
Der Großbrand Nürnberg-Langwasser hat in der Nacht zum Samstag einen Einsatz mit Hunderten Helfern ausgelöst. In einem Waldgebiet nahe dem ehemaligen Westerndorf breitete sich am Freitagabend ein Feuer mit massiver Rauchentwicklung aus. Nach Angaben der Feuerwehr waren rund 380 Feuerwehrleute, 60 Kräfte des Rettungsdienstes und etwa 15 Polizisten im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Auf einem angrenzenden Campingplatz mussten vorsorglich 25 Menschen ihre Stellplätze verlassen.
Die Feuerwehr wurde am Freitag, 10. Juli 2026, gegen 22 Uhr zu dem Waldbrand in Nürnberg alarmiert. Das betroffene Waldgebiet liegt zwischen der Großen Straße und der Beuthener Straße in Langwasser. Als die ersten Löschkräfte eintrafen, standen bereits größere Bereiche in Flammen. Zudem entwickelte sich dichter Rauch.
Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen das Feuer vor. Parallel leitete die Feuerwehr einen umfangreichen Löschangriff mit mehreren Rohren ein. Wegen der großen Brandausdehnung wurden zusätzliche Feuerwehren aus angrenzenden Landkreisen nach Nürnberg gerufen.
Bei dem Feuerwehreinsatz in Langwasser kamen auch große wasserführende Fahrzeuge mit Wasserwerfern zum Einsatz. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Löscharbeiten mit einem Radlader und Beleuchtungsgeräten. Dadurch sollten die Einsatzstellen auch während der Nacht erreichbar und ausreichend ausgeleuchtet bleiben.
Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser war zu Beginn schwierig. Nachrückende Einheiten konnten die Wasserversorgung nach Angaben der Feuerwehr jedoch zügig sicherstellen. Die extreme Trockenheit und die sommerliche Hitze erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Die Feuerwehr rechnete damit, dass die Maßnahmen noch bis in die frühen Mittagsstunden des Samstags andauern würden.
Auf einem Campingplatz in unmittelbarer Nähe des Brandortes wurden vorsorglich 25 Personen evakuiert. Zu Verletzten kam es nach bisherigen Angaben nicht. Auch aus den Reihen der Einsatzkräfte wurden zunächst keine Verletzungen gemeldet.
Rund um den Großbrand Nürnberg-Langwasser richteten Polizei und Feuerwehr umfangreiche Absperrungen ein. Betroffen war der Bereich zwischen dem Max-Morlock-Stadion, der Karl-Schönleben-Straße, der Gleiwitzer Straße und der Beuthener Straße. Die Sperrung rund um das Max-Morlock-Stadion sollte verhindern, dass Personen in den Gefahrenbereich gelangen oder die Anfahrt weiterer Einsatzfahrzeuge behindern.
Warum das Feuer im Waldgebiet ausbrach, war in der Nacht noch unklar. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. Angaben zu einem möglichen technischen Defekt, fahrlässigem Verhalten oder einer vorsätzlichen Brandlegung lagen zunächst nicht vor.
Der Brand am ehemaligen Westerndorf erforderte damit einen der größten Feuerwehreinsätze der Nacht. Insgesamt waren rund 455 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt. Wegen der schwierigen Bedingungen und möglicher Glutnester mussten die Löscharbeiten auch nach dem Eindämmen der offenen Flammen fortgesetzt werden.
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