
Ein Großbrand in Gutach im Ortenaukreis hat in der Nacht auf Montag einen Schwarzwaldhof vollständig zerstört. Zwei Bewohner wurden leicht verletzt. Das Feuer griff zudem auf eine angrenzende Scheune und ein Waldstück über. Wegen der Nähe des Brandorts zu den Gleisen musste die Schwarzwaldbahn für mehrere Stunden gesperrt werden. Am frühen Montagmorgen konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden. Der entstandene Schaden wird auf rund 600.000 Euro geschätzt.
Der Notruf ging am Sonntagabend kurz nach 23 Uhr bei der Feuerwehr ein. Der betroffene Hof liegt zwischen Hornberg und Gutach im Schwarzwald. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das abgelegen gelegene Gebäude bereits in Vollbrand.
Nach Angaben der Polizei breitete sich das Feuer rasch auf eine benachbarte Scheune und ein Waldstück aus. Das Bauernhaus brannte vollständig aus. Noch in der Nacht gelang es den Einsatzkräften, den eigentlichen Brand zu löschen. Am Montagmorgen waren Feuerwehrkräfte weiterhin vor Ort, um einzelne Glutnester zu kontrollieren und abzulöschen.
Die ersten Meldungen in der Nacht hatten zunächst von mehreren betroffenen Gebäuden und einem Waldstück gesprochen. Inzwischen ist bestätigt, dass neben dem Wohngebäude mindestens eine angrenzende Scheune vom Feuer erfasst wurde. Eine konkrete Größe der betroffenen Waldfläche wurde zunächst nicht genannt.
Zwei Bewohner des Hauses erlitten bei dem Brand leichte Verletzungen. Darüber hinaus mussten zwei Feuerwehrleute medizinisch versorgt werden. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten sie wegen der starken Hitze Kreislaufprobleme bekommen. Angaben zu schwereren Verletzungen lagen am Montagmorgen nicht vor.
Auswirkungen hatte der Großbrand auch auf den Bahnverkehr. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gleise der Schwarzwaldbahn. Die Strecke wurde deshalb während des Einsatzes vorsorglich gesperrt. Nach den aktualisierten Angaben wurde die Sperrung gegen 3.30 Uhr am Montagmorgen aufgehoben.
Die Schwarzwaldbahn gehört zu den wichtigen Regionalverbindungen im Südwesten. Regional-Express-Züge fahren regulär stündlich von Karlsruhe über Offenburg, Hausach, Hornberg, Triberg, Villingen und Singen bis nach Konstanz am Bodensee. Die Strecke durchquert damit den Schwarzwald in Ost-West-Richtung und verbindet die Rheinebene mit der Bodenseeregion.
Entgegen einzelner früher Formulierungen ist bislang nicht bestätigt, dass das Feuer selbst auf die Gleisanlagen übergriff. Gesichert ist, dass die Nähe des Brandorts zur Bahnstrecke eine zeitweise Sperrung erforderlich machte.
Der Sachschaden wird nach den bislang vorliegenden Angaben auf etwa 600.000 Euro geschätzt. Der Schwarzwaldhof selbst wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Hinzu kommen Schäden an der angrenzenden Scheune und an der vom Feuer erfassten Vegetation. Ob sich die Schadenssumme im Laufe der weiteren Untersuchungen noch verändert, war zunächst offen.
Auch zur Nutzung der betroffenen Nebengebäude sowie zu möglichen weiteren Sachwerten auf dem Gelände lagen am frühen Montagmorgen keine näheren Angaben vor.
Warum das Feuer ausbrach, war am Montagmorgen noch nicht geklärt. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass der Brand am späten Sonntagabend ausbrach und sich anschließend schnell ausbreitete. Angaben zu einem technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder einer anderen konkreten Ursache lagen nicht vor.
Die weiteren Ermittlungen zur Brandentstehung liegen bei den zuständigen Behörden. Bis Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, lässt sich zur Ursache keine belastbare Aussage treffen.
Der Einsatz selbst dauerte über mehrere Stunden. Nachdem die offenen Flammen in der Nacht gelöscht worden waren, konzentrierten sich die Arbeiten am Morgen auf verbliebene Glutnester. Für den Bahnverkehr hatte sich die Lage zu diesem Zeitpunkt bereits normalisiert.






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