
Ein Großeinsatz am Rhein bei Koblenz hat am Samstagnachmittag zahlreiche Rettungskräfte beschäftigt. Feuerwehr, Wasserrettung und Polizei suchten nach Hinweisen auf zwei mögliche Personen im Wasser. Ein Mann konnte sich selbst ans Ufer retten. Die Suche nach einer möglicherweise zweiten Person blieb dagegen ohne Ergebnis und wurde nach fast zwei Stunden beendet. Ob sich tatsächlich noch ein weiterer Mensch im Rhein befunden hatte, blieb zunächst unklar.
Ausgangspunkt des Einsatzes war eine Beobachtung von Zeugen am frühen Samstagnachmittag. Sie hatten eine Person im Rhein bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Daraufhin wurde eine größere Wasserrettungsaktion eingeleitet. Die Feuerwehr richtete eine sogenannte Auffanglinie ein. Dabei positionieren sich Einsatzboote flussabwärts, um eine im Wasser treibende Person möglichst frühzeitig aufnehmen zu können.
Noch während die Einsatzkräfte ihre Suchmaßnahmen aufbauten, gelang es dem betroffenen Mann, aus eigener Kraft das Ufer zu erreichen. Dort wurde er schließlich gefunden. Nach Angaben der Feuerwehr war er stark erschöpft. Weitere gesicherte Angaben zu seinem Gesundheitszustand oder dazu, wie er in den Rhein geraten war, lagen zunächst nicht vor.
Damit war der Großeinsatz am Rhein bei Koblenz allerdings noch nicht beendet. Während der laufenden Rettungsmaßnahmen erhielten die Kräfte den Hinweis, dass möglicherweise eine zweite Person im Wasser sein könnte. Die Suche wurde daraufhin ausgeweitet.
Die Einsatzkräfte suchten nun auch weiter flussabwärts. Neben mehreren Feuerwehren und Kräften der Wasserrettung beteiligte sich auch die Polizei. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte eingebunden. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt, um den Fluss und angrenzende Bereiche aus der Luft abzusuchen.
Trotz der umfangreichen Maßnahmen wurde keine weitere Person gefunden. Nach fast zwei Stunden beendete die Feuerwehr den Einsatz. Offiziell bestätigt war zu diesem Zeitpunkt lediglich, dass ein Mann selbstständig das Ufer erreicht hatte und die anschließende Suche nach einer möglicherweise zweiten Person ohne Fund geblieben war. Ob tatsächlich noch jemand im Rhein gewesen war, ließ sich zunächst nicht klären.
Damit unterscheidet sich die Lage am Abend von den ersten Meldungen während des laufenden Einsatzes. Zu diesem Zeitpunkt suchten die Kräfte noch nach einer zweiten Person. Nach Abschluss der Maßnahmen bestand dagegen keine bestätigte Vermisstenlage im Zusammenhang mit einer nachweislich im Wasser befindlichen zweiten Person.
Einsätze auf dem Rhein können bereits aufgrund der Strömungsverhältnisse aufwendig werden. Hinzu kommt der Schiffsverkehr. Die DLRG warnt grundsätzlich vor den Gefahren in fließenden Gewässern. Strömungen könnten erheblich stärker sein, als sie vom Ufer aus erscheinen. Wer in eine Strömung gerät, solle nach Angaben der Organisation nicht versuchen, mit aller Kraft direkt dagegen anzuschwimmen. Stattdessen empfiehlt die DLRG, sich mit der Strömung treiben zu lassen und schräg in Richtung Ufer zu bewegen.
Am Rhein kommen weitere Risiken durch Schiffe, Sogwirkungen, Wellenschlag sowie schwer erkennbare Strömungen hinzu. Auch geübte Schwimmer können dadurch in Schwierigkeiten geraten. Die DLRG weist deshalb seit Jahren darauf hin, dass das Schwimmen im Rhein mit erheblichen Gefahren verbunden ist.
Für Rettungsorganisationen bedeutet das, dass bei Meldungen über Menschen im Fluss oft rasch mehrere Boote und Einsatzabschnitte koordiniert werden müssen. Auffanglinien gehören dabei zu den etablierten taktischen Maßnahmen. Auch bei früheren Wasserrettungseinsätzen im Raum Koblenz wurden Boote verschiedener Einheiten flussabwärts positioniert, um den Fluss auf treibende Personen abzusuchen.
Zu den Umständen, unter denen der Mann am Samstag in den Rhein gelangte, gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Ebenso blieb offen, worauf der Hinweis auf eine mögliche zweite Person konkret beruhte. Die Tatsache, dass niemand gefunden wurde, belegt nicht, dass sich keine zweite Person im Wasser befunden hatte. Umgekehrt war aber auch nicht bestätigt, dass tatsächlich ein weiterer Mensch in den Rhein geraten war.
Nach dem Ende der fast zweistündigen Suche lagen keine Angaben darüber vor, dass die Wasserrettungsmaßnahmen fortgesetzt wurden. Damit endete der Großeinsatz am Samstagnachmittag ohne Fund einer zweiten Person. Der Mann, dessen Sichtung den Einsatz ausgelöst hatte, hatte das Ufer zuvor selbst erreicht.
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