
Am Donnerstagabend beschäftigt sich Jenke von Wilmsdorff mit einer Frage, die Millionen Menschen im Alltag betrifft: Warum fällt es häufig schwer, bei bestimmten Lebensmitteln aufzuhören? In der neuen Ausgabe von JENKE. REPORT. untersucht der Reporter die Herstellung und Vermarktung moderner Lebensmittel. Dabei geht es um Zucker, Fett, Salz und die psychologischen Mechanismen, die unser Essverhalten beeinflussen können. ProSieben zeigt die neue Reportage am 22. Oktober 2026 um 20:15 Uhr.
Die neue Ausgabe trägt den Titel „Warum werden wir nicht mehr satt? Das Geschäft mit unseren Lebensmitteln“. Sie ist die achte Folge der seit 2023 ausgestrahlten Reportagereihe und feiert am Donnerstag ihre deutsche TV-Premiere.
Für die Sendung sind 125 Minuten einschließlich der eingeplanten Fernsehwerbung vorgesehen. Das Programmfenster reicht damit von 20:15 Uhr bis 22:20 Uhr. Im Mittelpunkt steht Jenke von Wilmsdorff, der sich mit den Strategien der Lebensmittelhersteller und den Auswirkungen moderner Ernährungsgewohnheiten beschäftigt.
Der Reporter geht insbesondere der Frage nach, wie die Zusammensetzung industriell hergestellter Lebensmittel das Verlangen nach weiteren Portionen beeinflussen kann. Dabei beschäftigt er sich nicht nur mit den Produkten selbst, sondern auch mit den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen des Essverhaltens.
Die Reportage greift damit ein Thema auf, das weit über individuelle Kaufentscheidungen hinausgeht. Denn Lebensmittel werden nicht allein nach Geschmack und Preis entwickelt. Auch Haltbarkeit, Konsistenz, Verarbeitung und die Erwartungen der Verbraucher spielen eine Rolle.
Ein zentraler Bestandteil der Sendung sind hochverarbeitete Lebensmittel. Dazu gehören unter anderem bestimmte Fertiggerichte, Süßwaren, Snacks und Frühstücksprodukte. Solche Lebensmittel können zahlreiche Verarbeitungsschritte durchlaufen und Zutaten enthalten, die bei der Zubereitung zu Hause üblicherweise nicht verwendet werden.
Jenke von Wilmsdorff beschäftigt sich mit der Frage, weshalb einige dieser Produkte besonders attraktiv erscheinen und warum Menschen teilweise mehr davon essen, als sie ursprünglich vorhatten.
Dabei spielt der sogenannte Bliss Point eine wichtige Rolle. Gemeint ist ein besonders ansprechendes Geschmacksprofil, das unter anderem durch das Zusammenspiel von Zucker, Fett und Salz entstehen kann. Der Reporter untersucht, wie Hersteller solche Eigenschaften bei der Produktentwicklung berücksichtigen und welche Rolle das Belohnungssystem des Gehirns beim Essen spielt.
Die Reportage beschäftigt sich außerdem mit der Frage, ob bestimmte Lebensmittel suchtähnliche Verhaltensweisen fördern können. Dazu spricht Jenke unter anderem mit dem Psychologen Patrick Bach vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Bach beschäftigt sich mit Verhaltensmustern, die bei bestimmten Lebensmitteln Ähnlichkeiten mit bekannten Suchterkrankungen aufweisen können.
Eine solche Ähnlichkeit bedeutet allerdings nicht, dass jedes stark verarbeitete Lebensmittel zwangsläufig abhängig macht. Zwischen einem ausgeprägten Verlangen nach bestimmten Speisen und einer medizinisch diagnostizierten Abhängigkeit bestehen Unterschiede.
Die neue Ausgabe von JENKE. REPORT. führt den Reporter auch in die Vereinigten Staaten. In San Francisco beschäftigt er sich mit der gesellschaftlichen Diskussion über die Verantwortung großer Lebensmittelhersteller.
Dort spricht er mit Laura Schmidt von der University of California, San Francisco. Die Wissenschaftlerin untersucht unter anderem die gesundheitlichen Auswirkungen industriell hergestellter Lebensmittel und die damit verbundenen Fragen der öffentlichen Gesundheit.
Hintergrund ist auch eine juristische Auseinandersetzung in San Francisco. Die Stadt reichte Ende 2025 eine Klage gegen mehrere große Lebensmittelunternehmen ein. Nach Darstellung der Stadt in ihrer Klage stehen bestimmte hochverarbeitete Produkte im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen. Das Verfahren befasst sich mit der Frage, welche rechtliche Verantwortung Lebensmittelhersteller in diesem Zusammenhang tragen. Eine gerichtliche Entscheidung über diese Verantwortung ist damit nicht verbunden.
Damit erhält das Thema eine internationale Dimension. Während Verbraucher täglich selbst über ihren Einkauf entscheiden, beeinflussen Unternehmen durch Rezepturen, Produktgestaltung und Vermarktung, welche Angebote ihnen zur Verfügung stehen.
Neben den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Hintergründen begleitet die Reportage einen persönlichen Erfahrungsbericht. Im Mittelpunkt steht dabei Jenkes Kameramann Corni, der starkes Übergewicht hat.
Er beschäftigt sich mit der Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung zur Gewichtsreduktion. Die Sendung begleitet seine Erfahrungen mit einer sogenannten Abnehmspritze und untersucht, welche Veränderungen sich dadurch für ihn ergeben.
Solche Medikamente greifen in hormonelle Vorgänge ein, die unter anderem Hunger und Sättigung beeinflussen. Ihre Anwendung ist an medizinische Voraussetzungen gebunden und kann mit Nebenwirkungen verbunden sein. Sie ersetzen deshalb weder eine individuelle ärztliche Beratung noch eine langfristige Behandlung der Ursachen von Übergewicht.
Welche Erfahrungen Corni während der Dreharbeiten genau macht, ist Bestandteil der Reportage.
Der Zusammenhang zwischen industriell verarbeiteten Lebensmitteln und der Gesundheit wird seit Jahren wissenschaftlich untersucht.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es Hinweise darauf, dass ein hoher Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel mit einem erhöhten Risiko für verschiedene ernährungsmitbedingte Erkrankungen verbunden sein kann. Dazu gehören unter anderem Adipositas und Typ-2-Diabetes.
Die Bewertung ist allerdings komplex. Nicht jedes stark verarbeitete Produkt ist automatisch ernährungsphysiologisch ungünstig. Entscheidend sind unter anderem die enthaltenen Nährstoffe, die Energiedichte, die Rezeptur und die insgesamt verzehrte Menge.
Auch die Unterscheidung nach Verarbeitungsgraden hat Grenzen. Wissenschaftler verwenden unterschiedliche Klassifizierungssysteme, die Lebensmittel teilweise verschieden einordnen. Deshalb lässt sich aus dem Verarbeitungsgrad allein nicht unmittelbar ableiten, welche gesundheitlichen Auswirkungen ein einzelnes Produkt hat.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt grundsätzlich eine abwechslungsreiche Ernährung, bei der pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte eine wichtige Rolle spielen.
Wer die neue Reportage am Donnerstagabend nicht live verfolgen kann, erhält eine weitere Möglichkeit zum Anschauen.
ProSieben wiederholt die Ausgabe in der Nacht zum Freitag, 23. Oktober 2026, ab 0:25 Uhr. Eine weitere Ausstrahlung ist für Sonntag, 25. Oktober, um 11:35 Uhr vorgesehen.
Daneben bietet Joyn die Sendung am Donnerstag ab 20:15 Uhr im Livestream an. Nach der Fernsehausstrahlung soll die neue Reportage dort kostenlos abrufbar sein. Einen konkreten Endtermin für die Verfügbarkeit nennt der Streaminganbieter nicht.
Auch nach der Lebensmittelreportage bleibt Jenke von Wilmsdorff auf ProSieben zu sehen. Ab 22:20 Uhr stehen zwei Ausgaben des Formats JENKE. CRIME. auf dem Programm.
Die erste trägt den Titel „Rituale und Cybercrime – Die Ohnmacht von Law und Order“. In der Dokumentation beschäftigt sich Jenke mit internationalen kriminellen Netzwerken, deren Strukturen und den Herausforderungen für die Strafverfolgung.
Um 23:20 Uhr folgt „Die Macht der Hoffnung – Mut der Verzweiflung“. Diese Ausgabe richtet den Blick auf Menschen, die sich organisierter Kriminalität entgegenstellen, und auf die Folgen solcher Auseinandersetzungen.
Beide Dokumentationen gehören zu einer mehrteiligen Beschäftigung mit internationalen kriminellen Organisationen. Damit widmet ProSieben den Donnerstagabend zwei unterschiedlichen Reportagethemen: zunächst dem Einfluss der Lebensmittelindustrie auf Ernährungsgewohnheiten, anschließend den Strukturen organisierter Kriminalität.
Für Zuschauer beginnt der Themenabend um 20:15 Uhr mit der neuen Lebensmittelreportage.
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