Vom umstrittenen Rockfestival zum Grossevent: NDR blickt auf 30 Jahre Hurricane

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Drei Jahrzehnte Hurricane-Festival, ein kleiner Ort in Niedersachsen und Zehntausende Musikfans: Der NDR widmet dem Jubilaeum des Festivals in Scheessel am Freitagabend eine einstuendige Ausgabe der Reihe „die nordstory“. „30 Jahre Hurricane-Festival – Auszeit vom Alltag“ laeuft am 25. September 2026 von 20:15 bis 21:15 Uhr im NDR Fernsehen. Die zunaechst angenommene Sendezeit um 20:15 Uhr stimmt damit exakt. Direkt zuvor laeuft um 20 Uhr die „Tagesschau“.

Die Dokumentation zeichnet nicht nur die Entwicklung eines der groessten deutschen Musikfestivals nach. Sie erinnert auch daran, dass das Hurricane in Scheessel keineswegs selbstverstaendlich begann. Als der Hamburger Konzertveranstalter Folkert Koopmans 1996 mit der Idee eines neuen Rockfestivals an den Eichenring kam, traf das Vorhaben vor Ort zunaechst auf erheblichen Widerstand. Heute kommen nach Angaben des NDR jedes Jahr bis zu 78.000 Menschen zu dem Festival.

„30 Jahre Hurricane-Festival“ ist heute erstmals im Fernsehen zu sehen

Fuer die Dokumentation ist der heutige Freitag als deutsche TV-Premiere verzeichnet. Der NDR selbst nennt als ersten Sendetermin den 25. September von 20:15 bis 21:15 Uhr. Eine Wiederholung ist bereits fuer Donnerstag, 1. Oktober 2026, von 14 bis 15 Uhr vorgesehen.

Die Laufzeit betraegt damit rund 60 Minuten. Auch die ARD Mediathek fuehrt die Ausgabe mit dem Datum 25. September 2026. Dort steht die Dokumentation nach aktuellem Stand bis zum 25. September 2028 um 20:15 Uhr zur Verfuegung. Untertitel sind ebenfalls ausgewiesen.

Warum Scheessel zunaechst kein neues Festival wollte

Ein Schwerpunkt liegt auf der Vorgeschichte des Hurricane. Der Veranstaltungsort Eichenring war bereits vor dem Start des heutigen Festivals mit problematischen Erfahrungen verbunden. Ein Musikfestival im Jahr 1977 endete nach Darstellung des NDR chaotisch. Als Koopmans fast zwei Jahrzehnte spaeter ein neues Grossfestival plante, war die Skepsis deshalb entsprechend gross.

Trotz dieser Ausgangslage fand im Juni 1996 das erste Hurricane-Festival statt. Die Dokumentation verfolgt anschliessend, wie aus dem zunaechst umstrittenen Vorhaben ein dauerhaftes Grossereignis wurde, das inzwischen eng mit Scheessel verbunden ist.

Der aktuelle Anlass fuer die Produktion ist das 30-jaehrige Jubilaeum des Hurricane-Festivals. Die 30. Ausgabe wurde bereits vom 19. bis 21. Juni 2026 gefeiert. Der NDR hatte das Festival im Jubilaeumsjahr intensiv begleitet. Zu den Acts gehoerten unter anderem Twenty One Pilots, Billy Talent, Halsey, Kraftklub und Yungblud.

Die Doku zeigt den Festivalbetrieb hinter den Kulissen

Die „nordstory“ bleibt nicht bei historischen Rueckblicken. Sie begleitet auch Menschen, die den heutigen Festivalbetrieb organisieren und ermoeglichen.

Im Mittelpunkt steht unter anderem Folkert Koopmans, dessen urspruengliche Idee den Ausgangspunkt fuer das Hurricane bildete. Ausserdem begleitet die Dokumentation Veranstaltungsleiterin Inga Rossbach, die nach Angaben des NDR einst als Praktikantin begann und heute waehrend der Festivalphase organisatorische Verantwortung traegt. Stage-Manager Jens Luetzenkirchen wird bei den schnellen Umbauten zwischen den Konzerten gezeigt.

Auch die Zusammenarbeit mit der Region spielt eine Rolle. Landwirte helfen beispielsweise mit Traktoren bei der Reinigung der grossen Campingflaechen. Detlev Kaldinski erinnert sich in der Dokumentation an die Ereignisse der 1970er-Jahre und an spaetere Festivaljahre, die unter anderem durch Unwetter oder grosse Hitze gepraegt waren.

Damit verbindet der Film Festivalgeschichte mit der Frage, wie ein Ort mit zeitweise mehreren Zehntausend zusaetzlichen Gaesten umgeht und wie sich das Verhaeltnis zwischen Bevoelkerung, Veranstaltern, Sicherheitskraeften und Fans ueber Jahrzehnte veraendert hat.

Donots und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys sind dabei

Auch Musiker kommen in der Dokumentation zu Wort. Die Donots gehoeren besonders eng zur Geschichte des Hurricane. Die Band aus Ibbenbueren spielte nach Angaben des NDR 2026 bereits zum neunten Mal beim Festival und damit haeufiger als jede andere Band. Saenger Ingo Knollmann gibt der Kamera Einblicke in den Alltag der Band auf dem Festival.

Zu sehen ist ausserdem Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys. Die Gruppe gehoerte ebenfalls zum Programm der Jubilaeumsausgabe. Die Dokumentation verbindet solche aktuellen Festivalmomente mit Archiv- und Erinnerungselementen aus den vergangenen drei Jahrzehnten.

Im Zentrum stehen jedoch nicht nur Musiker und Veranstalter. Der Film richtet den Blick ausdruecklich auch auf die Fans und den besonderen Alltag auf dem Gelaende, vom Camping bis zu ungewoehnlichen Festivaltraditionen.

Autor Peter Becker zeichnet die Geschichte des Festivals nach

Als Autor der Dokumentation nennt der NDR Peter Becker. Die redaktionelle Betreuung liegt bei Joachim Grimm. Becker arbeitet fuer das NDR Studio Oldenburg und hat sich auch in einem begleitenden Beitrag mit der Geschichte des Hurricane und den anfaenglichen Vorbehalten in Scheessel beschaeftigt.

Eine gesonderte Regieangabe veroeffentlicht der NDR in seinen offiziellen Programminformationen nicht. Dort sind Peter Becker als Autor und Joachim Grimm fuer die Redaktion aufgefuehrt. Bildmaterial zur Sendung wird mit „NDR/Filmteam Papstein“ gekennzeichnet.

Hurricane hat sich zu einem der grossen deutschen Festivals entwickelt

Das Hurricane gehoert heute zu den grossen Open-Air-Festivals in Deutschland. Nach NDR-Angaben kommen bis zu 78.000 Besucher nach Scheessel. Rund 80 Bands treten auf mehreren Open-Air-Buehnen und in einem grossen Zelt auf.

Gerade diese Dimension macht die Entwicklung bemerkenswert: Was 1996 gegen erhebliche Vorbehalte begann, ist drei Jahrzehnte spaeter fester Bestandteil der deutschen Festivalsaison und praegt Scheessel fuer mehrere Tage im Jahr weit ueber die Region hinaus.

Mit der heutigen „nordstory“ steht deshalb weniger ein einzelnes Konzert im Mittelpunkt als die gesamte Geschichte hinter dem Festival: von den schwierigen Voraussetzungen ueber die Professionalisierung des Betriebs bis zu den Menschen, die das Hurricane seit Jahren organisieren, besuchen und begleiten.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu