
Am Bahnübergang Neustadt an der Weinstraße ist es am Freitagmorgen zu einem Unfall mit einem Lastwagen gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei fuhr ein 46 Jahre alter Fahrer mit seinem Muldenkipper gegen 8.30 Uhr auf den gesicherten Übergang am Steingleis in Richtung Karolinenstraße, obwohl die Straße direkt dahinter noch blockiert war. Kurz darauf senkte sich die Schranke, streifte das linke Heck des Fahrzeugs und brach ab. Verletzt wurde niemand.
Nach bisherigen Erkenntnissen war die Fahrbahn hinter dem Bahnübergang durch ein Abfallsammelfahrzeug versperrt. Der Lkw befand sich dadurch noch im Bereich der Anlage, als sich die Schranke schloss. Sie touchierte das Fahrzeug am Heck und wurde dabei so stark beschädigt, dass der Schrankenbaum abriss. Am Lastwagen selbst entstand laut Bundespolizei kein Schaden. Der Sachschaden an der Schrankenanlage wird auf rund 4.000 Euro geschätzt.
Eine unmittelbare Gefahr für den Bahnverkehr bestand nach Angaben der Einsatzkräfte nicht. Dennoch löste der Vorfall eine Störungsmeldung aus, die sich auf den Zugverkehr auswirkte. Insgesamt waren 20 Züge betroffen. Die dadurch entstandenen Verzögerungen summierten sich laut Bundespolizei auf 209 Minuten. Damit hatte der beschädigte Bahnübergang Neustadt an der Weinstraße zwar keine gefährliche, aber eine spürbare Folge für den laufenden Betrieb auf der Schiene.
Beamte der Polizeiinspektion Neustadt an der Weinstraße und der Bundespolizei nahmen den Vorfall vor Ort auf und befragten Zeugen zum genauen Ablauf. Nach Abschluss der ersten Maßnahmen konnten die Beteiligten den Ort verlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Gegen den 46-jährigen Fahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe eingeleitet.
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