktionen und zuletzt in der Netflix-Filmreihe „Extraction“. Zugleich ist sie eine der prominentesten Stimmen der iranischen Diaspora. Seit Jahren spricht sie öffentlich über Freiheit, Zensur und die Unterdrückung von Frauen im Iran.
Aktuell steht Farahani allerdings auch aus einem anderen Grund im Mittelpunkt der Berichterstattung. In einem neuen Buch des französischen Journalisten Florian Tardif wird eine angebliche platonische Verbindung zwischen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der Schauspielerin behauptet. Bestätigt ist diese Darstellung nicht. Das Umfeld von Brigitte Macron weist die Version nach Medienberichten zurück. Farahani soll eine romantische Beziehung bestritten haben.
Golshifteh Farahani wurde 1983 in Teheran geboren. Schon früh begann sie als Schauspielerin zu arbeiten und wurde im iranischen Kino bekannt. International fiel sie einem größeren Publikum vor allem durch Ridley Scotts Film „Body of Lies“ auf, in dem sie an der Seite von Leonardo DiCaprio und Russell Crowe spielte. Der Film gilt als ihr Hollywood-Debüt.
Ihr internationaler Weg hatte für Farahani persönliche Folgen. Nach ihrer Arbeit in „Body of Lies“ berichteten internationale Medien 2008, dass iranische Behörden ihr die Ausreise verweigert hätten. Die damaligen Berichte standen im Zusammenhang mit ihrer Hollywood-Rolle und ihrem Auftreten ohne die im Iran vorgeschriebene Kleiderordnung.
Farahani arbeitete nach ihrem Weggang aus dem Iran in Europa und den USA weiter. Sie spielte unter anderem in Jim Jarmuschs „Paterson“ und in „Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales“. Ein breites Streamingpublikum kennt sie außerdem als Nik Khan aus der Netflix-Filmreihe „Extraction“ mit Chris Hemsworth.
Auch die Fortsetzung bleibt für ihre Karriere wichtig. Netflix bestätigte im April 2026, dass Chris Hemsworth, Idris Elba und Golshifteh Farahani für „Extraction 3“ zurückkehren sollen. Regie führt erneut Sam Hargrave.
Der aktuelle Medienrummel geht auf das Buch „Un couple (presque) parfait“ des französischen Journalisten Florian Tardif zurück. Darin behauptet Tardif, es habe über mehrere Monate eine platonische Verbindung zwischen Emmanuel Macron und Golshifteh Farahani gegeben. In Berichten über das Buch wird außerdem dargestellt, Brigitte Macron habe Nachrichten auf dem Telefon ihres Mannes entdeckt.
Unabhängig bestätigt sind diese Angaben bislang nicht. Der Élysée-Palast hat die Behauptungen nach aktueller Berichterstattung nicht offiziell bestätigt. Das Umfeld von Brigitte Macron weist Tardifs Darstellung nach Medienberichten zurück. Farahani soll eine romantische Verbindung bestritten haben. Deshalb bleibt der Vorgang bislang eine Buchbehauptung, keine gesicherte Tatsache.
Farahani ist weit mehr als eine Schauspielerin. Seit Jahren äußert sie sich kritisch zum iranischen Regime und zur Lage von Frauen, Künstlerinnen und Oppositionellen im Iran. Nach dem Tod von Mahsa Amini und den Protesten ab 2022 wurde sie international zu einer der sichtbaren Stimmen der iranischen Diaspora.
Auch 2026 trat sie politisch deutlich auf. Bei den César Awards in Frankreich hielt sie eine viel beachtete Rede, in der sie auf die Lage von Künstlerinnen und Künstlern im Iran verwies. Bereits im Januar 2026 veröffentlichte „Le Monde“ einen persönlichen politischen Essay von Farahani über Unterdrückung, Widerstand und die Rolle westlicher Staaten gegenüber dem Iran.
Die aktuelle Aufmerksamkeit entsteht aus mehreren Entwicklungen zugleich. Farahani bleibt durch „Extraction 3“ im internationalen Streaminggeschäft präsent. Gleichzeitig wird sie wegen ihres politischen Engagements regelmäßig als Stimme der iranischen Opposition wahrgenommen. Hinzu kommen nun die unbestätigten Behauptungen aus Tardifs Buch über Emmanuel Macron.
Für die Einordnung ist wichtig: Farahanis Bedeutung lässt sich nicht auf diese Buchbehauptungen reduzieren. Ihre Karriere reicht vom iranischen Kino über europäische Autorenfilme bis zu großen Streamingproduktionen. Ihr öffentliches Profil ist zudem eng mit ihrem Engagement gegen Zensur und Unterdrückung verbunden.
Golshifteh Farahani steht für eine Generation von Künstlerinnen, die ihre internationale Bühne auch politisch nutzen. Sie wurde durch Filmrollen bekannt, aber ihre öffentliche Rolle geht darüber hinaus. Gerade deshalb wird über sie nicht nur im Kulturteil berichtet, sondern auch im politischen Kontext.
Die aktuellen Gerüchte um Emmanuel Macron bleiben bislang unbestätigt und sollten entsprechend vorsichtig eingeordnet werden. Sicher ist dagegen: Farahani gehört zu den sichtbarsten iranischen Schauspielerinnen im Exil und wird auch in den kommenden Monaten international präsent bleiben.
Quellen: Netflix, The Times, Welt, Politis, The Guardian, Le Monde, ARA.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu