
Die Isarbrücke in Lenggries im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wird am Donnerstagabend, 5. November 2026, vollständig für den Verkehr gesperrt. Grund sind erhebliche Schäden am Fahrbahnbelag des rund 70 Jahre alten Bauwerks. Das Staatliche Bauamt Weilheim will die Schäden mit nächtlichen Reparaturarbeiten beseitigen. Die Sperrung beginnt um 19 Uhr und soll spätestens am Freitagmorgen um 5 Uhr aufgehoben werden. Für den Verkehr ist eine Umleitung eingerichtet, auf der eine Gewichtsbeschränkung gilt.
Betroffen ist die Isarbrücke auf der Staatsstraße 2574 in Lenggries. Die 1956 errichtete Brücke verbindet die beiden Seiten der Isar und gehört zur örtlichen Straßeninfrastruktur. Während der Bauarbeiten kann der Verkehr die Brücke nicht passieren.
Die Sperrung beginnt nach Angaben des Staatlichen Bauamts Weilheim am Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr. Die vollständige Freigabe ist spätestens für Freitag, 6. November, um 5 Uhr vorgesehen. Damit umfasst das angekündigte Zeitfenster insgesamt zehn Stunden.
Die Behörde beschränkt die Maßnahme auf eine Nacht. Eine zusätzliche Vollsperrung am Freitagabend oder am Wochenende wurde nicht angekündigt. Auch eine weitergehende Sperrung der Bundesstraße 13 ist nicht Bestandteil der veröffentlichten Ankündigung.
Verkehrsteilnehmer müssen während der Arbeiten auf die vorgesehene Ausweichstrecke ausweichen. Mit der Freigabe am Freitagmorgen soll die Verbindung über die Isar wieder zur Verfügung stehen.
Auslöser der Maßnahme ist der Zustand der Fahrbahnoberfläche. Bereits im September hatte das Staatliche Bauamt auf massive Schäden hingewiesen. Diese beeinträchtigten nach Einschätzung der Behörde die Verkehrssicherheit.
Die jetzt angekündigten Arbeiten dienen dazu, die beschädigten Bereiche des Fahrbahnbelags zu reparieren. Vorgesehen sind unter anderem Fräsarbeiten, für die das Bauamt eine Dauer von ungefähr zweieinhalb Stunden angibt.
Die angekündigte Dauer der Fräsarbeiten ist nicht mit der gesamten Sperrzeit gleichzusetzen. Für die Durchführung der Maßnahme steht das Zeitfenster von Donnerstagabend bis Freitagmorgen zur Verfügung.
Zum genauen Umfang der betroffenen Fahrbahnflächen und zu den Kosten der Reparatur machte das Bauamt in seiner Ankündigung vom 30. Oktober keine näheren Angaben.
Die Arbeiten betreffen zunächst den Fahrbahnbelag. Sie sind von den langfristigen Planungen für einen Ersatzneubau des Brückenbauwerks zu unterscheiden.
Während der Vollsperrung steht eine Ausweichstrecke über die Staatsstraße 2072 zur Verfügung. Die vom Staatlichen Bauamt benannte Route führt über Arzbach, Schlegldorf und Wegscheid.
Für diese Verbindung gilt eine wichtige Einschränkung: Die Staatsstraße ist auf 24 Tonnen lastbeschränkt. Fahrzeuge oberhalb dieser Gewichtsgrenze können die angegebene Ausweichstrecke daher nicht regulär nutzen.
Die Gewichtsbeschränkung ist besonders für den Schwerverkehr relevant. Eine gesonderte Ausweichroute für Fahrzeuge mit einem höheren zulässigen Gewicht wurde in der Mitteilung nicht genannt.
Auch zu möglichen Sonderregelungen für Linienbusse, Fußgänger und Radfahrer enthielt die Ankündigung keine konkreten Angaben. Ob für diese Verkehrsgruppen während der Arbeiten bestimmte Ausnahmen vorgesehen sind, blieb zunächst offen.
Das Staatliche Bauamt bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen. Aktuelle Verkehrsinformationen stellt die bayerische Straßenbauverwaltung außerdem über ihr Informationssystem BayernInfo bereit.
Die Instandsetzung der Fahrbahn sollte ursprünglich schon im September stattfinden. Das Staatliche Bauamt Weilheim hatte am 11. September eine Vollsperrung für die Nacht vom 16. auf den 17. September angekündigt.
Damals war vorgesehen, die Brücke von 19 Uhr bis 5.30 Uhr vollständig zu sperren. Die Behörde verwies allerdings darauf, dass die geplanten Asphaltierungsarbeiten von der Witterung abhängig seien.
Am 15. September wurde der Termin wegen ungünstiger Wetterprognosen kurzfristig abgesagt. Das Bauamt kündigte an, einen neuen Termin festzulegen.
Dieser Ersatztermin ist nun die Nacht vom 5. auf den 6. November. Anders als bei der ursprünglichen Planung verweist das Bauamt ausdrücklich darauf, dass die vorgesehenen Fräsarbeiten auch bei Regen ausgeführt werden können.
Damit besteht für diesen Teil der Arbeiten nicht dieselbe Wetterabhängigkeit wie bei den ursprünglich angekündigten Asphaltierungsarbeiten. Die Freigabe der Brücke ist weiterhin spätestens für Freitagmorgen um 5 Uhr vorgesehen.
Unabhängig von der aktuellen Reparatur beschäftigt sich die Gemeinde Lenggries bereits seit längerer Zeit mit der Zukunft der Brücke. Das Bauwerk wird auch als Nepomukbrücke bezeichnet.
Bei einer früheren Brückenprüfung erhielt die Konstruktion die Zustandsnote 3,5 auf einer Skala bis 4. Vertreter des Staatlichen Bauamts erklärten bei einer Gemeinderatssitzung im Februar 2025, dass die Brücke trotz des festgestellten Handlungsbedarfs nicht einsturzgefährdet sei.
Die Planungen sehen langfristig einen Ersatzneubau südlich der bestehenden Brücke vor. Nach dem im März 2025 veröffentlichten Planungsstand wurde ein Baubeginn im Jahr 2030 angestrebt. Spätere Beratungen beschäftigten sich auch mit einem möglichen Beginn 2029 oder 2030.
Dabei spielt die Staatsstraße 2072 eine besondere Rolle. Sie soll während eines künftigen Brückenneubaus als wichtige Umleitungsverbindung dienen. Die Gemeinde Lenggries hatte deshalb gefordert, die seit Jahren sanierungsbedürftige Straße vor Beginn der umfangreichen Brückenarbeiten instand zu setzen.
Die nun anstehende nächtliche Reparatur ist wesentlich kleiner als der langfristig geplante Neubau. Sie konzentriert sich auf die Beseitigung der vorhandenen Fahrbahnschäden und soll innerhalb einer Nacht abgeschlossen werden.
Für die aktuelle Vollsperrung bleibt damit vor allem die Verkehrsführung entscheidend: Von Donnerstag, 19 Uhr, bis spätestens Freitag, 5 Uhr, ist die Isarbrücke auf der Staatsstraße 2574 nicht befahrbar. Die ausgeschilderte Ausweichstrecke führt über die Staatsstraße 2072 und ist auf 24 Tonnen beschränkt.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu