Bis zu 90 Euro für ein Ticket: Hoffenheim verteidigt Preise gegen Schalke

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Symbolbild mit KI erstellt

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Die Ticketpreise bei Hoffenheim sorgen erneut für Kritik. Vor dem Bundesliga-Heimspiel der TSG Hoffenheim gegen den FC Schalke 04 am Sonntag, 8. November 2026, werden für bestimmte Sitzplätze bis zu 90 Euro verlangt. Beim späteren Heimspiel gegen die SV Elversberg soll ein Platz derselben Kategorie lediglich 25 Euro kosten. Schalke kritisiert die erheblichen Unterschiede. Die TSG verteidigt ihre Preisgestaltung und verweist auf die Nachfrage sowie günstigere Angebote für andere Zuschauergruppen.

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Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Hoffenheim, dass für besonders gefragte Begegnungen höherpreisige Ticketkategorien vorgesehen seien. Gleichzeitig gebe es auch bei solchen Spielen Sitzplätze ab 29 Euro für Erwachsene und ab 18 Euro für Kinder. Das Preismodell ermögliche nach Darstellung des Vereins außerdem besondere Angebote für Familien, Schulen und Vereine sowie langfristig stabile Dauerkartenpreise.

Ticketpreise gegen Schalke deutlich höher als bei anderen Gegnern

Besonders auffällig ist der Preisvergleich zwischen den beiden Bundesliga-Aufsteigern Schalke 04 und SV Elversberg. Während für einen Sitzplatz in einer bestimmten Kategorie beim Schalke-Spiel 90 Euro verlangt werden, liegt der ausgewiesene Preis für dieselbe Kategorie beim Heimspiel gegen Elversberg im Januar 2027 bei 25 Euro. Der Unterschied beträgt damit 65 Euro.

Nach Angaben von Sky Sport wurden im freien Verkauf für das Schalke-Spiel Sitzplätze zwischen 52 und 90 Euro angeboten. Diese Preise betreffen insbesondere Zuschauer, die sich außerhalb des offiziellen Gästekontingents Karten sichern wollten.

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Davon zu unterscheiden sind die regulären Auswärtskarten, die Schalke über sein eigenes Ticketsystem vergeben hat. In der offiziellen Ticketübersicht des Vereins wurden für die Begegnung in Sinsheim folgende Preise genannt: 57 Euro für einen Sitzplatz, 19,80 Euro für einen Stehplatz und 19,80 Euro für Rollstuhlfahrer einschließlich Begleitung.

Der Vorverkauf über Schalke lief bis zum 28. September. Die besonders hohen Preise von bis zu 90 Euro gelten somit nicht pauschal für sämtliche Gästefans. Sie betreffen bestimmte Sitzplatzbereiche des Stadions.

FC Schalke 04 kritisiert Hoffenheims Preispolitik

Die deutlichen Preisunterschiede stoßen beim FC Schalke 04 auf Unverständnis. Sebastian Buntkirchen, Direktor Fankultur des Vereins, kritisierte gegenüber Sky Sport insbesondere die höheren Preise bei Begegnungen mit Mannschaften, die viele Anhänger zu Auswärtsspielen mitbringen.

Aus seiner Sicht berücksichtige Hoffenheim bei der Preisgestaltung, dass zahlreiche Schalke-Anhänger auch teurere Eintrittskarten kaufen würden. Der Verein betrachte diese Entwicklung kritisch. Zugleich betonte Buntkirchen, dass Schalke stolz auf die große Unterstützung seiner Fans bei Auswärtsspielen sei.

Die Nachfrage übersteigt das reguläre Angebot deutlich. Nach den von Sky Sport wiedergegebenen Vereinsangaben gingen bei Schalke etwa 14.000 Ticketanfragen ein. Für den offiziellen Gästebereich standen dagegen rund 3.000 Karten zur Verfügung.

Deshalb rechnet der Verein damit, dass zahlreiche Schalker Fans auf den freien Verkauf der TSG Hoffenheim ausgewichen sind. Nach Angaben der dpa werden insgesamt bis zu 11.000 Anhänger aus Gelsenkirchen erwartet. Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um eine bereits feststehende Besucherzahl.

Laut Sky Sport soll Schalke die Problematik zuvor gegenüber Hoffenheim angesprochen haben. Auch eine mögliche Erweiterung des Gästekontingents sei demnach Thema gewesen. Eine entsprechende Ausweitung kam jedoch nicht zustande. Eine unabhängige Bestätigung der Einzelheiten dieser Gespräche lag zunächst nicht vor.

TSG Hoffenheim verweist auf Nachfrage und günstigere Angebote

Die TSG Hoffenheim hält an ihrem differenzierten Preismodell fest. Nach Darstellung des Bundesligisten werden besonders gefragte Begegnungen in höhere Preiskategorien eingeordnet. Neben Schalke gehören dazu unter anderem Spiele gegen den FC Bayern München, Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und den Hamburger SV.

Der Verein hebt hervor, dass günstige Eintrittskarten auch bei stark nachgefragten Spielen Bestandteil seines Angebots seien. Mit Sitzplätzen ab 29 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder wolle man unterschiedliche Zuschauergruppen erreichen.

Allerdings bedeutet ein grundsätzlich vorhandener günstiger Tarif nicht, dass entsprechende Plätze zu jedem Zeitpunkt des Vorverkaufs noch verfügbar sind. Insbesondere für Anhänger, die nahe am Gästeblock sitzen möchten, kann die Auswahl eingeschränkt sein.

Ob die TSG ihre Preisgestaltung angesichts der erneuten Kritik verändern will, war zunächst nicht bekannt. Eine entsprechende Ankündigung des Vereins lag nicht vor.

Bereits beim Hamburger SV gab es Kritik an den Eintrittspreisen

Der aktuelle Konflikt ist nicht der erste dieser Art in der laufenden Bundesligasaison. Bereits vor dem Heimspiel der Hoffenheimer gegen den Hamburger SV am 10. Oktober hatten die Ticketpreise für Diskussionen gesorgt.

Damals kosteten bestimmte Sitzplätze ebenfalls zwischen 52 und 90 Euro. Der NDR berichtete, dass die Karten damit teilweise nahezu doppelt so teuer waren wie bei der anschließenden Begegnung gegen Bayer Leverkusen. Auch aus der Hamburger Fanszene kam deutliche Kritik.

Hoffenheim erklärte seinerzeit gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass besondere Preismodelle für gefragte Begegnungen bereits seit Jahren üblich seien. Außerdem machten die teuersten Sitzplätze nur einen begrenzten Anteil der gesamten Stadionkapazität aus.

Die erneute Kritik aus Schalke zeigt, dass unterschiedliche Preise je nach Gegner weiterhin zu Konflikten führen. Besonders betroffen sind Fans von Vereinen mit großer Auswärtsanhängerschaft, die nicht ausschließlich auf das reguläre Gästekontingent zurückgreifen können.

Topspiel-Zuschläge gibt es auch bei anderen Bundesligisten

Die Einteilung von Fußballspielen in unterschiedliche Preiskategorien ist nicht auf die TSG Hoffenheim beschränkt. Auch andere Bundesligisten verlangen für ausgewählte Begegnungen höhere Eintrittspreise.

Der FC Schalke 04 selbst hat für die Saison 2026/2027 zusätzliche Topspiel-Zuschläge für seine Heimspiele gegen Bayern München und Borussia Dortmund eingeführt. Nach der offiziellen Preisübersicht betragen diese je nach Sitzplatzkategorie zehn beziehungsweise 20 Euro. Bei Stehplätzen fällt ein Zuschlag von 1,50 Euro an. Die regulären Tageskartenpreise sollen ansonsten grundsätzlich unverändert bleiben.

Ein direkter Vergleich sämtlicher Ticketpreise zwischen den Bundesligisten ist allerdings schwierig. Unterschiedliche Stadionbereiche, Ermäßigungen, Verfügbarkeit und Verkaufsbedingungen beeinflussen die tatsächlichen Kosten eines Stadionbesuchs.

Eine Besonderheit zeigt sich bei Hoffenheims Dauerkarten. Nach einem Preisvergleich von Transfermarkt vom August 2026 bietet die TSG mit 158 Euro die günstigste reguläre Vollzahler-Dauerkarte der Bundesliga an. Dieser Preis gilt für die gesamte Saison und ist deshalb nicht unmittelbar mit den Kosten einzelner Tageskarten vergleichbar.

Die Diskussion betrifft damit vor allem die Unterschiede zwischen den Preisen für einzelne Heimspiele und Zuschauergruppen. Während Hoffenheim sein Modell mit der Nachfrage und günstigen Angeboten für bestimmte Gruppen begründet, kritisiert Schalke die hohen Kosten für Fans, die ihre Mannschaft auch auswärts unterstützen möchten.

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