
Mit „House of Yang“ startet am Freitag, 9. Oktober 2026, eine neue deutsche Mysteryserie in der ARD Mediathek. Alle sechs Folgen werden auf einmal bereitgestellt. Auch im linearen Fernsehen müssen Zuschauer nicht wochenlang auf die Fortsetzung warten: Das Erste zeigt die komplette Serie in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober ab 23:55 Uhr hintereinander. Im Mittelpunkt steht eine deutsch-chinesische Familie, deren Vergangenheit eng mit einem alten Haus im Schwarzwald verbunden ist.
House of Yang in der ARD Mediathek ist ab Freitag, 9. Oktober 2026, mit allen sechs Episoden verfügbar. Ein wöchentlicher Veröffentlichungsrhythmus ist nicht vorgesehen. Der deutsche und internationale Titel ist identisch: „House of Yang“. Eine frühere Staffel gibt es nicht. Es handelt sich um den Auftakt der Serie, eine Fortsetzung oder zweite Staffel wurde bislang nicht angekündigt.
Die erste Staffel umfasst sechs Episoden. Die ARD kündigt sie mit jeweils ungefähr 30 Minuten Laufzeit an, während die tatsächlichen Sendefenster im Ersten teilweise etwas kürzer ausfallen. Die Produktionsfirma Wood Water Films führt das Format mit sechs Folgen zu jeweils rund 25 Minuten. Ein wöchentlicher Veröffentlichungsrhythmus ist nicht vorgesehen. Sämtliche Folgen sollen am 9. Oktober gleichzeitig in der ARD Mediathek verfügbar werden.
Im Ersten beginnt die Ausstrahlung am Freitag um 23:55 Uhr mit Folge eins. Danach folgen die weiteren Episoden ohne Wochenabstand: Folge zwei um 00:20 Uhr, Folge drei um 00:50 Uhr, Folge vier um 01:20 Uhr, Folge fünf um 01:45 Uhr und Folge sechs um 02:05 Uhr. Der Serienblock endet laut ARD-Programm gegen 02:28 Uhr.
Damit unterscheidet sich die lineare Auswertung von vielen Serienstarts, die über mehrere Wochen verteilt werden. Bei „House of Yang“ können Zuschauer die komplette Geschichte sowohl online als auch in einer einzigen Fernsehnacht verfolgen.
Die Handlung beginnt mit Jessie, die gemeinsam mit ihrer jugendlichen Tochter Mila in das frühere Elternhaus ihrer Familie im Schwarzwald zurückkehrt. Jessie will sich mit dem Haus und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Besonders schwer wiegt das Verschwinden ihrer jüngeren Schwester Isabel, die seit 1999 vermisst wird.
Die Serie erzählt ihre Familiengeschichte über mehrere Zeitebenen. Neben der Gegenwart spielen Ereignisse aus den Jahren 1949 und 1999 eine zentrale Rolle. Bereits Jahrzehnte vor Isabels Verschwinden war ein weiteres Mädchen aus demselben Haus verschwunden. Die Mysteryelemente verbinden diese Ereignisse miteinander und führen Jessie und Mila immer tiefer in die Geschichte ihrer Familie.
Dabei geht es nicht ausschließlich um übernatürliche Rätsel. „House of Yang“ behandelt auch Erfahrungen einer deutsch-chinesischen Familie über mehrere Generationen hinweg. Themen wie Ausgrenzung, Sprachlosigkeit innerhalb der Familie und weitergegebene Belastungen aus früheren Generationen bilden einen wesentlichen Teil der Geschichte. Der WDR beschreibt die Serie zudem als Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus und familiären Traumata.
Elisa Hofmann spielt Jessie, Purnima Grätz deren Tochter Mila. Zum zentralen Ensemble gehören außerdem Linda Chang als Yang, Andrea Guo als Daiyu, Emma Bading als junge Elsa, Vladimir Burlakov als junger Wolfgang, Ursula Werner als ältere Elsa, Antonia Bill als Tabea und Max Woelky als Benni. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Xue Lili Pautze, Clara Jaschob, Mengran Huang, Christian Kerepeszki und Marco Gianni.
Die zeitlich versetzte Erzählweise macht mehrere Besetzungen verschiedener Generationen erforderlich. So verkörpert Clara Jaschob Jessie in jüngeren Jahren, während Xue Lili Pautze als Isabel zu sehen ist.
Creatorin und Showrunnerin von „House of Yang“ ist Stefanie Ren. Sie entwickelte die Geschichte und schrieb die Drehbücher aller sechs Folgen. Regie führte Mia Spengler. Die Kamera verantwortete Zamarin Wahdat, die Musik stammt von Marc Fragstein.
Produziert wurde „House of Yang“ von Wood Water Films in Koproduktion mit dem Südwestrundfunk. Als Produzenten werden Arto Sebastian, Karoline Henkel und Jasper Philipp Mielke genannt. Die redaktionelle Verantwortung beim SWR liegt bei Katharina Dufner. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg unterstützte die Produktion mit Förderung.
Das Serienkonzept war bereits 2024 erfolgreich. Es gewann den SWR-Ideenwettbewerb „Tief im Südwesten“, bei dem nach einer originären, im Südwesten Deutschlands angesiedelten Serienidee gesucht wurde. Nach Angaben des SWR setzte sich das Projekt dabei gegen rund 180 weitere Einreichungen durch.
Noch vor dem regulären Start in der ARD hatte „House of Yang“ einen internationalen Festivalauftritt. Die Serie feierte im Februar 2026 ihre Weltpremiere im Bereich Berlinale Special Series. Gezeigt wurden dort die ersten drei der insgesamt sechs Folgen. Damit war das Projekt bereits mehrere Monate vor der Veröffentlichung in der ARD Mediathek einem Festivalpublikum vorgestellt worden.
Der Festivalauftritt unterstreicht zugleich, dass die Produktion trotz ihrer regionalen Verankerung im Schwarzwald nicht als klassische Heimatserie angelegt ist. Mystery und Horror bilden den Genre-Rahmen, während die Geschichte einer Familie mit deutschen und chinesischen Wurzeln den erzählerischen Mittelpunkt bildet.
Die ARD Mediathek kennzeichnet den derzeit verfügbaren Trailer zu „House of Yang“ mit „Ab 12“. Auch in der aktuellen Vorschau der Mediathek wird die Serie mit dieser Altersangabe geführt. Eine davon getrennte FSK-Freigabe für jede einzelne der sechs Folgen wird in den offiziellen Startinformationen nicht ausgewiesen.
Die Serie enthält nach den veröffentlichten Inhaltsangaben Mystery- und Horrorelemente sowie belastende familiäre Themen. Konkrete Auflösungen der Rätsel bleiben vor dem Start bewusst offen.
Bei „House of Yang“ handelt es sich um eine neue Serie und nicht um die Fortsetzung eines bestehenden Formats. Entsprechend gibt es keine Vorgängerstaffel, die Zuschauer vorher gesehen haben müssten.
Auch eine zweite Staffel ist derzeit nicht angekündigt. Der zunächst bestätigte Umfang besteht aus sechs Episoden. Damit konzentriert sich der aktuelle Start vollständig auf diese erste Geschichte. Ob das Format später fortgesetzt wird, ist bislang offen.
Am 9. Oktober steht zunächst die komplette erste Staffel im Mittelpunkt. Für Streamingzuschauer erscheinen alle sechs Folgen gleichzeitig in der ARD Mediathek. Wer die Serie klassisch im Fernsehen sehen möchte, kann sie ab 23:55 Uhr im Ersten ebenfalls vollständig verfolgen.
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