
Die INTERSCHUTZ 2026 hat am Montag in Hannover begonnen. Bis zum 6. Juni wird das Messegelände zum internationalen Treffpunkt für Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz und Sicherheit. Die Veranstalter rechnen mit der größten Ausgabe in der Geschichte der Fachmesse. Nach offiziellen Angaben präsentieren rund 1.750 Aussteller aus 55 Nationen ihre Produkte, Konzepte und Dienstleistungen. Die Ausstellungsfläche umfasst mehr als 118.000 Quadratmeter. Die Messe findet alle fünf Jahre statt und gilt seit Jahrzehnten als internationaler Maßstab für Brandschutz und Bevölkerungsschutz.
Das Motto der diesjährigen INTERSCHUTZ 2026 lautet Safeguarding tomorrow. Damit setzt die Messe ihren Schwerpunkt auf die Frage, wie Einsatzkräfte, Behörden, Hilfsorganisationen, Industrie und Forschung auf veränderte Krisenlagen reagieren können. Im Mittelpunkt stehen zivil-militärische Zusammenarbeit, Klimawandel, Künstliche Intelligenz, Robotik, Vernetzung und hybride Bedrohungen.
Die INTERSCHUTZ gilt als weltweit führende Fachmesse für Brandschutz, Rettung, Bevölkerungsschutz und Sicherheit. Sie bringt Hersteller, Einsatzorganisationen, Behörden, Forschungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger zusammen. Mehr als 40 internationale Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden werden erwartet. Diese sicherheitspolitische Dimension ist in der aktuellen Ausgabe besonders ausgeprägt.
Naturkatastrophen, Extremwetter, Waldbrände, geopolitische Spannungen, Angriffe auf kritische Infrastruktur und hybride Bedrohungen verändern die Anforderungen an Einsatzkräfte weltweit. Die Messe bildet diese Entwicklung ab und zeigt nicht nur Fahrzeuge, Schutzkleidung und Gerätetechnik, sondern auch Konzepte für Krisenresilienz, vernetzte Einsatzführung und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Stellen.
Ein Schwerpunkt der INTERSCHUTZ 2026 liegt auf digitalen Technologien. Künstliche Intelligenz, Robotik und vernetzte Systeme sollen Einsatzkräfte unterstützen, etwa bei Lagebildern, Kommunikation, Gefahrenabwehr und Ressourcensteuerung. Für Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzorganisationen geht es zunehmend darum, Informationen schneller zusammenzuführen.
Bei großen Schadenslagen, Vegetationsbränden, Evakuierungen oder Ausfällen kritischer Infrastruktur entscheidet ein gemeinsames Lagebild darüber, wie Kräfte koordiniert werden. Digitale Systeme können dabei helfen, Einsatzentscheidungen vorzubereiten, ersetzen aber nicht Erfahrung, Führung und Ausbildung.
Erstmals gibt es auf der INTERSCHUTZ das WildfireCamp. Das neue Format widmet sich Vegetations- und Waldbränden. Fachleute aus Deutschland und dem Ausland präsentieren Methoden zur Früherkennung, Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden in Wald- und Vegetationsflächen. Längere Trockenphasen, höhere Temperaturen und extreme Wetterlagen erhöhen in vielen Regionen das Risiko für Vegetationsbrände erheblich und stellen neue Anforderungen an Ausrüstung, Ausbildung und internationale Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.
Eine weitere Premiere ist der High-Angle Rescue Pavilion auf dem Freigelände. Dort steht während der gesamten Messe die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen im Fokus. Zum Programm gehören praktische Demonstrationen und ein nationaler Leistungsvergleich deutscher Höhenrettungsgruppen am 6. Juni. Einsätze an Türmen, Schächten, Bauwerken, Windkraftanlagen oder schwer zugänglichen Orten verlangen besondere Ausbildung, präzise Technik und eng abgestimmte Teamarbeit.
Die INTERSCHUTZ 2026 läuft vom 1. bis 6. Juni 2026 auf dem Messegelände Hannover. Neben der Ausstellung gehören Live-Demonstrationen, Wettbewerbe, Fachforen und Trainingsformate zum Programm. Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz müssen heute mit Szenarien umgehen, die früher seltener oder klarer voneinander getrennt waren.
Für die internationale Fachwelt ist Hannover in dieser Woche ein zentraler Ort, an dem technische Innovationen und sicherheitspolitische Fragen zusammenkommen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Technik, Ausbildung, Organisation, Forschung und politischer Vorsorge. Mit der Ausgabe 2026 setzt die Messe in einem veränderten sicherheitspolitischen Umfeld deutlich neue Akzente.
Quellen: INTERSCHUTZ/Deutsche Messe AG, security-network.com, interschutz.de
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