
Michael Douglas blickt in seinen neuen Memoiren auf eine private Beziehung zu Kathleen Turner während der Dreharbeiten zu „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ zurück. Der Schauspieler beschreibt, dass sich aus der engen Zusammenarbeit der beiden Hauptdarsteller Anfang der 1980er Jahre eine Liebesbeziehung entwickelt habe. Turner hat inzwischen auf die Veröffentlichung reagiert.
Das Buch mit dem Titel „One Helluva Ride“ soll am 6. Oktober 2026 erscheinen. Darin schildert der 82 Jahre alte Douglas zahlreiche Stationen seiner Karriere und seines Privatlebens. Die Beziehung mit Kathleen Turner gehört zu den Passagen, die bereits vor der Veröffentlichung bekannt geworden sind.
Douglas und Turner lernten sich im Zusammenhang mit „Romancing the Stone“ kennen, der in Deutschland unter dem Titel „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ veröffentlicht wurde. Der Abenteuerfilm kam 1984 in die Kinos. Robert Zemeckis führte Regie, Douglas war neben seiner Hauptrolle auch als Produzent beteiligt. Turner spielte die Schriftstellerin Joan Wilder, Douglas den Abenteurer Jack Colton.
Nach Douglas‘ Darstellung fühlten sich beide schon früh zueinander hingezogen. Während der Dreharbeiten in Mexiko habe sich die Freundschaft zu einer romantischen Beziehung entwickelt. Douglas war zu dieser Zeit mit Diandra Douglas verheiratet, nach seiner Darstellung allerdings von ihr getrennt.
Douglas schreibt zudem, dass die Beziehung beendet worden sei, nachdem seine damalige Ehefrau gemeinsam mit dem gemeinsamen Sohn Cameron am Drehort erschienen sei. Turner habe sich daraufhin zurückgezogen. Diese Einzelheiten beruhen auf Douglas‘ persönlicher Erinnerung an die damaligen Ereignisse.
Kathleen Turner äußerte sich nach Bekanntwerden der Memoirenpassage zu Douglas‘ Schilderung. Die heute 72 Jahre alte Schauspielerin zeigte sich vor allem überrascht darüber, wie viel Aufmerksamkeit eine mehr als vier Jahrzehnte zurückliegende Geschichte erhält. Zugleich äußerte sie sich weiterhin freundschaftlich über Douglas und erklärte, sie wolle sein Buch lesen.
Turner hatte die besondere Nähe zwischen beiden schon früher thematisiert. In Interviews schilderte sie, dass sie während der Arbeit an „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ Gefühle für Douglas gehabt habe. Sie berichtete ebenfalls von dem Moment, als dessen damalige Ehefrau nach Mexiko kam. In einem späteren Interview bezeichnete Turner Douglas allerdings sinngemäß als langjährigen Freund und sagte ausdrücklich, die beiden seien kein Paar gewesen.
Douglas geht in seinen Memoiren nun weiter. Seiner Darstellung zufolge handelte es sich tatsächlich um eine Beziehung, die beide anschließend über Jahrzehnte nicht öffentlich gemacht hätten. Die konkreten Abläufe am Filmset lassen sich unabhängig davon nicht vollständig nachvollziehen.
„Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ wurde für Douglas und Turner zum Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit. Auch Danny DeVito gehörte zur Besetzung. Der Film verband Abenteuer, Komödie und Liebesgeschichte und entwickelte sich zu einem großen Hollywood Erfolg der 1980er Jahre.
Bereits 1985 standen Douglas und Turner für die Fortsetzung „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ erneut gemeinsam vor der Kamera. 1989 folgte die schwarze Komödie „Der Rosenkrieg“, wiederum mit Douglas, Turner und DeVito. Jahrzehnte später arbeiteten Douglas und Turner noch einmal für die Netflix Serie „The Kominsky Method“ zusammen.
Damit erhält die neue Schilderung auch deshalb Aufmerksamkeit, weil die Chemie zwischen Douglas und Turner über Jahre Teil der öffentlichen Wahrnehmung ihrer gemeinsamen Filme war. Douglas erklärt nun erstmals ausdrücklich, dass die Nähe zwischen ihnen nach seiner Erinnerung zeitweise über eine berufliche Freundschaft hinausging.
Grand Central Publishing veröffentlicht „One Helluva Ride“ am 6. Oktober. Der Verlag beschreibt das Buch als Douglas‘ persönliche Bilanz seiner jahrzehntelangen Laufbahn als Schauspieler und Produzent. Neben seiner Filmkarriere behandelt er darin auch seine Familie und private Lebensabschnitte.
Douglas gehört seit den 1970er Jahren zu den bekanntesten amerikanischen Filmstars. Neben seiner Schauspielkarriere war er früh als Produzent erfolgreich und gewann für „Einer flog über das Kuckucksnest“ einen Oscar als Produzent. Später erhielt er für seine Darstellung des Gordon Gekko in „Wall Street“ auch den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Die Erinnerungen an Kathleen Turner sind damit Teil einer deutlich umfassenderen Autobiografie. Für die gemeinsame Filmgeschichte der beiden Schauspieler fügt Douglas jedoch einen neuen persönlichen Aspekt hinzu: Eine Verbindung, die öffentlich lange als starke berufliche und persönliche Chemie beschrieben wurde, bezeichnet er nun rückblickend als tatsächliche Liebesbeziehung.
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