
Taylor Swift hat bei den MTV Video Music Awards 2026 einen neuen Rekord aufgestellt. Bei der Verleihung am Sonntagabend im Peacock Theater in Los Angeles gewann sie mit „The Fate of Ophelia“ den Preis für das Video des Jahres. Dazu kamen die Auszeichnung für die beste Regie für „Opalite“ sowie der erstmals vergebene Sonderpreis „MTV VMA Artist Director Honors“. Damit steht Swift inzwischen bei insgesamt 33 VMAs und löst Beyoncé als bislang meistgeehrte Künstlerin und insgesamt erfolgreichste Person der Preisgeschichte ab. Madonna sammelte unterdessen sieben Trophäen und gewann damit mehr Preise als jeder andere Act des Abends.
Die MTV VMAs wurden von Snoop Dogg moderiert und erstmals seit 2017 wieder an der US-Westküste veranstaltet. Die Show wurde in den USA gleichzeitig bei CBS und MTV ausgestrahlt und über Paramount+ gestreamt. Zahlreiche Hauptkategorien wurden durch Fan-Abstimmungen entschieden, während bei den technischen Kategorien Fachentscheidungen zum Einsatz kamen.
Mit dem Sieg für „The Fate of Ophelia“ setzte Taylor Swift ihre Serie bei den VMAs fort. Vor der diesjährigen Veranstaltung hatten Swift und Beyoncé mit jeweils 30 gewonnenen Preisen gemeinsam an der Spitze gelegen. Bereits durch den neu geschaffenen „Artist Director Honors“ ging Swift allein in Führung. Nach dem zusätzlichen Sieg für das Video des Jahres und dem Regiepreis für „Opalite“ lag ihre Gesamtzahl schließlich bei 33.
Der neue Ehrenpreis würdigt Swifts Arbeit hinter der Kamera. Nach Angaben von Reuters hat sie 18 ihrer rund 60 Musikvideos selbst geschrieben und inszeniert. Während der Veranstaltung wurde außerdem das Video zu ihrer neuen Single „Patient Zero“ vorgestellt, in dem Dakota Fanning und Colin Farrell zu sehen sind. In ihrer Rede über ihre Regiearbeit hob Swift vor allem die Reaktion ihrer Fans hervor. Sie sagte unter anderem: „You actually care about what we’re making.“
Den Preis für das Video des Jahres widmete Swift Dolly Parton. Die Country-Sängerin und Songwriterin war im August 2026 im Alter von 80 Jahren gestorben. Swift bezeichnete Parton in ihrer Dankesrede als „the ultimate showgirl“ und würdigte insbesondere deren Fähigkeit, Geschichten in ihren Liedern lebendig werden zu lassen.
Die Widmung fügte sich in eine weitere Ehrung des Abends ein. Kacey Musgraves erinnerte musikalisch an Parton und sang „I Will Always Love You“, einen der bekanntesten von Parton geschriebenen Songs.
Während Swift den historischen Gesamt-Rekord übernahm, sammelte Madonna bei den MTV VMAs 2026 die meisten Preise der aktuellen Veranstaltung. Sie gewann sieben Trophäen. Darunter waren Artist of the Year, Best Dance für „Confessions II – The Film“, Best Collaboration gemeinsam mit Sabrina Carpenter für „Bring Your Love“, Best Cinematography, Best Choreography, Best Long Form Video sowie Best Album für „Confessions II“.
Madonna eröffnete zudem die Show. Es war nach Angaben von CBS und MTV ihre erste VMA-Liveperformance seit 23 Jahren. Sabrina Carpenter kam für „Bring Your Love“ hinzu, Charli XCX für „Danceteria Afterhours“.
In ihrer Rede als Artist of the Year erinnerte Madonna an ihren Auftritt mit „Like a Virgin“ bei den ersten VMAs 1984. Damals habe eine Panne mit ihrem Schuh dazu geführt, dass sie improvisieren musste. Später habe ihr Manager ihr erklärt, ihre Karriere sei nun vorbei. Mehr als vier Jahrzehnte später nutzte Madonna die Geschichte als Rückblick auf ihre lange Verbindung zu den VMAs. Über die Arbeit an „Confessions II“ erklärte sie, sie habe die vergangenen 18 Monate damit verbracht, wieder zu sich selbst zu finden und die Musik zu machen, die sie machen wollte.
Auch BTS gehörten zu den mehrfach ausgezeichneten Acts. Die südkoreanische Gruppe gewann mit „SWIM“ den Preis für den Song des Jahres und setzte sich damit unter anderem gegen Titel von Ella Langley, HUNTR/X, Raye sowie Madonna und Sabrina Carpenter durch. „SWIM“ gewann zudem in der Kategorie Best K-Pop. BTS erhielten außerdem den über soziale Netzwerke vergebenen Preis als Best Group.
Lisa von Blackpink gewann mit „Dream“ den Preis für Best Pop. In ihrer Dankesrede richtete sie sich an ihre Fans und sagte unter Tränen: „I wouldn’t be here without you guys.“ Die britische Sängerin Sienna Spiro wurde als Best New Artist ausgezeichnet.
Weitere große Genrepreise gingen an Cardi B und Kehlani mit „Safe“ für Best Hip-Hop, Bruno Mars mit „I Just Might“ für Best R&B und Olivia Rodrigo mit „the cure“ für Best Alternative. Bad Bunny gewann mit „NUEVAYoL“ die Kategorie Best Latin, Ella Langley erhielt für „Choosin’ Texas“ den Country-Preis.
Neben Taylor Swift und Madonna verteilten sich die handwerklichen Auszeichnungen auf mehrere Produktionen. PinkPantheress gewann für „Stateside + Zara Larsson“ Best Art Direction. Sabrina Carpenters „House Tour“ wurde für den besten Schnitt ausgezeichnet. Ariana Grande erhielt mit „hate that i made you love me“ den Preis für die besten visuellen Effekte. Ihr Song wurde außerdem als Song of Summer ausgezeichnet.
Madonnas „Confessions II – The Film“ gewann neben Best Dance auch die Preise für Kamera und Choreografie. Swift wurde für „Opalite“ als beste Regisseurin ausgezeichnet. Die technischen Kategorien wurden anders als zahlreiche Hauptpreise nicht durch das reguläre Fan-Voting entschieden.
Zu den Sonderauszeichnungen gehörte außerdem der Video Vanguard Award für Nirvana. Die traditionsreiche Ehrung würdigt den langfristigen Einfluss von Künstlern auf das Musikvideo als Kunst- und Ausdrucksform. Die Auszeichnung für Nirvana war bereits vor der Show offiziell angekündigt worden.
Auch die musikalischen Auftritte gingen deutlich über die beiden größten Gewinnerinnen hinaus. Neben Madonna standen unter anderem Lisa, Raye, Sienna Spiro, Shaboozey, Gunna sowie GENER8ION und Yung Lean auf dem Programm. Raye, Sombr und Teddy Swims wirkten an einer Würdigung des verstorbenen George Michael mit.
Die MTV Video Music Awards bleiben damit zugleich Publikumswahl, Musikshow und Preis für visuelle Gestaltung. 2026 prägten vor allem zwei Künstlerinnen die Ergebnisliste: Madonna mit den meisten gewonnenen Trophäen des Abends und Taylor Swift mit einem neuen historischen Gesamt-Rekord von 33 Auszeichnungen.






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