
Ein großer Brand auf einem Metall und Schrottplatz in Essen-Katernberg hat am frühen Freitagmorgen einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Auf dem Gelände an der Emscherstraße geriet ein großer Schrotthaufen in Brand. Dichter Rauch zog über Teile des Essener Nordens und erreichte nach Angaben aus Gelsenkirchen auch Bereiche der Nachbarstadt.
Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung vor möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Brandrauch. Menschen in betroffenen Gebieten sollten Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungsanlagen und Klimaanlagen abschalten. Besonders gefährdete Personen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten den Rauch möglichst meiden.
Der Einsatz begann nach Angaben von Radio Essen gegen 3.20 Uhr am Freitagmorgen, 4. September. Auf dem Betriebsgelände an der Emscherstraße brannte ein größerer Schrotthaufen. Nach Angaben des WDR hatte der betroffene Metallberg eine Grundfläche von ungefähr 20 mal 20 Metern.
Am frühen Morgen waren demnach bereits rund 65 Feuerwehrleute im Einsatz. Weitere Kräfte wurden angefordert. Insgesamt rechnete die Feuerwehr zunächst mit ungefähr 80 Einsatzkräften. Wegen der Größe und Beschaffenheit des Brandes wurde davon ausgegangen, dass die Löscharbeiten noch mehrere Stunden dauern könnten.
Die Emscherstraße und die Stauderstraße waren im Bereich des Einsatzortes gesperrt. Auch rund um das Gelände richteten die Einsatzkräfte Absperrungen ein. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich meiden.
Nach Polizeiangaben wurden zunächst keine Verletzten gemeldet. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen am Morgen noch keine Angaben vor.
Die erhebliche Rauchentwicklung machte sich weit über den eigentlichen Brandort hinaus bemerkbar. Die Feuerwehr Essen warnte insbesondere für Katernberg und Altenessen vor einer starken Geruchsbelästigung durch Brandrauch.
Gegen 4.15 Uhr wurde eine Warnmeldung über das bundesweite Warnsystem verbreitet. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das betroffene Gebiet möglichst zu meiden. Fenster und Türen sollten geschlossen und Lüftungsanlagen abgeschaltet werden. Auch die Notrufnummern 110 und 112 sollten ausdrücklich nur bei tatsächlichen Notfällen gewählt werden.
Die Warnung verwies darauf, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden könnten. Eine erhöhte Gefahr bestehe insbesondere für empfindliche und gesundheitlich vorbelastete Personen.
Die Auswirkungen blieben nicht auf Essen beschränkt. Der Rauch zog am Morgen auch in Richtung Gelsenkirchen. Dort wurde vor allem im südlichen Stadtgebiet eine Geruchsbelästigung durch den Brandrauch registriert.
Wie weit sich die Rauchwolke im weiteren Verlauf ausbreitet, hängt unter anderem von Windrichtung und Windstärke ab. Eine belastbare Angabe über die endgültige räumliche Ausdehnung lag am frühen Morgen noch nicht vor.
Für Essen galt am Freitag zudem eine Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Windböen ab 9 Uhr. Erwartet wurden Böen aus südwestlicher Richtung mit Geschwindigkeiten bis etwa 60 Kilometer pro Stunde, in Schauernähe auch stärker. Die weitere Entwicklung der Rauchfahne konnte sich dadurch im Tagesverlauf verändern.
Zur konkreten Zusammensetzung des Rauchs und zu möglichen Schadstoffkonzentrationen lagen zunächst keine veröffentlichten aktuellen Messergebnisse der zuständigen Behörden vor. Die Warnung der Feuerwehr erfolgte deshalb vorsorglich aufgrund der starken Rauchentwicklung und der möglichen gesundheitlichen Belastung.
Ob Umweltbehörden bereits Messfahrzeuge eingesetzt hatten oder entsprechende Untersuchungen vorbereitet wurden, war am frühen Morgen nicht offiziell bestätigt. Aussagen über bestimmte Schadstoffe oder konkrete Konzentrationen wären daher zu diesem Zeitpunkt nicht belastbar.
Bei einem früheren Großbrand an diesem Standort waren das Umweltamt der Stadt Essen und das damalige Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW an Messungen beteiligt gewesen. Daraus lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf die aktuelle Situation ziehen.
Auch zur Entstehung des Feuers gab es am frühen Morgen noch keine gesicherten Erkenntnisse. Die Polizei gab an, dass sowohl die Brandursache als auch die Schadenshöhe zunächst unbekannt seien. Spekulationen über einen technischen Defekt, eine Selbstentzündung oder andere Ursachen waren damit nicht belegt.
Eine Untersuchung der Brandursache dürfte erst möglich sein, wenn die Löscharbeiten weit genug abgeschlossen sind und der betroffene Bereich gefahrlos betreten werden kann.
Der Brandort an der Emscherstraße war bereits bei früheren größeren Feuerwehreinsätzen betroffen. Im April 2025 brannte dort ebenfalls ein großer Schrotthaufen. Damals führte die massive Rauchentwicklung zu Warnungen auch außerhalb Essens. Im Februar 2026 kam es erneut zu einem Großbrand auf einem Schrottplatz an der Emscherstraße. Die Rauchwolke zog damals über mehrere Städte des Ruhrgebiets.
Aus den früheren Bränden lässt sich allerdings keine Ursache für den aktuellen Vorfall ableiten. Warum der Schrotthaufen am Freitagmorgen in Brand geriet, blieb zunächst offen.
Für die Bevölkerung in den vom Rauch betroffenen Gebieten galten am Morgen weiterhin die Hinweise der Feuerwehr: Rauch möglichst meiden, Fenster und Türen schließen und Lüftungsanlagen abschalten. Wann die Warnungen wieder aufgehoben werden können, hängt vom Verlauf der Löscharbeiten und der weiteren Rauchentwicklung ab.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu