Heizöl im November rund 80 Prozent teurer als vor einem Jahr

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Die Heizölpreise in Deutschland liegen Anfang November 2026 weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Am Donnerstag, 5. November, kosteten 100 Liter Heizöl nach Angaben des Vergleichsportals HeizOel24 im bundesweiten Durchschnitt rund 171,40 Euro. Damit lag der Preis etwa 80 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Für eine Bestellung von 3.000 Litern müssen Verbraucher rechnerisch mehr als 5.100 Euro bezahlen. Ausschlaggebend für die hohen Preise sind vor allem die Folgen des Krieges zwischen den USA und dem Iran für den internationalen Ölmarkt.

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Heizölpreise liegen Anfang November bei rund 170 Euro

Die aktuellen Preisübersichten zeigen weiterhin ein hohes Niveau. HeizOel24 ermittelte am Donnerstagmorgen einen bundesweiten Durchschnitt von rund 171,40 Euro je 100 Liter. Das Portal oelpreise.de wies am 5. November um 7.20 Uhr einen Durchschnittspreis von 169,21 Euro aus. Beide Angaben beziehen sich auf eine Bestellmenge von 3.000 Litern.

Die Unterschiede ergeben sich unter anderem aus den erfassten Händlerangeboten und den jeweiligen Berechnungsmethoden. Auch regional können die Preise deutlich voneinander abweichen. Entscheidend für den tatsächlichen Rechnungsbetrag sind außerdem die Liefermenge und die vereinbarten Lieferbedingungen.

Wie stark sich Heizöl verteuert hat, zeigen die Vergleichswerte aus dem vergangenen Jahr. Nach Berechnungen von HeizOel24 lag der Preis am 5. November rund 80 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Energiekonzern TotalEnergies meldete am 4. November einen Anstieg um 78,5 Prozent innerhalb eines Jahres.

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Bereits für September hatte das Statistische Bundesamt eine Verteuerung von leichtem Heizöl um 74,9 Prozent gegenüber September 2025 festgestellt. Die verschiedenen Werte beziehen sich auf unterschiedliche Erhebungszeiträume und Preisgrundlagen.

Iran-Krieg belastet die internationalen Ölmärkte

Eine wesentliche Ursache für die hohen Heizölpreise ist die angespannte Versorgungslage auf den internationalen Energiemärkten. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat den Ölhandel im Nahen Osten erheblich beeinträchtigt. Besonders die eingeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus wirkt sich auf die weltweiten Lieferströme aus.

Die Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel gehört zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl. Störungen und zusätzliche Risiken beim Transport können die Versorgung verteuern und die Preisentwicklung an den Rohstoffbörsen beeinflussen.

Allerdings bewegen sich die Ölpreise nicht ausschließlich nach oben. Am Mittwoch, 4. November, gingen die internationalen Rohölnotierungen deutlich zurück. Hintergrund waren unter anderem Erwartungen, dass politische Verhandlungen zur Entspannung des Konflikts beitragen könnten. Die Nordseesorte Brent fiel nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auf rund 94,60 US-Dollar je Barrel.

Für den deutschen Heizölmarkt sind neben den Rohölpreisen auch die Notierungen für Gasöl, die Raffineriekosten und der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar entscheidend. Hinzu kommen Transportkosten, Energiesteuer, CO₂-Preis und Mehrwertsteuer. Deshalb schlagen Veränderungen des Rohölpreises nicht immer unmittelbar und in gleicher Höhe auf die Verbraucherpreise durch.

Eine Heizölbestellung kostet mehr als 5.000 Euro

Die hohen Preise machen sich besonders bemerkbar, wenn Haushalte ihren Öltank vor dem Winter auffüllen müssen. Bei einem angenommenen Preis von 171,40 Euro je 100 Liter kostet eine Bestellung von 3.000 Litern rund 5.142 Euro.

Zum Vergleich: Bei einem Preis von 95 Euro je 100 Liter wären für dieselbe Menge 2.850 Euro fällig geworden. Der Unterschied beträgt damit nahezu 2.300 Euro. Die Rechnung verdeutlicht, wie stark sich eine größere Heizölbestellung innerhalb eines Jahres verteuert hat.

Wie hoch die tatsächlichen Mehrkosten eines Haushalts ausfallen, hängt allerdings davon ab, wann zuletzt Heizöl gekauft wurde, welche Mengen noch im Tank vorhanden sind und wie viel Energie das Gebäude benötigt.

Heizkosten könnten 2026 deutlich steigen

Auch für die gesamten jährlichen Heizkosten zeichnet sich eine spürbare Belastung ab. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rechnet in ihrem Heizspiegel 2026 mit steigenden Ausgaben für Haushalte, die mit Öl heizen.

Für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus prognostiziert die Organisation Heizkosten von 1.275 Euro im Jahr 2026. Im Vorjahr lagen sie bei 1.030 Euro. Das entspricht einem Anstieg um rund 24 Prozent.

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche erwartet co2online einen Anstieg von 2.145 auf 2.745 Euro. Das wären rund 600 Euro beziehungsweise 28 Prozent mehr.

Die prognostizierten Jahreskosten steigen damit deutlich weniger stark als die aktuellen Heizölpreise im Vorjahresvergleich. Der Grund liegt unter anderem darin, dass sich die jährlichen Heizkosten aus dem tatsächlichen Verbrauch und den über einen längeren Zeitraum angefallenen Brennstoffkosten ergeben.

Weitere Preisentwicklung bleibt von der Weltmarktlage abhängig

Ob Heizöl in den kommenden Wochen günstiger wird, hängt wesentlich von der Entwicklung auf den internationalen Ölmärkten ab. Eine Entspannung im Nahen Osten könnte den Preisdruck verringern. Neue Unterbrechungen von Lieferwegen oder eine Verschärfung des Konflikts könnten dagegen weitere Preissteigerungen auslösen.

Hinzu kommt die Nachfrage während der Heizperiode. Für Verbraucher mit Ölheizung bleibt damit nicht nur der aktuelle Preis entscheidend, sondern auch die Frage, wie viel Heizöl kurzfristig benötigt wird. Ein Vergleich verschiedener Händlerangebote kann sich angesichts der regionalen Preisunterschiede lohnen.

Die Entwicklung Anfang November zeigt zugleich, dass sinkende Rohölnotierungen nicht automatisch eine schnelle Rückkehr zu den deutlich niedrigeren Heizölpreisen des vergangenen Jahres bedeuten.

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